Liebe Mitmenschen

Jeder Mensch möchte gesund sein und sich wohl fühlen. Aus einer holistischen Sichtweise, gehören hier natürlich alle  Aspekte des Lebens dazu.

Wenn der Mensch danach lebt, was ihn die Natur lehrt, dann lebt er in Harmonie.

Nun ist es aber leider so, dass der Mensch sich so weit von dieser Natur entfremdet hat, dass er nicht mehr artgerecht lebt, was viele negative Auswirkungen hat. So ist nicht nur die physische und psychische Gesundheit betroffen, sondern auch seine Umwelt und die Natur in der er lebt.

Warum tun wir Menschen uns so schwer im Einklang mit der Natur zu leben?

Mit diesem Blog möchte ich dir eine ganzheitliche Sichtweise vermitteln und dich inspirieren. Du wirst vieles finden, das dich berühren wird, das dich ängstigt und das dich sogar wütend machen wird, weil ich mit meinen Texten und Gedichten jede kleine Ecke ausleuchten werde und jeden Schatten zu Bewusstsein bringen möchte.

Da ich alles ganzheitlich betrachte, gibt es in meinem Blog Unterseiten, wo ich über viele Themen die mir wichtig sind schreibe. Natürlich kann ich nicht auf alles eingehen was die Ganzheit ausmacht; ich widme mich den Themen, die mir am wichtigsten erscheinen, wie zum Beispiel das Leben im weiblichen Prinzip.

Ich freue mich über konstruktive Kritik, Anregungen und Kommentare und möchte dich einladen mir zu schreiben.

Ich wünsche mir von Herzen eine Menschheit, die zu einem artgerechten Leben im Gleichgweicht mit der Natur zurückfindet.

Jutta Velten

PS: Dies ist eine ältere Webseite von mir, wo du noch mehr von mir lesen kannst.

Der Regenbogen ist das Band der Liebe zwischen dem männlichen Himmel und der weiblichen Erde.
Immer wenn du einen Regenbogen siehst, siehst du die Liebesenergie zwischen den beiden fließen und es wird für dich sichtbar, wie durch sie alles Leben entsteht.    ©Jutta Velten

image12

Photography by Huang Guangnan

“Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.” 

*Jiddu Krishnamurti (1895 – 1986)

image5

Alles was ich schreibe, sind Puzzelteile die ineinander greifen und ich versuche jedem meiner Leser, diese einzelnen Puzzelteile ins Bewusstsein zu bringen und sie vor ihnen zusammenzusetzen, damit jeder die Möglichkeit hat, zu erwachen und etwas zu verändern.

240_F_65100100_WBO8tUTkOQzGeEkiMLKBShCd99ad3oVQ

Song: Circle of women

 

Männer müssen sich ihrem Verstand bedienen, Frauen bedienen sich ihrer Intuition. ©Jutta Velten

Gebrochenes Herz

Was kann alles das Herz brechen? Liebeskummer – naja das bricht einem nicht wirklich das Herz und  es ist nicht Liebeskummer, sondern ein verletztes Ego, das hier schreit. Denn wenn man bedingungslos liebt, dann liebt man den anderen, auch wenn dieser sich von einem abwendet., natürlich ist das schmerzhaft, aber es ist der Wille des anderen. Den Schmerz, den wir hier fühlen, ist neben dem verletzten Ego, der Schmerz den wir in den ersten fünf Jahren unseres Lebens erfahren mussten.

Was mir mein Herz bricht, ist der Umgang zwischen den Menschen und es ist das Gefühl der Ohnmacht, nichts aber auch gar nichts tun zu können, sondern es einfach nur immer wieder hinnehmen zu müssen. Mir bricht es mein Mutterherz, wenn meine Kinder sich nicht mehr an mich erinnern, sie nicht nach mir fragen.  Ich zerbreche innerlich an dieser Welt, in der jeder nur noch an sich denkt, oder co-abhängig ist. Es ist ein Drahtseilakt, mit Menschen eine Beziehung einzugehen und dabei höllisch aufzupassn, dass man nicht in die Co-abhängigkeit gezogen wird, da fast jeder co-abhängig ist.  Es bricht mir mein Herz, wenn ich sehe, wie wir mit anderem Leben umgehen, wie wir uns immer weiter von der Natur entfremden und uns nichts mehr daran erinnert, was es bedeutet Mensch zu sein!

Ich könnte täglich ein Meer von Tränen weinen, weil diese Seelenschmerzen so höllisch weh tun! Wie oft habe ich mich schon gefragt, warum bin ich eigentlich noch hier, welchen Zweck hat das alles und warum bin ich so verdammt hochsensibel und auch noch ein INFJ Mensch. (Ein INFJ Mensch vereint die Merkmale der Introvertiertheit (IN), Intuition(IN), Empathie (Feeling) und des Urteilsvermögen (Judgement) auf einzigartige Weise. (G.G. Jung) ) Natürlich ist es meine Seelenaufgabe, den Menschen etwas bewusst zu machen, aber oft denke ich, dass das den meisten eh am Ar…h vorbei geht. Denn wen interessiert es schon, dass da eine herumläuft und verkündet, die Frauen leben nicht ihr Prinzip? Das ist nichts womit Leute Geld machen, oder damit ihr Ego streicheln können. Es ist eine unpopuläre Tatsache, die zu viel Schmerzen bereitet, wenn Frauen sich eingestehen müssen, dass sie seit Generationen nicht ihre Weiblichkeit gelebt haben und leben. Dann denke ich wieder, alle PioniereInnen hatten es nicht einfach und sind einen steinigen Weg gegangen, ja sie wurden immer wieder verurteilt, man hat sie sogar getötet, um später festzustellen, dass sie Recht hatten. Zum Schluß werden sie zu Heiligen gemacht, aber was nützt ihnen das dann?  Ich nehme nicht für mich in Anspruch jemals als Pionierin gesehen zu werden, obwohl ich mich jetzt so fühle. Das Thema des weiblichen Prinzips haben schon viele Frauen aufgegriffen, aber ich werfe diesen Frauen vor, das nur halbherzig getan zu haben bzw tun. Jene Frauen, die feststellen, dass wir hier ein falsches Prinzip leben, wollen es in die Emanzipation integrieren, sie sehen nicht die Notwendigkeit einer radikalen Veränderung und Trennung zwischen den beiden Prinzipien. Weichspülmentalität, nenne ich das! Veränderung bedeutet Schmerz, es kommt einer Geburt gleich. Es bricht mir das Herz, wenn Frauen hier so schwammig sind und alles im Weichspülgang bearbeiten wollen.  Es bricht mir das Herz, wenn ich das Gefühl habe, alleine gegen die Windmühlen zu laufen, die mich davon tragen und mich keiner hört. Neben Verurteilung und Interpretation, ist die Ignoranz eine der härtesten Strafen.

Was also tun gegen die Ignoranz? Vorträge halten, obwohl mir ständig zum heulen zu Mute ist und ich wahrscheinlich in Tränen aufgelöst meinen Zuhörern erklären möchte, was es mit dem weiblichen Prinzip so auf sich hat? Wie erreiche ich Frauen, wie kann ich zu ihnen durchdringen, durch die über viele Generationen hinweg errichtete Emanzipationsmauer? Ich bin zur Zeit nicht mal in der Lage zu diskutieren, weil ich an meinen Tränen fast ersticke.

Ich stehe in der Mitte eines von Menschen überfüllten Raumes und schreie aus Leibeskräften, aber niemand hört mich!

So bricht mein Herz jeden Tag ein bisschen mehr und ich weiß nicht wie lange es dauert bis es ganz zerbrochen ist? *Jutta Velten

 

 

 

1557432_323898581128223_7969337545482992174_n

Dieser Eintrag wurde am 20. Februar 2018 veröffentlicht. Ein Kommentar

Lügen

Der Mensch lügt, mancher mehr mancher weniger und manchmal auch nur deshalb, weil man meist lügen muss, damit man zum Beispiel seinen Job behält. Leider ist es so, dass wir mit den Lügen aufwachsen. Unsere Eltern und die gesamte Gesellschaft lehren uns ja von Kindesbeinen an zu lügen.  Obwohl wir unseren Kindern ständig sagen, dass man nicht lügen darf, lügen wir ihnen täglich was vor. Wir zeigen ihnen also, dass die Geschichte mit dem Lügen, doch nicht so streng genommen werden muss und dass man eben auch keine lange Nase bekommt, wenn man lügt. Aber wir sollten unseren Kindern ehrlich sagen, dass „Lügen kurze Beine haben“, denn fast jede Lüge kommt irgendwann heraus und dann muss man dafür die Verantwortung übernehmen!

Man kann sich seiner Lügen bewusst werden und mit sich selbst einen Packt schließen, so wenig wie möglich zu lügen und vor allem sich selbst nicht mehr zu belügen. Sobald man sich nämlich seiner Lügen bewusst ist und nicht verdrängt, dass man lügt, kann man sie stark reduzieren.

Es beginnt damit die Lebenslügen, die wir leben zu erkennen und diese abzuschaffen. Die größten gesellschaftlichen Lebenslügen sind die Religionen, da sich jeder Glaube irgendwann in eine Lüge verwandelt. Denn jene, die wollen, dass wir glauben, lügen dass sich die Balken biegen, um die „Kundschaft“ nicht zu verlieren.  Dann folgen die Selbstlügen, die durch Sucht/Süchte hervorgerufen werden.  Wenn man süchtig ist, muss man sich zwangsläufig täglich selbst belügen, damit man nicht an die Arbeit der Suchtbewältigung gehen muss. Wer sich ehrlich selbst reflektieren kann, der muss sich zwangsläufig mit seiner Sucht/seinen Süchten auseinandersetzen und wird sich so automatisch dessen bewusst. Bewusstsein schafft Wahrheit und die Befreiung aus der Sucht!

Dann gibt es ja noch die „Notlügen“, die man verwendet, damit man eben nicht gefeuert wird usw. Aber auch bei „Notlügen“ sollte man sich bewusst darüber werden, dass man lügt und dass man die Lüge wenigstens vor sich selbst verantwortet. Denn Lügen vergiftet die Seele.  Es ist zum Beispiel keine „Notlüge“, wenn man mit einem anderen Menschen Sex hat, obwohl man sich in einer Beziehung zu einem anderen Menschen befindet und man es vorher nicht mit dem anderen Part abgesprochen hat, dass man auch außerhalb der Beziehung Sex haben möchte. Nur aus Angst, den anderen zu verlieren, lügt man ihn an, man möchte nicht in die Verantwortung gehen und schon gar nicht eventuelle Konsequenzen spüren zu müssen. Dies ist mit ein Grund, warum ich hier den Frauen immer wieder sage, dass sie nicht glauben sollen, ihr Mann wäre treu. Irgendwann, hat jeder Mann Lust auf eine andere Frau und dieser Lust geht er dann auch irgendwann nach.

Ich bin mit einem Mann zusammen, der noch mit anderen Frauen Sex hat, aber auch er versucht das vehement zu leugnen, obwohl ich ihm schon oft erklärte, dass ich das weiß und es mir nichts ausmacht, trotzdem hält er an der Lüge fest, weil er Christ geworden ist und da darf man ja nicht polygam sein, er sagt sogar, wenn ich das akzeptiere würde ich ihn nicht lieben (er hat keine Ahnung, dass Sex und Liebe zwei Paar Schuhe sind) Überhaupt sind AfrikanerInnen noch größerer Lügner, als wir es sind. Meiner Erfahrung nach lügen die, wenn sie den Mund aufmachen. Das mag auch daran liegen, dass sie sehr religiös, ja schon fanatisch religiös sind. Sie leben also die Lebenslüge Religion so intensiv, dass sie nicht bemerken, wie sie sich selbst belügen, denn der Glaube ist bei ihnen schon zur Sucht geworden. Alle AfrikanerInnen die ich kenne benutzen ihre Religion als Stoff zum aufputschen, wie der Fixer das Heroin. „Religion ist Opium für’s Volk“ dieses Zitat von Karl Marx trifft bei den AfrikanerInnen vollkommen zu. Dann sind viele Afrikaner jetzt durch den christlichen Glauben monogam geworden, so müssen sie ja schon wegen des Glaubens lügen. Es ist irre. Die faseln ständig von Jesus, aber es ist alles nur eine Show. Der Gospelgesang wie er früher mal war, ist heute ein einziges zur Schau stellen. Wenn man sich deren Gottesdienste ansieht, wird es einem schlecht. Die Zelte sind gefüllt mit hunderten von Menschen. Vorne steht der Showmaster der irgendetwas vorplappert und der Rest plappert es nach. Die tanzen und singen und alles erinnert an eine riesen Show für’s Fernsehen. Sich darstellen ist der wichtigste Aspekt.

Man mag sich jetzt fragen, warum ich die AfrikanerInnen so mag? Es ist die Leichtigkeit, wie sie leben, trotz meist sehr harter Bedingungen und der Rhythmus der sie trägt, den sie in sich haben. Aber mich stört ungeheuer, ihr religiöser Fanatismus und die Lügerei. Über die vielen Jahre mit Afrikanern hinweg, habe ich aber gelernt, ihnen nichts zu glauben und mich so mit ihnen arrangiert.  Obwohl ich sagen muss, dass mich die afrikanischen Naturvölker mehr interessieren, als jene, die sich „zivilisiert“ haben. Leider kommt man schlecht mit solchen Menschen zusammen, denn sie sind geschützt (was auch richtig ist) Ich bin fast davon überzeugt, dass die Lüge bei Naturvölkern nicht oder nur sehr wenig gebraucht wird. Ich würde das wirklich gerne einmal recherchieren, aber dazu benötigt man ein Fernsehteam, um überhaupt an sie heranzukommen.

 

Fazit: Man kann seine Lügen auf ein Minimum beschränken und wenn man es geschafft hat, fühlt man sich befreit und leicht. Die Seele atmet auf, denn sie muss sich nicht mehr mit den ganzen Lügen des Egos herumschlagen.

 

*Jutta Velten

pinocchio-128~_v-img__16__9__xl_-d31c35f8186ebeb80b0cd843a7c267a0e0c81647

 

 

 

 

Anam Cara

Die Seelenliebe oder der/die SeelenfreundIn wurde schon in der keltischen Tradition erwähnt. Anam bedeutet in der gälischen Sprache“ Seele“ und Cara ist das Wort für „Freund“. In der Seelenliebe wirst du von deinem/deiner SeelenfreundIn so verstanden wie du ohne Maske bist.  Die oberflächlichen und funktionalen Lügen und Halbwahrheiten der sozialen Bekanntschaften fallen weg. Du kannst sein wie du wirklich bist und du wirst verstanden. Wirkliches Verständnis ist wertvoll, da  wo man verstanden wird ist man zu Hause (so sollte es jedenfalls sein) – also könnte man diese Liebe auch die „bedingungslose Liebe“ nennen.

Diese Liebe hat nichts mit Sex zu tun! Anam Cara ist der Freund/die Freundin, das Kind, die Kinder und natürlich auch der Partner sollte ein/e SeelenfreundIn sein.  Solche Freundschaften sind selten, denn heute bilden sich Verliebte zum Beispiel ein, sie hätten ihren/ihre SeelenpartnerIn gefunden. Das Wort „SeelenpartnerIn“ lese ich immer wieder oder auch man hätte jetzt endlich seinen „SeelenfreundIn“ gefunden, dabei ist das einfach nur die Verliebtheit, die uns hier etwas vormacht und Sex spielt die größte Rolle dabei, denn Verliebte sind schlicht und einfach geil aufeinander. Ob jemand einen/eine SeelenpartnerIn bzw ein SeelenfreundIn gefunden hat, lässt sich erst einmal überhaupt nicht feststellen. Zuerst einmal muss man sehen, ob diese Beziehung wirklich bedingungslos ist. Sobald hier ein Part sein Ego einschaltet, ist es schon kein/keine SeelenfreundIn mehr. Seelische Handlungen sind altruistisch, so wie das weibliche Prinzip, deshalb kann man es auch als Seelenprinzip bezeichnen.

Ein Anam Cara kann nicht durch Trennung oder Distanz verletzt oder eingeschränkt werden, wenn die Seelenebene in einer Beziehung erreicht wurde, dann bleibt diese immer bestehen. Zu seinen Kinder sollte man diese Anam Cara Beziehung haben, denn nur diese Liebe ist die wahre Liebe. Wenn ich Bedingungen an meine Kinder stelle, ist es ein „Kuhhandel“ aber keine Liebe.  Das trifft natürlich auch auf meinen PartnerIn zu.

Anam Cara ist somit eingentlich der natürliche Zustand und nichts Besonderes, denn zu Freunden, Partnern und Kindern sollte immer eine Seelenliebe bestehen, man sollte so sein dürfen, wie man ist. Es ist die gesunde nicht beziehungssüchtige Liebe, die Liebe, die ohne Bedingungen ist.

Schaut euch einmal um, und reflektiert eure Beziehungen. Ich gehe jede Wette ein, dass es kaum jemand schafft bedingungslos zu lieben und ein Anam Cara zu sein und genau das finde ich sehr schlimm!

Ich gründe hiermit einen Kreis der Anam Cara und freue mich über Beteiligungen!

Der Anam Cara Kreis soll den Zweck haben, die bedingungslose Liebe zu „erlernen“, sie wiederzuentdecken (denn als Kinder lieben wir bedingungslos) und sich bewusst zu reflektieren. Wir treffen uns einmal im Monat, auch über Skype ist das möglich und finden heraus wie wir Anam Caras werden können oder ob wir das schon sind.

Wer Lust hat mitzumachen, kann sich gerne in den Kommentar eintragen. Ich gebe dann die Termine bekannt.

*Jutta Velten

 

1919643_10154484825470083_6817437961147672690_n

Foto von Peace Revolution

Wenn die Intution gegen das bestehende System kämpft

Seit Mitte Januar habe ich eine Pechsträhne und ich kenne den Grund.

Die Ursache ist simpel, ich höre einfach nicht auf meine Intuition und mache das, was die Gesellschaft und meine nähere Umgebung von mir verlangt und eben nicht das, was meine Intuition mir aufträgt. Wenn ich nun den Job mache, den ich nach meiner Schulzeit gelernt habe, werde ich immer wieder krank bzw. habe einen Unfall und werde dann gekündigt. Das Leben signalisiert mir so, dass ich das nicht mehr tun soll und auch meine Intuition sagt es mir, da dieser Beruf durch mein Hintergrundwissen und durch mein Bewusstsein, nichts mehr für mich ist. Und doch gehe ich immer dahin zurück, weil ich ganz einfach Geld verdienen muss, um mein Leben zu finanzieren.

Ich frage mich immer wieder, wie das andere machen über die ich lese und die schreiben, wenn man seiner Lebensaufgabe folgt, dann geht alles wie von selbst.  Ich würde das gerne tun, nur hängt es bei mir immer am Startkapital, ohne ich meine Lebensaufgabe nicht tun kann.

So wiederholen sich bei mir ständig die gleichen Geschichten und ich stecke fest und drehe mich im Kreis. Ich möchte da raus, die Frage ist nur wie???

Die meiste Zeit ist es doch so, dass uns unsere Intuition sagt, was wir tun sollen, weil dies genau das ist, das für unser Leben vorgesehen ist. So bin ich bei mir zum Beispiel sicher, dass das Thema „weibliches Prinzip“ meine Lebensaufgabe ist und ich hier Pionierarbeit leisten muss und will. Ich versuche dies ja schon vorzuleben, so gut es eben geht und gerade deshalb kollidiere ich immer wieder mit dem System „männliches Prinzip“.  Es ist wirklich eine der härtesten Aufgaben, alleine ein entgegengesetztes Prinzip zu leben. Viele sagen mir, ich solle das doch aufgeben, denn es würde mich kaputt machen und ich sage dann: “ Wenn es das Letzte ist was ich tue, ich werde nicht aufhören mein Prinzip zu leben, ich bin schließlich kein Mann und ich weigere mich, wie ein Mann funktionieren zu müssen!“ Deshalb werde ich auch krank oder es passieren mir Unfälle, weil meine Seele, mich ständig darauf aufmerksam macht, dass ich nicht meiner Berufung folge!

Die Intuition ist die Stimme der Seele und wenn wir nicht artgerecht leben, dann meldet sich die Seele, aber das Ego aus dem bestehenden System ist so stark, dass es meist gewinnt, leider mit den Nebenwirkungen, wie oben beschrieben. Natürlich reagiert jeder Mensch anders auf das nicht erfüllen seiner Seelenaufgabe. Aber die körperlichen Symptome egal welche, sind immer ein Hilferuf und meist ignorieren wir ihn, weil wir vom Egosystem in dem wir leben gelenkt werden. Das Geldsystem wurde vom Ego konstruiert und das Ego ist Hauptbestandteil des männlichen Prinzips.  Es ist also eigentlich kein Wunder, wenn Frauen die ihr Prinzip leben, mit diesem ihnen nicht „bekannten“ System kollidieren.

Leute sagen mir, dass ich nicht geschäftstüchtig bin. Nein, das bin ich nicht, denn es ist auch nicht Inhalt meines Prinzips. Aber es kann doch nicht sein, dass wir ohne geschäftstüchtig sein zu müssen, am Existenzminimum herumkriechen!? Ich möchte mein Prinzip leben können, ohne dabei arm zu sein. Inhalt des weiblichen Prinzips ist auch die Fülle und es ist ja wirklich so, dass wir alles haben, nur kostet sogar das was uns von der Erde gegeben wird Geld. Also können wir nicht von der Fülle, die vorhanden ist schöpfen. Das männliche Prinzip, das auch den Mangel zum Inhalt hat, macht uns Glauben, uns würde es an etwas mangeln.

Spielen wir das Spiel doch einmal durch: Wir leben hier auf einem Planeten, der uns alles bietet, was wir zum Leben brauchen. Durch die Industrialisierung machten wir aus dem was wir brauchen und was uns die Erde zur Verfügung stellt mehr, das heißt wir stellten soviel davon her, dass wir einen Überschuss haben und diesen verkaufen wir dann. So müssen wir heute für die natürliche Fülle bezahlen und konsumieren noch darüber hinaus Dinge, die wir nicht brauchen, weil man uns dahin manipuliert hat, dass wir zum Beispiel industrielle Nahrung bräuchten.  Außerdem sagte man uns, dass man für das Recht irgendwo wohnen zu dürfen Geld benötigt, um sich ein Dach über dem Kopf leisten zu können.  Das männliche Prinzip beraubte uns der Fülle und setzte stattdessen, die Illusion des Mangels an ihre Stelle und behauptet darüberhinaus auch noch, dass die Fülle eine Illusion wäre.  Nun leben wir in diesem Mangelprinzip und auch wenn wir wissen, dass es die natürliche Fülle gibt, können wir kaum aus ihr leben, denn allein für ein Stück Land, benötigt man Geld, was aus dem Mangelprinzip stammt.

Es ist zum Haare ausraufen, wenn man darüber nachdenkt!

Manchmal überlege ich mir, vielleicht sollte ich doch wieder alles verkaufen und durch die Welt wandern, um aus diesem F…System auszusteigen?

 

*Jutta Velten

Warming_Up_for_the_Nights_Howl_Gray_Wolf-1024x768

Dieser Eintrag wurde am 10. Februar 2018 veröffentlicht. Ein Kommentar

Über die Spiele in Beziehungen

Die Spielchen die in Beziehungen stattfinden, sind alle das Symptom der Beziehungssucht. Diese Sucht ist soweit verbreitet, dass sie kaum als krankhafte Veränderung wahrgenommen wird. Auch die Beziehungssucht kann tödlich enden!

Schon oft habe ich darüber geschrieben und möchte es heute wieder tun, denn ich erfahre das auch immer wieder am eigenen Leib. Nun ist es aber so, dass ich es seit einigen Jahren aus der Perspektive der nicht mehr Beziehungssüchtigen erlebe und es scheint meinem Gegenüber immer wieder zu stören, warum ich nicht auf seine Spielchen und Machtkämpfe anspringe.

Die Beziehungssucht hat sich da aufgelöst, als ich mir bewusst wurde, dass zum einen eine andere Person und so auch mein Partner nicht mein Besitz ist und sein kann und zum anderen, als mir als Frau klar wurde, dass Männer polygam sind.  Das ist einfach eine natürliche Tatsache und in ihrem Prinzip verankert, so wie Frauen monogam sind und das auch in ihrem Prinzip verankert ist. Wir heutigen, sogenannten modernen Menschen glauben alles über den Verstand regeln zu können, weil das männliche Prinzip überwiegt, aber natürliche Prozesse, lassen sich nicht so einfach in Verstandesformen pressen. ich habe schon oft über die Polarität geschrieben, in der wir leben. In einer Polarität geben immer zwei Gegensätze ein Ganzes und hier spielt jeder Punkt der beiden Prinzipien eine Rolle. So ist das Gegenteil der monogamen Frau eben der polygame Mann, dagegen können wir uns nicht wehren. Es ist einfach Fakt und das hat auch nichts mit Religionen zu tun jedenfalls nicht mit Religionen, in der die Polygamie des Mannes erlaubt ist. Wiederum hat es mit der christlichen Religion zu tun, dass man uns über 2000 Jahre hinweg erzählt, dass es Sünde ist, wenn der Mann viele Frauen hat. So entstanden die Lügen in einer Beziehung.

Der Islam hat die natürliche Polygamie des Mannes ausgeschlachtet und dazu verwendet Frauen zu erniedrigen, wobei das nicht die Absicht des islamischen Propheten war. Dieser hatte dem Mann nämlich gesagt, dass er respektvoll mit seinen Frauen umgehen muss. Aber Religionen verwenden immer das, was ihnen nützt, um Menschen zu manipulieren. So hat jede Religion vieles das natürlich ist benutzt und mit völlig unnatürlichem gemixt, bis es ihnen gepasst hat. Das was in den sogenannten „heiligen Büchern“ geschrieben steht, wird von Generation zu Generation immer anders interpretiert und zum Gesetz gemacht. Es sind heute die Schatten der Religionen, die gelebt werden und die Menschheit so komplett manipuliert. Es gibt so viele Abspaltungen und immer wieder neue Interpretationen, dass der Mensch komplett verwirrt ist.

Aber es ist unserer christlichen Religion zu verdanken, dass so etwas wie Beziehungssucht entstanden ist.  Frauen die heute mehrere Partner haben, ist der Emanzipation zu verdanken, um Machtkämpfe und Machtspiele entstehen zu lassen.  Die Natur hat sich etwas dabei gedacht, wenn sie Frauen zu monogamen Wesen erschaffen hat. Um Gleichgewicht zwischen männlichem und weiblichen Prinzip zu gewährleisten, muss immer ein Part passiv und ein Part aktiv sein.  Frauen sind nun mal dafür gemacht, Nachkommen zu gebären und sie großzuziehen und nicht um in der Gegend herumzuvögeln.  Ich weiß, dass das den meisten Frauen nicht passt und sie sagen :“Warum soll nur der Mann sein Vergnügen haben und die Frau brav hinter Herd und im Haus verbringen?“ Aber dieser Gedanke ist nur da, weil sie ihr Prinzip vergessen hat, sie das männliche Prinzip lebt und überhaupt keinen Bezug mehr zur Natur hat. Das Leben in einem für uns Frauen artfremden Prinzip, hat die komplette Beziehungswelt gekippt. Jeder hat seinen Platz in dieser Welt und auch wenn es uns Frauen nicht passt, dass unsere Männer polygam sind, werden wir daran nichts ändern können. Vielleicht werden irgendwann Männer künstlich hergestellt, bei denen der gesamte Hormonhaushalt und die Zusammenhänge in den Gehirnen so verändert werden, dass Männer nicht mehr polygam sind, aber bis heute sind sie es.

Die Industrie ist außerdem dafür verantwortlich, dass Frauen Sex mit Liebe verbinden und die Romantik als Zuckerguss obendrüber streuen und Männer Frauen zu Objekten machen.  Das ist nämlich keineswegs natürlich, sondern industriell hergestellt.  Die Beziehungsssucht wird so ständig am Leben erhalten und die Machtspiele und Machtkämpfe halten uns in Atem.  Der Mensch ist nun mal so gemacht, dass er unbedingt mit seinem Gegenpart zusammen sein möchte und so hat man heute nun  Beziehungen mit „halben“ Menschen, die vom anderen das erwarten, was sie in ihrer Kindheit vermissten.

Man muss sehr vorsichtig und bewusst sein, um nicht an den anderen andocken zu wollen und somit beziehungsabhängig zu werden.

Die Machtkämpfe und Spielchen in Beziehungen dienen dem Part, der diese vom Stapel bricht dazu, den anderen Part zu erpressen, ihn gefügig zu machen. Wenn nun der andere Part darauf hereinfällt und ebenso Beziehungssüchtig ist, entstehen Dramen. Wenn nun ein Part nicht beziegungssüchtig ist, kann es passieren, dass der Beziehunssüchtige damit nicht klar kommt, wenn seine Spielchen am anderen abprallen und so aus der Beziehung flüchten. Denn sie sind süchtig danach Machtkämpfe und Machtspiele auszutragen. Sie brauchen das regelrecht, so wie ein Fixer seinen Stoff braucht.

Um sich aus der Beziehungssuchtspirale zu befreien, muss man sich zuerst einmal dessen bewusst werden, dass der andere einem nicht das geben kann, was man erwartet und zum anderen, die natürlichen Gegebenheiten akzeptieren und uns nicht mehr von Religionen und Industrie beeinflussen lassen. Hierzu gibt es ein schönes Lied von Ape, Beck und Brinkmann.

(…)“Wir dachten auch vielleicht, wir könnten das nicht gut;
Liebeslieder singen, wo bleibt da unsere Wut.
Und wir überließen dieser Schwachsinnsindustrie,
Gefühle zu beschreiben. Dabei konnten die das nie.

Mit plumper Langeweile, schnell einen Haufen Geld.
Hundert mal „Ich liebe Dich“ und eine heile Welt.
So haben wir uns selbst schon lang daran gewöhnt,
daß aus unseren Liedern so wenig Wärme strömt.“(…)

Fast jeder lebt eine krankhafte Beziehung, aber auch wenn man darauf aufmerksam macht, will keiner davon abkommen und mal zuzusehen, dass man „ganz“ sein ohne den Anderen! Deshalb ist es wirklich eine Sucht, denn das Verhalten ist komplett gleich zu anderen Suchtkranken!  Wenn man von etwas abhängig ist, will man es nicht aufgeben und unsere Umwelt möchte auf keinen Fall, dass wir suchtfrei werden. Von der Beziehungssucht lebt ein ganzer Industriezweig, ganz oben an die Musik und Filmindustrie, die uns mit ihren Filmen und Liedern, in der Sucht halten.

Es wird wirklich Zeit, dass wir mal aufwachen!

 

*Jutta Velten

images60

 

Dieser Eintrag wurde am 3. Februar 2018 veröffentlicht. 8 Kommentare

Grätsche

Nicht nur, dass man unsere Ahninen ermordet und sie  zuvor noch ihres Wissens beraubt hat, nein, man hat dann auch noch Frauen zu Versuchen missbraucht, wie zum Beispiel bei den ersten Kaiserschnitten.

Ärzte bedienten sich einerseits der Weisheit der Frauen und machten daraus eine Wissenschaft und andereseits wurden Frauen und Kinder als Versuchsobjekte missbraucht. Das Wissen, um den menschlichen Körper und das der Heilkunde, war seit jeher Frauensache. Seit dieses Wissen von Männern geraubt wurde, ist die Heilkunst akademisiert worden und seither geht es nicht mehr um die Menschen, sondern um den männlichen Ehrgeiz!

Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass Akademiker und hier auch leider die akademischen Frauen, nicht in der Lage sind, sich in Menschen einzufühlen. Die Theorie steht dem im Weg.

Ein hoher IQ( Intelligenzquotient) bedeutet nur, dass Menschen in der Theorie intelligent sind, also nur Ratio(männliches Prinzip).  Menschen die einen hohen IQ mit einem hohen EQ ( Emotionaler Quotient) vereinen, sind jene die die Fähigkeit der Empathie besitzen und das sind nur die Frauen, die ihr Prinzip leben.

Deshalb kann die Schulmedizin nur Symptome unterdrücken, dem Menschen aber niemals helfen gesund zu werden, da man, um den Menschen zu verstehen und Ursachen zu erkennen, ein Gleichgewicht zwischen IQ und EQ benötigt.

Ärzte und eigentlich fast alle die bei uns studieren, werden zu Akademikern, mit vielleicht einem hohen IQ,(der auch antrainiert werden kann) aber mit einem viel zu niedrigen EQ oder sogar das völlige Fehlens dessen ( und hier sind alle akademisierten Frauen gemeint)

Frauen die nicht ihr Prinzip leben, besitzen kein Gleichgewicht zwischen IQ und EQ, deshalb können sie auch ohne Probleme in dem medizinischen von Männern erschaffenen Bereichen arbeiten. Frauen mit einem ausgeglichenen IQ und EQ können nicht in diesem Bereich arbeiten, ohne sich selbst zu verraten und zu verletzen!

Ich bin so eine Frau, die sich ständig selbst verraten muss, die ständig ein Spagat zwischen dem weiblichen Geburtsrecht,  der weiblichen Weisheit und der Medizin des Mannes hinlegen muss.( da ich noch immer neben meiner selbständigen Berufe, in der Pflege arbeiten muss) Damit nicht genug, gerade habe ich diese unmenschliche, nur vom IQ gesteuerte Medizin am eigenen Leib erfahren.

Ich bin letzten Donnerstag Früh, über meine Katze gestürzt, weil sie sich während ich lief, mir direkt in den Weg gelegt hatte. Ich machte eine Grätsche über sie und habe jetzt vermutlich einen Muskelfaserriss, oder auch Muskelriss. Warum ich das nicht weiß, liegt an der Unfähigkeit der Ärzte vom Klinikum Brunsbüttel.

Ich konnte nach dem Sturz nicht aufstehen und bin dann unter schlimmen Schmerzen zu meinem Schreibtisch gerobbt um mein Telefon zu holen. Ich rief den Krankenwagen und schon da, kam ich in den „Genuss“ von zwei völlig unempathischen Männern, die nicht fähig waren, sich in mich hineinzuversetzen. Sie halfen mir mit „sanfter Gewalt“ hoch und transportierten mich in die Klinik. Hier wurde ich gleich geröntgt, um einen Bruch auszuschließen. Röntgen war aber nicht genug, sie mussten natürlich noch ein CT machen,( damit sich das wirtschaftlich auch wirklich lohnt) um mir dann mitzuteilen, dass ich keinen Bruch hatte. Trotzdem lies man mich bis zum Mittag liegen,  ohne mir etwas zu trinken zu reichen. So war ich ca. 16 Stunden ohne Wasser! Nachdem ich x-mal nachfragte was ich denn hätte, vermutete ein Arzt einen Muskelfaserriss, aber um dies zu bestätigen, hätte er mich untersuchen müssen, was nicht getan wurde. Ich bekam nur Schmerzmittel. Man gab mir kein Eis und auch kein Kompressionsverband, was eigentlich bei einem Muskelfaserriss sofort geschehen müsste. Auch meine Verletzung des Jochbeins wurde ignoriert.( ich war mit dem Gesicht während des Sturzes noch auf die Tischkante aufgeschlagen) Man verlegte mich auf Station, wo ich noch eine Nacht bleiben sollte. Bei der Visite am nächsten Morgen wollten sie mich zum Neurologen schicken, um einen Bandscheibenvorfall auszuschließen. Total lachhaft, denn ich hatte nichts an den Bandscheiben. Auch hier kamen sie nicht auf die Idee mich auf den Verdacht eines Muskelfaserrisses zu untersuchen, oder mir einen Kompressionsverband anzulegen. Achja, Eis bekam ich am Nachmittag zuvor, nachdem ich danach verlangte! Das muss man sich mal vorstellen!

Ich habe mich dann von meiner Nachbarin abholen lassen und liege jetzt in meinem Bett mit höllischen Schmerzen! Hier wurde ein Behandlungsfehler nach dem anderen begangen und dann hatten sie bei der Entlassung noch nicht mal die AU fertig.

Jetzt während ich euch dies schildere, kommt mir gerade der Gedanke, dass ich eine Grätsche machte, so wie ich es jeden Tag in meinem Leben tun muss und diese Grätsche zwischen zwei Prinzipien, bei dem ich in dem einen leben muss, das mir artfremd ist und einem das ich versuche zu leben weil es meiner Art entspricht, es aber fast nicht möglich ist, ist genauso schmerzhaft wie der vermutliche Muskelfaserriss, der die Auswirkung der Grätsche über die Katze war, nur dass es seelische Schmerzen sind, die die Grätsche zwischen beiden Prinzipien verursacht!

Was soll ich jetzt daraus lernen?

Soll ich mich jetzt dem männlichen Prinzip ergeben, um keine Grätsche mehr machen zu müssen? Das kann ich nicht, eher sterbe ich! Ich bin eine Frau und kämpfe bis zum letzten Atemzug dafür, auch wie eine Frau leben zu dürfen!

Vielleicht ist es auch eine Aufforderung vom Leben, jetzt komplett die Schulmedizin zu verlassen und nicht mehr da zu arbeiten? Aber wie soll ich dann leben?

Ich spüre schon lange, dass ich da raus muss, aber wie, wenn man Schulden hat?

*Jutta Velten

 

Das Märchen vom König, der seine Untertanen zu Objekten machte

Es war einmal ein König, der lebte in einem schönen Land. Er hatte viele Untertanen die alles für ihn taten und so versorgte er sie gut. Keiner musste Not leiden. Alles in diesem Land schien perfekt und die Menschen glücklich, aber da gab es einen Schatten, der über diesem Land schwebte und den alle spürten, aber vehement ignorierten.

Auch wenn der König alle versorgte und sie alles hatten was sie sich wünschten, wurden immer mehr Menschen krank und sie schienen immer unglücklicher zu sein, wenn man näher hinschaute. Aber auch hier sorgte der König für seine Untertanen, denn er ließ eine Medizin herstellen, die jene Menschen einnehmen konnten, die immer unglücklicher wurden und deshalb auch krank.  Er scheute keine Kosten und sorgte für seine Untertanen, wie ein Vater.

Der Haken an der Sache war, dass er nur so lange seine Untertanen versorgte und ihnen alle Verantwortung abnahm, solange sie ihm gehorchten. Wenn er heute einen neuen Rock haben wollte, den es auf der ganzen Welt nicht gab, so mussten die Hofschneider einen nähen. Wenn er im Winter frische, sonnengereifte Erdbeeren wollte, mussten seine Köche ihm diese besorgen. Es war ihm gleichgültig, wie sie das taten und auch wieviel es kostete, Hauptsache war, dass man ihm seine Wünsche alle erfüllte.

In seinem Hofstaat lebte eine Magd, die ihn jeden Tag ankleiden musste. Sie arbeitete nun schon in zweiter Generation für den König und ihre Mutter, die schon gestorben war, hatte ihr beigebracht, immer dem König zu gehorchen, ganz egal was er verlangte, dann würde es ihr auch immer gut gehen.

Der König war ein launischer Mann, der ständig neue Wünsche hatte und wenn man diese nicht sofort erledigte, wurde er sehr böse und er ließ dann die bestrafen, die nicht sofort parierten.

Eines Morgens nun, rief der König die Magd zu sich, damit sie ihm beim Ankleiden half. Die Magd fühlte sich nicht gut, denn sie hatte ihre Monatsblutung und war deshalb sehr müde und ihr Unterleib schmerzte. Sie kam ein paar Minuten später als gewöhnlich in die königlichen Gemächer und wurde mit einem Zornesausbruch des Königs empfangen. „Was fällt dir ein mich so lange warten zu lassen?“ schrie er, als sie die Tür öffnete und sich verbeugte. „Es tut mir leid Herr König, aber ich bin krank.“ „Papperlapapp! Kranke gibt es nicht in meinem Land! Schließlich stelle ich euch die beste Medizin zur Verfügung, die es gibt. Wenn wir mit dem Ankleiden fertig sind, wirst du gehen und dir eine Medizin geben lassen!! “ befahl er. “ A…ber Majestät, es ist keine Krankheit, sondern eine natürliche Gegebenheit.“ sprach die Magd zaghaft

„Natürliche Gegebenheit?“ rief er entrüstet „Was ist denn das für ein Schwachsinn? Es gibt hier keine natürlichen Gegebenheiten! Alle funktionieren so, wie ich es befehle!“ schrie er sie an. Der Magd traten Tränen in die Augen und sie wäre am liebsten fortgelaufen, doch sie unterdrückte ihre Tränen und tat ihre Arbeit. Als der König angekleidet war, schickte er sie zum Arzt und befahl ihr die Medizin, die der Arzt ihr geben würde einzunehmen! Am Abend wolle er sie wieder pünktlich ohne ein Zipperlein sehen.

Die Magd lief in ihre Kammer und ließ ihren Tränen freien Lauf. Eine alte Kammerfrau, kam an ihrer Kammer vorbei und hörte wie die Magd weinte. Sie klopfte und ging hinein. Sie kannte die Magd schon von Kindesbeinen an und sie sorgte sich um sie wie eine Mutter. “ Was hast du denn mein Kind?“ fragte sie die weinende Magd und nahm sie in ihre Arme. „Ach, mir geht es gar nicht gut, mein Unterleib schmerzt und ich fühle mich müde und kraftlos, aber der König duldet das nicht!“ „Nein, der König duldet nicht, wenn einer von uns menschlich ist.“ sagte die Alte. „Was meinst du damit?“ fragte die Magd. „Tja, mein liebes Kind“, antwortete sie „der König benutzt die Menschen, wie seine Marionetten. Und wenn eine Marionette nicht das tut, was er befiehlt, oder nicht völlig normal funktioniert, kann er das nicht haben. Er befiehlt dann Medizin zu nehmen, damit alles wieder so läuft, wie er es möchte.“ „Ja, mich hat er auch geschickt Medizin zu holen.“ Die Kammerfrau sah die junge Magd eine Weile schweigend an und fragte dann: „Hast du Mut? Wärst du bereit etwas zu tun, das schon lange getan werden müsste?“ Die Magd wischte sich erstaunt die Tränen aus dem Gesicht und fragte: “ Was soll das sein?“ „Deine Monatsblutung ist völlig normal und es ist dein Recht als Frau, dich auszuruhen, wenn du sie hast. denn der Körper verlangt nach Ruhe! Deshalb wäre es sehr schlecht für dich, wenn du Medizin einnehmen würdest, nur damit du wieder nach des Königs Pfeife tanzt. Es haben schon so viele Frauen in diesem Land tun müssen, auch ich und es wird Zeit, dass wir dem König die Stirn bieten!“ „Warum hat das denn noch niemand getan und warum soll ausgerechnet ich das jetzt tun?“ „Weil du stark bist und es deine Berufung ist, endlich etwas zu verändern, einen Stein ins Rollen zu bringen!“  „Aber der König wird mich bestrafen!“ „Das wird er, aber du könntest vorher weglaufen bevor dich des Königs Häscher erwischen!“ Die Magd fragte:“ Aber wohin soll ich denn gehen, ich kenne doch niemanden!“ „Ich kenne eine Frau in einem anderen Land, die wird dich zu sich nehmen.“ sagte die Kammerfrau „Aber was soll sich denn dann hier für euch ändern, wenn ich weglaufe. Der König wird nach seinem Zorn sich eine andere Magd nehmen und es wird immer so weiter gehen!“ „Nein, denn die Frau zu der ich dich schicke, ist eine gute Freundin von mir, die auch einmal hier gelebt hat. Sie zog in ein anderes Land, weil sie von dort einen Mann kennenlernte und mit ihm leben wollte. Aber wir schreiben uns Briefe und so weiß sie, das der König sich immer noch nicht geändert hat und dass er die Menschen noch immer wie Objekte benutzt.“  Sie strich sich ihre grauen Haare aus dem Gesicht und erzählte weiter: „Diese Freundin nun, hat beschlossen, uns zu befreien, indem sie zu uns kommt und den Menschen, die wie leblose Puppen an den Fäden des Königs hängen, bewusst zu machen, was hier vor sich geht. Sie wollte aber erst kommen, wenn eine Frau endlich bereit wäre auszubrechen.“ „Warum tust du das denn nicht?“ fragte die Magd. „Ach, ich fühle mich zu alt, um zu kämpfen, aber ich werde euch helfen, wenn ihr beide wieder kommt!“ „Was? Ich soll wieder zurückkommen?“  fragte die Magd entsetzt?  Dann bestraft mich der König fürchterlich!“  „Nein, das wird er nicht tun, denn wenn du mit meiner Freundin kommst, werden dir alle Frauen helfen. Ich werde sie darauf vorbereiten.“ „Was ist mit den Männern?“ „Ach die Männer, mein Kind!“, sagte die Alte. „Die Männer brauchen immer jemanden der ihnen etwas befiehlt, das liegt in ihrer Natur. Deshalb werden die Männer nicht die Notwendigkeit erkennen, sich gegen den König aufzulehnen. Die wollen es weiter bequem haben“ „Aber, die Frauen wollen es doch auch bequem haben und die meisten nehmen die Medizin des Königs und funktionieren.  „Ja, das stimmt, aber ich werde versuchen, sie daran zu erinnern, wer sie sind! Wir brauchen keinen König!“ „Glaubst du den Menschen würde es immer noch so gut gehen, wenn der König verschwunden wäre?“ “ Zuerst wahrscheinlich nicht, denn die Verantwortung für sein eigenes Leben zu übernehmen, ist sehr hart, wenn man es nicht gewohnt ist. Aber ich denke, ein Leben indem jeder selbst bestimmt für wen und wann und wieviel er arbeitet, ist ein freies Leben und wird besser sein. Weißt du, die meisten bei uns wissen gar nicht, dass sie Leibeigene des Königs sind, sie glauben wirklich dass das so sein muss.“ „Ja, das stimmt und ich habe darüber auch schon nachgedacht.“ antwortete die Magd. „Deshalb schlage ich dir die Flucht vor, weil ich weiß, dass du das Bewusstsein hast, eine Veränderung ins rollen zu bringen.“ Die Magd dachte eine Weile nach und sagte dann:  „Ja, ich mache es. Aber ich muss mich beeilen, denn heute Abend wird der König mich zum entkleiden rufen!“ „Gut, packe du deine Sachen zusammen. Ich werde ein Pferd für dich auftreiben, mit dem du in das andere Land kommst. Außerdem werde ich dir einen Mann suchen, der dich begleitet und der den Weg kennt, weil er schon mal in dem anderen Land war.“ „Aber ist das nicht zu gefährlich? Was willst du ihm sagen?“ „Ich werde ihm sagen, dass du deine Tante in dem anderen Land besuchen darfst. “ „Also gut, dann geh du, ich packe in der Zwischenzeit meine Sachen,“

Nach einer Stunde, war alles organisiert und ein Begleiter mit zwei Pferden stand bereit. „Sprich nicht davon, was du wirklich vor hast. Ich habe einen Brief an meine Freundin abgeschickt, den ein Freund von mir auf schnellstem Wege zu ihr bringt, damit sie weiß, was geschehen ist und dich erwartet. In zwei Tagen seid ihr dort. „flüsterte sie der Magd ins Ohr

Dann verabschiedeten sie sich und brachen in Richtung Osten auf.

Zwei Tage später und ohne besondere Zwischenfälle, kamen sie in dem anderen Land bei der Freundin an, die die Magd als ihre Nichte empfing. Nachdem sie alleine waren, erzählte sie, dass sie wenige Stunden zuvor den Brief von der Kammerfrau erhalten hatte. Sie nahm die Magd freundlich auf und wollte dann die Geschichte der Magd hören. Diese erzählte, was sich vor zwei Tagen auf dem Schloß ereignet hatte und die Freundin, wurde sehr wütend. “ Diesem Lackaffen, muss dringend das Handwerk gelegt werden und das werden wir beide tun! Bist du dazu bereit?“ „Ja, aber wie sollen wir das tun?“  „Wir werden die Frauen wachrütteln und hoffen, dass sie auch geweckt werden wollen. Denn wenn die Frauen was verändern, dann ziehen die Männer langsam mit.“ Die nächsten Tage verbrachten die beiden damit einen Plan zu entwerfen.

In der Zwischenzeit, in dem Land des Königs, war ein leises Rumoren zu vernehmen. Es schien als würden die Frauen aufmüpfig in seinem Land. Nachdem er feststellen musste, dass seine Magd weggelaufen war, nahm er sich einen Diener, denn die Frauen wurden ihm plötzlich suspekt. „Was geht denn vor in meinem Reich?“ fragte er am nächsten Tag einen seiner tapfersten Ritter. “ Mein König es scheint, als wäre ein Aufruhr im Gange!“ „Das muss unterbunden werden. Ich ordne an, jedem die Medizin zu gebeb und wer sie nicht einnehmen will, der wird sofort gehängt.“  So wurden noch am gleichen Tag, die Kammerfrau und vier weitere Frauen gehängt, weil sie nicht mehr gehorchen wollten. Das brachte andere Frauen zum Nachdenken und obwohl sie brav ihre Medizin einnahmen oder jedenfalls so taten, regte sich auf einmal Widerstand bei ihnen.

Eine Woche später, kamen die Magd und die Freundin der Kammerfrau in die Stadt und erfuhren, was geschehen war. Die Magd und die Freundin waren schockiert, aber es spornte sie noch mehr an, endlich etwas zu tun. Sie verteilten Einladungen für ein Treffen am Abend in einem bekannten Wirtshaus. Hier gab es Dank der Arbeit der Kammerfrau nun einige Unterstützer sogar einige Männer waren dabei. Am Abend hielt die Freundin einen Vortrag über Freiheit und Selbstverantwortung und öffnete den Zuhörern die Augen, indem sie ihnen bewusst machte, dass der König sie alle als Marionetten missbrauchte, dass sie nur Objekte wären, die er herumschob, wie es ihm passte.

Jeden Abend war das Wirtshaus nun voll von Menschen, die hören wollten, was sie eigentlich wussten, es nur wegen der Bequemlichkeit verdrängt hatten.  Der König bekam davon zuerst nichts mit, denn die Menschen hatten sich abgesprochen, dass sie ihm eine Weile noch so dienen wollten, wie er es gewohnt war. Und nun erkannten sie plötzlich bei ihrer täglichen Arbeit, was der König mit ihnen machte und so wurden es immer mehr, die sich dagegen wehrten. Am Ende waren sogar die Soldaten des Königs nicht mehr bereit dem König zu dienen und sie stürzten ihn vom Thron und jagten ihn aus dem Land.

Heute gibt es in diesem Land keinen mehr der den Menschen sagt, wie sie leben sollen. Sie übernehmen die Verantwortung für ihr Leben und begegnen sich gegenseitig respektvoll und friedlich. Jedem wurde bewusst, dass sie keine Objekte waren, die sich herumschubsen ließen, sondern individuelle Subjekte, die Gefühle haben und die Schmerzen fühlen. Wenn nun jemand Schmerzen hat, schaut er warum und wo hier seine Verantwortung liegt und sieht zu, dass er etwas verändert. Frauen müssen während ihrer Monatsblutung nicht mehr arbeiten, da man erkannte, dass Frauen anders leben müssen wie Männer und so leben sie zufrieden und selbst bestimmt noch heute.

©Jutta Velten 2018

koenig-drosselbart

Dieser Eintrag wurde am 21. Januar 2018 veröffentlicht. 2 Kommentare