Liebe Mitmenschen

Jeder Mensch möchte gesund sein und sich wohl fühlen. Aus einer holistischen Sichtweise, gehören hier natürlich alle  Aspekte des Lebens dazu.

Wenn der Mensch danach lebt, was ihn die Natur lehrt, dann lebt er in Harmonie.

Nun ist es aber leider so, dass der Mensch sich so weit von dieser Natur entfremdet hat, dass er nicht mehr artgerecht lebt, was viele negative Auswirkungen hat. So ist nicht nur die physische und psychische Gesundheit betroffen, sondern auch seine Umwelt und die Natur in der er lebt.

Warum tun wir Menschen uns so schwer im Einklang mit der Natur zu leben?

Mit diesem Blog möchte ich dir eine ganzheitliche Sichtweise vermitteln und dich inspirieren. Du wirst vieles finden, das dich berühren wird, das dich ängstigt und das dich sogar wütend machen wird, weil ich mit meinen Texten und Gedichten jede kleine Ecke ausleuchten werde und jeden Schatten zu Bewusstsein bringen möchte.

Da ich alles ganzheitlich betrachte, gibt es in meinem Blog Unterseiten, wo ich über viele Themen die mir wichtig sind schreibe. Natürlich kann ich nicht auf alles eingehen was die Ganzheit ausmacht; ich widme mich den Themen, die mir am wichtigsten erscheinen, wie zum Beispiel das Leben im weiblichen Prinzip.

Ich freue mich über konstruktive Kritik, Anregungen und Kommentare und möchte dich einladen mir zu schreiben.

Ich wünsche mir von Herzen eine Menschheit, die zu einem artgerechten Leben im Gleichgweicht mit der Natur zurückfindet.

Jutta Velten

PS: Dies ist eine ältere Webseite von mir, wo du noch mehr von mir lesen kannst.

Der Regenbogen ist das Band der Liebe zwischen dem männlichen Himmel und der weiblichen Erde.
Immer wenn du einen Regenbogen siehst, siehst du die Liebesenergie zwischen den beiden fließen und es wird für dich sichtbar, wie durch sie alles Leben entsteht.    ©Jutta Velten

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Photography by Huang Guangnan

“Es zeugt nicht von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.” 

*Jiddu Krishnamurti (1895 – 1986)

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Alles was ich schreibe, sind Puzzelteile die ineinander greifen und ich versuche jedem meiner Leser, diese einzelnen Puzzelteile ins Bewusstsein zu bringen und sie vor ihnen zusammenzusetzen, damit jeder die Möglichkeit hat, zu erwachen und etwas zu verändern.

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Song: Circle of women

 

Männer müssen sich ihrem Verstand bedienen, Frauen bedienen sich ihrer Intuition. ©Jutta Velten

Liebe Leser…

Liebe Leute, was ich zur Zeit erlebe, glaubt mir keiner  – oder vielleicht doch?

Ich bin vorgestern, vor zwei Wochen ziemlich übel gemobbt worden und auch heute in meinem Dienst war man sehr unfreundlich zu mir.  Deshalb habe ich jetzt beschlossen jeden Tag oder wöchentlich hier so eine Art Tagebuch über meine die Arbeit und Erfahrungen in der Pflege zu schreiben und dies dann auch irgendwann zu einem Buch zusammenfassen.

Ich kann euch nur sagen, dass es der Horror für Menschen wie mich ist in der Pflege oder auch in dem gesamten System zu arbeiten. Ich bin zu bewusst, zu sensibel und zu empathisch und nicht mehr fähig zu verdrängen. Da ich aber leider Geld verdienen muss, bleibt mir zur Zeit keine andere Möglichkeit, als auszuharren, obwohl ich täglich fast zusammenbrechen unter dem Druck und der Last der Ausgrenzung, der Unfreundlichkeit und der Respektlosigkeit unter den Menschen und das besonders in der Pflege. Wenn ich das noch lange machen muss, gehe ich wirklich ein. Es gibt kaum ein Tag an dem ich nicht nach dem Dienst weine. Es ist zum verzweifeln.

Ich schreibe euch jetzt also meine Erlebnisse hier auf, zum einen, um das was mir und auch Bewohnern und Kranken widerfährt von der Seele zu schreiben und damit ihr erfahrt, was euch und euren Verwandten in so einem Heim erwartet.

Ich habe schon in so vielen Einrichtungen in meinem Leben gearbeitet, dass ich wirklich sagen kann, dass es nirgendwo, so gut ist, dass ich es empfehlen könnte.

Bleibt also am besten gesund, dass euch das irgendwann erspart bleibt!

Heute bin ich schon zu müde und habe zu viel geweint um noch Energie zu haben, meinen ersten Tagebucheintrag zu schreiben, aber wenn ich mal wieder frei habe oder mich der Tag nicht so viel Energie gekostet hat, weil ich mit lieben Menschen gearbeitet habe (denn die gibt es durchaus auch, leider nur zu wenig), es raubt einem nämlich sehr viel Energie, wenn andere einen benutzen, indem sie mir die ganze Arbeit aufhalsen und wenn ich etwas sage, sofort gemobbt werde, oder auch wenn man  mir dermaßen unfreundlich begegnet ,dass mir ständig die Tränen in die Augen steigen usw.

Bis demnächst also….

*Jutta Velten

Dieser Eintrag wurde am 18. August 2017 veröffentlicht. 2 Kommentare

Machtmissbrauch in der Pflege

Ich arbeite ja schon seit ich aus der Schule bin in der Pflege und immer noch bin ich nicht abgestumpft, im Gegensatz zu meinen Kollegen. Die meisten sind abgestumpfte Monster, die in ihrer Arbeit ihre sadistischen, machtbesessenen Triebe ausleben, die aus dem Reptilienhirn des Menschen stammen. Am allerschlimmsten ist es im Bereich der  Pflege von Behinderten. Man geht mit den Menschen um, als wären sie Maschinen oder minderwertige Menschen. Gerade habe ich einen Einsatz in so einem Heim. Da wird den Menschen Essen gereicht (hier sagt man „eingeben“, was ich an sich schon unmöglich finde) in einer Geschwindigkeit, die sich kein „normaler“ Mensch gefallen lassen würde. Außerdem ist es egal ob es zu heiß ist, Hauptsache man hat sie schnell abgefüttert! Danach werden unsere kranken Mitmenschen zur Toilette „getrieben“(begleitet) und hier werden sie auf die Toilette gezerrt, ob sie wollen oder nicht.  Oder sie dürfen sich nicht mitteilen, weil das Personal gerade Pause macht. Da kommt eine geistig behinderte Frau an den Tisch, an dem die Mitarbeiter sitzen und pausieren, sie setzt sich dazu und redet in ihrer Art. Sie soll aber still sein und man ermahnt sie immer wieder und sagt ihr, sie solle ruhig sein, weil die Mitarbeiter ihre Ruhe bei der Pause wollen. Die Mitarbeiter unterhalten sich dann und sie spricht wieder dazwischen und sie wird wieder ermahnt und dann habe ich meinen Mund aufgemacht und meinen Kollegen mal erklärt, dass sie natürlich mit sprechen will, wenn sie sich unterhalten, sie versteht doch gar nicht, warum sie ruhig sein soll! Geistig behinderte Menschen, sind meist durch einen Sauerstoffmangel während der Geburt oder durch Impfungen geistig behindert, das heißt dass sie auf einem geistigen Niveau eines Säuglings oder Kleinkindes sind und Kinder verstehen nicht solche unlogischen Aussagen, dass sie selbst still sein sollen, während andere sich unterhalten!

Mich hat die Frau nicht gestört und ich war wirklich schockiert, von so viel Dummheit des Personals! Man sollte meinen, meine Kollegen wären erwachsen und einigermaßen intelligent. Aber leider ist das nicht der Fall! Aber das Allerschärfste ist, dass das Haus noch die Bewertung „sehr gut“ bekommen hat. Ich frage mich wofür? Ich finde vor einer Bewertung , müssten die Bewerter mitarbeiten und zwar verdeckt, so dass sie die Zustände live miterleben. Eine Restaurantbewertung geschieht auch verdeckt, nur wenn es um Menschen geht, scheint es egal zu sein. Hauptsache der Schein nach außen stimmt.(ich würde gerne so eine verdeckte Beurteilerin sein)

Übrigens scheinen manche Pflegekräfte zu glauben, ihr unmenschliches Verhalten könnten sie relativieren, indem sie die Menschen die sie quälen als „Schatz“,“Süße/r“ usw betiteln. Man muss sich einfach mal bewusst machen, was für ein Irrsinn das ist!

So ist es in unserer Gesellschaft:“Außen hui und innen pfui!“ Da kann es innen „brennen“, aber das Wasser wird an eine andere Stelle geschüttet. Mich macht es wirklich krank, wenn ich so was miterleben muss. Ein hochempathischer Mensch, wie ich es bin, fühlt seelische Schmerzen, bei solch rohen Kollegen. Ich war schon einmal krank, weil ich das nicht aushalte und jetzt fühle ich mich wieder schlecht. Ich weine sehr oft, wenn ich nach Hause komme, weil ich so sehr mit den Menschen mitfühle.

Natürlich werden nicht nur die Kranken mieß behandelt, sondern auch jene Pflegekräfte, die so sensibel sind, wie ich und den Mund aufmachen. Nicht selten wird man dann gemobbt. Ich konnte das schon zu Genüge erfahren. Aber ich bin nicht ruhig, sondern setzte mich für diese Menschen ein, die keine Lobby haben!

So schnell wie möglich, muss ich aus der Pflege raus, sonst gehe ich hier kaputt! Sobald ich den Heilpraktiker für Psychotherapie habe, mache ich mich selbständig. Gerne würde ich auch mal in solchen Heimen Supervisionen anbieten und einmal hören, warum die Pflegekräfte so abgestumpft, so sadistisch sind und ihre Macht missbrauchen. Denn im Grunde, sind es ganz armselige Würmchen, die kein Glück und keine Zufriedenheit in ihrem Leben empfinden und Frauen die so sind, haben sich komplett von ihrem Prinzip verabschiedet. Deshalb ist es auch so weit gekommen, dass Menschen immer unmenschlicher werden. Menschen zu pflegen ist eines der weiblichen Geburtsrechte und durch das Leben im männlichen Prinzip zu einem Beruf geworden, der nichts mehr mit Menschlichkeit zu tun hat! Im männlichen Prinzip ist die Pflege von Menschen nicht vorgesehen, aber Männer haben diesen Beruf an sich gerissen und seither leiden kranke Menschen und das nicht weil sie krank sind, sondern weil man sie unmöglich behandelt!

*Jutta Velten

PS: die kirchlichen Träger solcher Heime, sind meist die Schlimmsten – die reden nur schön, aber das Personal hat nichts mit Nächstenliebe am Hut

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Lughnasad

Es ist Hochsommer die Sonnenblumen blühen. Anfang August wird die erste Ernte eingebracht. Der Samen der im Frühjahr ausgesät wurde, dient dem Menschen nun als Nahrung. So ist der Kreislauf des Lebens. Geboren werden und sterben, Wachstum, Reifung und Tod – das Lebensrad wiederholt sich unaufhörlich. Das Leben auf der Erde dient sich gegenseitig – wir ernähren uns von der Erde und wenn unser Körper stirbt, geben wir ihn an die Erde zurück und nähren so die Erde. Das keltische Fest Lughansad, soll diesen Kreislauf darstellen und gleichzeitig der Erde für ihre Fülle, mit der sie uns versorgt danken.

Ich wünsche dir, einen schönen August!

*Jutta Velten

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Überqualifiziert für Liebesbeziehungen?

Viele Leute fragen mich, warum ich denn keinen Partner habe, bzw wie ich es ertragen kann, dass ich meinen augenblicklichen Weggefährten nur einmal im Jahr sehe?

Da ich nicht mehr beziehungssüchtig und co-abhängig bin, ist es schwer jemanden zu treffen, der das auch nicht ist. Unsere Gesellschaft besteht eigentlich nur aus Menschen die beziehungssüchtig und co-abhängig sind. Auch mein jetziger Weggefährte leidet daran und deshalb kann ich ihn kaum mehr ertragen. Die Konsequenz wäre nun, mich von ihm zu trennen, aber da er eh so weit entfernt lebt, kann ich im Moment damit leben. Natürlich gibt es die Dramen, die er am Telefon und whatsapp spielt, wo ich ihm immer wieder erkläre, dass das bei mir nicht mehr zieht und ich bei dem Spiel nicht mehr mitspiele.  Aber es ist schwer jemandem, der so in seinem Kopfkino gefangen ist, in die Realität zu bringen. Er behauptet er würde mich lieben, aber was er da liebt, ist eine Vorstellung von mir, die ich nicht bin und wenn ich ihn diesbezüglich aufklären möchte,  möchte er davon nichts hören. Die Vorstellung ist so berauschend, dass er sich damit „high“ macht. So ist das übrigens bei allen Beziehungssüchtigen und Co-abhängigen. Deshalb gehen so viele Beziehungen schief, sobald man den anderen Menschen im Alltag erlebt, oder wenn die Energie nachlässt, die Masken aufrecht zu erhalten. Sogar an die Vorstellung vom anderen versuchen sich die meisten so lange es geht zu klammern und schieben die Realität von sich, auch wenn auf der anderen Seite schon längst die Masken gefallen sind. Die Mehrheit hält sich an Illusionen fest, nur um der Wahrheit nicht ins Auge schauen zu müssen. Das kann sogar über Jahre und Jahrzehnte hinweg so gehen.

Es nervt mich ehrlich gesagt, wenn ich ständig etwas erklären muss, was kaum jemand versteht, da alle durch die Beziehungssuchtbrille schauen. Wenn es Singles gibt, dann sind sie immer auf der Suche oder der Freundeskreis versucht sie zu verkuppeln.  Deshalb ist es so ungewohnt, wenn man einfach so glücklich ist, weil man sein Glück nicht an etwas oder einem anderen Menschen festmacht.

Ich kann nur immer wieder betonen, dass mein Leben so viel reicher und schöner ist, seit ich diese schreckliche Beziehungssucht und Co-abhängigkeit abgelegt habe. Nein, der Mensch ist nicht dazu gemacht, alleine zu sein, aber wenn fast die gesamte Menschheit krank ist, heißt das nicht, dass man sich an diese Krankheit anschließen muss, nur damit man nicht mehr alleine ist.  Als bewusster, ganzheitlich denkender Mensch, bleibt einem in dieser Gesellschaft leider nur das Eremitendasein, der freiwillige Rückzug, sonst hält man es nicht aus. Es ist so, als würde man den Nachbarn sehen, wie er sich Finger und Zehen abhackt und man die Erfahrung macht, wenn man ihn darauf aufmerksam macht, er sauer wird, dass man ihn darauf aufmerksam gemacht hat. So ergeht es mir. Ich sehe zu, wie sich Freunde, Familienmitglieder, Kollegen und Nachbarn verstümmeln, aber mir bleibt nichts anders übrig als zu wählen: entweder hinzusehen, oder wegzusehen. Denn wenn ich hinsehe, muss ich etwas sagen und das ist nicht gewünscht, also sehe ich weg bzw nehme Abstand von den Menschen, da das für mich gesünder ist.  Es reicht mir, dass ich bei meiner Arbeit täglich, diesen Wahnsinn mit ansehen muss!

Hier darüber zu schreiben, ist für mich das Ventil, aus dem ich manchmal die Luft raus lassen muss, was ich durch meine Bewusstheit erkenne. Zum Glück gibt es diese Möglichkeit und vielleicht, vielleicht, kann ich so auch anderen den Wahnsinn, den sie leben bewusst machen und zur Selbstheilung anregen?

*Jutta Velten

 

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Windkraftanlagen

Windräder sind was Tolles und ich habe sie schon als Kind geliebt und war fasziniert davon, wie sie sich allein durch die Windkraft drehen. Auch heute liebe ich Windräder und alle Arten von Windspiele, weil ich auch den Wind und seine Energie sehr mag. Aber, dass der Mensch alles übertreiben muss, missfällt mir sehr.  Seit der Entdeckung der Windenergie oder besser gesagt der Windkraftanlagen die man heute baut und die nun überall wie Pilze aus dem Boden schießen, kann Mensch sich nicht mehr zurückhalten und meint auf jedes Fleckchen Erde eine Windkraftanlage stellen zu müssen.

Der Hang zur Übertreibung ist wirklich krank. Gerade hier im Norden werden so viele Windkraftanlagen aufgebaut, dass man vor lauter Windräder kaum noch ungehindert in die Ferne sehen kann.  Ähnlich wie man es mit den Ölplattformen in den Meeren der Erde getan hat, als man Öl entdeckte, macht man es jetzt mit den Windrädern.  Ich denke, es würde auch schon die Hälfte ausreichen, um genügend Strom zu erzeugen, wobei der Wind ja nicht einmal als alleinige Energiequelle dient. Aber  die Gier des Menschen immer mehr und noch mehr haben zu wollen und eben immer mehr und noch mehr daran zu verdienen, ist abscheulich.

Umweltschutzverbände weisen schon seit einiger Zeit auf die Gefahr der Windkraftanlagen für die Tierwelt und auch für die menschliche Gesundheit hin.

Windkraftanlagen geben Schallwellen ab, sie erzeugen permanent Infraschall. In der Natur gibt es natürliche Infraschallwellen wie z.B. bei einer Vulkaneroption, einem Erdbeben, bei Schnee- und Geröll Lawinen, bei Sturm usw.  Die Windkraftanlagen zählen zu den unnatürlichen Infraschallwellenauslösern so wie z.B der Überschall von Flugzeugen. Infraschallwellen liegen unter der Hörschwelle des Menschen und wurden deshalb lange Zeit, nicht als Gefahr erkannt. Erst nachdem moderne Untersuchungen, Forschungen diesbezüglich stattfinden, wurde man sich darüber bewusst, dass Windkraft zwar keine sichtbaren und keine schwerwiegende Schäden, wie Öl und Kernkraft verursachen, es aber trotzdem nicht gut für unsere Gesundheit und die der Tiere ist. Bei der Kernenergie dachte man auch seinerzeit, dass es eine umweltbewusste Energie sei, die nicht schadet. Tschernobyl, Fukoshima und viele andere AKW Unfälle, die wir längst größtenteils verdrängt haben, haben gezeigt, dass die Kernenergie alles andere als saubere Energie ist.

Es wäre deshalb ungeheuer wichtig, dass man es nicht weiter mit den Windkraftanlagen übertreibt.  Natürlich ist das ein neuer Industriezweig und wenn man jetzt die Produktion der Windkraftanlagen einstellen würde, es wieder mehr Arbeitslose geben würde und man würde keinen Gewinn mehr erzielen. Die Wirtschaft boomt schon seit der industriellen Revolution und profitiert immer wieder von Erfindungen, die man nicht auf Langzeitfolgen überprüft, sie einfach ins Blaue hinein produziert und die Spätfolgen dann ignoriert, oder sie verharmlost. Man macht das alles unter dem Vorwand, man müsse ja die Bevölkerung in Arbeit bringen, aber der Mensch hat auch schon vor der industriellen Revolution gelebt und zwar gesünder wie heute. Dieses Ständige, wir brauchen die Industrie, damit wir Arbeitsplätze erhalten, ist eine Lüge zum Wohle der Wirtschaft und der dahinter stehenden Strippenzieher.

Wenn wir uns zum Beispiel einmal von der Natur schädigenden Monokultur verabschieden könnten und man seine Nahrung in Permakultur anbauen würde, dann hätte man für die Leute, die in der Industrie arbeiten eine wundervolle Arbeit direkt in der Natur. Der Mensch ist dafür gedacht in der Natur zu arbeiten. Dann wären wir weniger krank und vor allem zufriedener, denn jeder Mensch spürt die Unnatürlichkeit der Industrie. Natürlich wird dieses Gespür unterdrückt und mit allerhand Suchtmitteln gedeckelt. Es würde augenblicklich eine „Anti-Industrie-Revolution“ geben, wenn die Menschheit auf ihr Inneres hören würde. Es gibt nichts, das aus der Industrie entstand, das gesund für den Menschen wäre.  Natürlich hat man uns von den Vorteilen und der Arbeitserleichterung vorgeschwärmt, aber auf wessen Kosten? Heute haben wir es so leicht wie nie, aber das ist gegen die menschliche Natur und zerstört dabei die Umwelt.  Ja, ich möchte meine Waschmaschine auch nicht missen, oder auch das Auto und den Computer, aber zum einen könnte man diese Dinge umweltgerecht herstellen und zum anderen, würden wir es nicht brauchen, wenn es nie entwickelt worden wäre. Die indigenen Völker leben auch ohne die Industrie glücklicher und gesünder, als wir es tun. Der Glaube, wir könnten eines Tages ohne Arbeit auskommen, indem Roboter alles für uns tun ist eine Illusion und gegen die Natur. Jedes Lebewesen arbeitet um sich ernähren zu können. Wildtiere wandern von einem Platz zum anderen, um sich Nahrung zu beschaffen, was ebenso Arbeit ist, wie wir dafür zum Beispiel eine Dienstleistung tun. Das Wort „Arbeit“ bekam irgendwann einen negativen Charakter und ist uns seitdem ein Dorn im Auge.  So wie alles verzerrt und verrückt ist, in dieser Menschenwelt, hat man uns einerseits erzählt wir müssten arbeiten um uns ernähren zu können (dabei haben wir das schon immer getan und auch gewusst) und andererseits erzählt man uns etwas von noch mehr Arbeitserleichterung, indem man Roboter arbeiten lässt. Man hat unsere Arbeitsmoral untergraben, mit der Absicht, die Leute zu täuschen. Denn wenn alles von Robotern ersetzt werden würde, wer würde dann Steuern zahlen und wie sollte man sich ohne Verdienst in einer Wirtschaftsdiktatur über Wasser halten? Der Mensch wird absichtlich in die Irre getrieben und da alles auf einem Geld-Fundament aufgebaut ist, kommt er nur schlecht da heraus, was auch von „oben“ nicht gewünscht ist. Man treibt uns weiter in die Irre, indem man uns sagt, wir müssen arbeiten bis wir alt sind, wobei das überhaupt nichts Ungewöhnliches wäre, aber da man uns die Arbeit madig macht, indem wir nicht artgerecht arbeiten und man dafür sorgt, dass wir durch schlechte Nahrung krank werden und dadurch nicht leistungsfähig bis ins hohe Alter sein können, glauben die Leute man müsse irgendwann in Rente gehen. Wir sollten lieber daran arbeiten, dass wir bis ins hohe Alter leistungsfähig sind, indem wir gesund leben. Das Volk der Hunza, so wie alle indigenen Völker, arbeiten bis zu ihrem Tod. Hier ist Arbeit auch etwas, das jung hält und nicht negativ behaftet ist, wie bei uns. Aber diese Völker arbeiten auch nicht in der Industrie, sondern in der Natur und deshalb brauchen sie auch keine Rente.  Wenn wir fordern früher in Rente gehen zu dürfen, dann zäumen wir das Pferd von hinten auf. Wir sollten fordern, dass wir in der Natur oder mit der Natur arbeiten können, also artgrerecht und dass wir keine industrielle Nahrung bekommen, sondern Natürliche, die unseren Körper lange gesund und fit hält und außerdem sollten wir nicht verpflichtet werden etwas von unserer Arbeitsleistung abgeben zu müssen. Denn wenn man ein Drittel seiner Arbeitsleistung an den Fiskus abführen muss, macht das nicht gerade froh beim arbeiten.

Wir sollten also aufhören die Industrie und so auch die Wirtschaft durch unseren Konsum zu unterstützen und nicht ebenfalls so maßlos zu sein wie jene, die das System lenken. Wenn wir anfangen anders zu leben uns anders zu ernähren, dann wird es auch nicht mehr solche Maßlosigkeit von Seiten der Industrie, wie zum Beispiel die Windkraftanlagen geben.

*Jutta Velten

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Reizüberflutung

Wir leben in einer Gesellschaft, an der wir an jeder Ecke mit Reizen überschüttet werden. Immerzu suchen die meisten Entertainment, sie wollen unterhalten werden und bemerken dabei nicht, wie es sie selbst zerstört. Schon Kinder dürfen sich nicht langweilen. Immer meinen wir, sie unterhalten zu müssen. Kaum einer kann Ruhe aushalten. Ich habe Menschen getroffen, die niemals auf dem Land leben könnten, weil es ihnen da zu ruhig ist,  wobei das Landleben heute schon ebenso reizüberflutet ist. Man muss schon wirklich weit raus – am besten auf eine Insel oder Halbinsel,  in einen Wald oder hoch ins Gebirge ziehen-um wirklich Ruhe haben zu können. Obwohl auch da, die Massen einmal im Jahr wie Heuschrecken einfallen, um sich von der Hektik und der Reizüberflutung im Allgemeinen zu erholen. Verrückt dabei ist, dass sie aber in der sogenannten Erholung erwarten, dass sie unterhalten werden, dass Reize sie stimulieren. Sie brauchen immer einen Fernseher und/oder ein Radio in ihrer Ferienwohnung oder sogar auf dem Campingplatz. Sie erwarten vom Ferienveranstalter ein Programm, bei dem sie Zerstreuung finden und so müssen sich die Ferienorte überlegen, wie sie ihren kleinen und großen Gästen ein abwechslungsreiches Programm bieten können. Der Urlauber darf nur nicht zur Ruhe kommen und natürlich spielt das Geld  hier auch eine große Rolle, denn die kleinen Ferienorte leben ja von den Feriengästen. Leider!

Viele Menschen brauchen regelrecht diese Reizüberflutung und wenn dann im Urlaub die Reizüberflutung ein klein wenig abweicht von der Reizüberflutung die sie täglich zu Hause erleben, dann glauben sie schon sie würden sich erholen.  Da werden Kurse belegt, da werden Ausflüge gebucht, bei denen sie nicht alleine etwas erkunden, sondern in der Gruppe, man muss immer beschäftigt sein und das am liebsten im Pulk – nur niemals langweilen. Natürlich gönnt man sich auch mal ein paar Stunden am Strand(vielleicht sogar alleine), aber auch hier will man sich beschallen lassen (viele bringen ihr Radio mit) und vieles mehr. Man sieht sehr selten Leute, die sich absondern, die alleine auf Entdeckungsreise gehen, die weit laufen, um einfach mal mit sich und der Natur allein sein zu können.

Es gibt Menschen, die ertragen das Leben in der Stadt besser als in der Natur, ja sie fühlen sich sogar von den Naturgeräuschen belästigt. So degeneriert sind viele schon, dass sie das Natürliche was eigentlich die Norm sein sollte, als störend und unnormal empfinden. Die Natur ist ihnen lästig und deshalb muss man die Natur mit Geräuschen aus der  „Dose“ übertönen, denn nur dann fühlt man sich wohl.

Ich bin nun auf eine Halbinsel gezogen, nicht nur deshalb weil ich das Meer so liebe, sondern auch soweit raus, weil ich der Reizüberflutung entfliehen will. Als hochsensibler Mensch hat man das Bedürfnis nach Ruhe, nach so wenig Reizüberflutung wie irgend möglich. Die Naturgeräusche wiegen mich in einen tiefen Schlaf – ich habe schon lange nicht mehr so ruhig und tief geschlafen, wie ich es hier tue. Aber ich lebe in einem Ferienort und ich wundere mich täglich über die Feriengäste, die mit aller Gewalt Beschäftigung und Stimuli jeglicher Art suchen, die sich nicht mal ruhig an den Strand setzen können, um einfach nur eine Stunde oder mehr aufs Meer zu blicken.  Wenn man alleine unterwegs ist und sich still hinsetzt, um die Natur zu fühlen, wird man von den Passanten komisch angeguckt.  Aber vielleicht können die Leute, sich einfach nicht vorstellen, dass es auch ohne Unterhaltung geht. Als ich mich bei der Gemeinde angemeldet habe, habe ich ein Schreiben abgegeben, dass ich nicht wünsche, dass man meine Adressdaten weitergibt, auch nicht an die Rundfunkgebührenanstalt. Ich habe erklärt, dass ich keinen Fernseher und auch kein Radio nutze, geschweige denn besitze,  weil ich mit der Reizüberflutung nicht zurecht komme. Man hat mich angeschaut, als käme ich von einem anderen Stern. Ich erklärte, dass ich nicht umsonst so weit abgelegen wohnen möchte und dass durch die Medien meine Kreativität zerstört würde, denn schließlich schreibe ich und benötige dafür  meine Ruhe. Meine ganze Entwicklung hin zum Schreiben und meine Kreativität im allgemeinen (wenn ich Zeit hätte, würde ich malen, zeichnen, basteln usw) und die „Rückkehr“ zur Natur, habe ich meinem konsequenten Verzicht auf den Mainstream zu verdanken.  Ich arbeite sogar daran, mich irgendwann richtig in die Abgeschiedenheit zu begeben und mich selbst zu versorgen. Diese Halbinsel ist der erste Schritt in eine autarke Zukunft.  Ein Einheimischer hat mir vor einigen Tagen gesagt, dass es im Herbst und Winter hier sehr still, einsam und nichts los sein wird und ich habe ihm erwidert, dass ich genau das möchte und dass mir im Augenblick sogar noch zu viel los ist.

„Hier ist ja gar nichts los!“ hört man immer wieder Kinder und besonders Jugendliche quengeln. Ich finde das wirklich schlimm. Es wäre wirklich gut, wenn Erwachsene den Kindern vorleben würden, dass Langeweile keinen umbringt und dass es gut tut, einmal ohne TV und Radio zu sein (natürlich auch ohne Computer, wenn er als Unterhaltungsobjekt genutzt wird) Aber, wenn Mütter ihre Kinder schon vor dem Ferseher füttern, weil es ihnen zu langweilig ist, ihre Kinder anzuschauen, oder einfach nur mal in die Luft zu gucken,  was will man dann von zukünftigen Generationen erwarten? Diese ganzen hyperaktiven oder im Gegensatz dazu, das andere Extrem, phlegmatischen Kindern, sind alles Ergebnisse einer reizüberströmten Gesellschaft. Kein Wunder also, dass in unsere Welt keine Ruhe eintritt. Kleine Kinder wehren sich oft gegen diese Reizüberflutung, aber da man ihnen regelrecht den Mund stopft (Schnuller), wenn sie sich beschweren, resignieren sie irgendwann und stumpfen ab. Das Phänomen der Empathielosigkeit in dieser Gesellschaft haben wir der Reizüberflutung und mit der dadurch unweigerlich einhergehenden Abgestumpftheit zu tun.  Übrigens gab es noch nie in der Geschichte unserer Gesellschaft so viele Kinder mit einem Schnuller, wie es heute der Fall ist. Das Bild der schnullernden Kinder, ist schon so „normal“ geworden, dass es keiner hinterfragt. So ist es mit allem, was uns schadet. Wir hinterfragen es nicht mehr, weil es ja alle machen.  Aber welche verheerende Auswirkung diese „Schnullerkinder“ für die zukünftige Gesellschaft haben, kann sich keiner vorstellen. Man findet es ja sogar noch süß und was kann da schon passieren, wenn etwas süß ist?  Ich hatte darüber schon einmal einen Artikel geschrieben und da alles immer miteinander zusammenhängt, schreibe ich es hier noch einmal: Dem Kind einen Schnuller zu geben, ist der Beginn von einer nächsten “ Suchtgeneration“ und so kommen wir nie aus dem „Suchtsumpf“ heraus! Der Schnuller ist Ersatz für die Liebe, die kaum mehr eine Mutter ihrem Kind geben kann, weil kaum mehr ein Mensch weiß, was Liebe ist.   Mütter die ihre Kinder lieben würden, würden sie nicht der Reizüberflutung aussetzen und sie würden auf das Kind hören, wenn es ihm zu viel wird und es aus der Reizüberflutung entfernen, anstatt ihm den Mund zu stopfen.

*Jutta Velten

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