Frauen damals und heute

Nun möchte ich euch einmal die Frau vor 50.000 Jahren vorstellen.

Sie lebte in einer Gemeinschaft  (der Mann vom vorherigen Artikel “ Männer früher und heute“ zog in dieser Zeit eher alleine durch die Welt) von Frauen, Kindern und Alten.

Diese Frau wurde nun von unserem Mann aus der vorherigen Geschichte entdeckt und erobert. Er zeigte ihr wie stark er ist, indem er ihr bei der manchmal schweren Hausarbeit  zur Hand ging, er umschmeichelte sie mit schönen Worten und brachte ihr  Geschenke..

Die Frau war ganz hingerissen von ihm, wie er ihr half, wie poetisch er war und wie aufmerksam. Sie verliebte sich in ihn und erzählte das begeistert ihren Freundinnen, ihrer Mutter und ihren Tanten und Großmüttern. Besonders die reifen Frauen aus dem Clan der jungen Frau, sagten ihr, dass das nur am Anfang so wäre, bis der Mann hat was er will. Danach hat er nicht mehr das Bedürfnis seine Stärke vor ihr zu beweisen, er hat vergessen wie man dichtet und er macht sich auch nicht mehr die Mühe ihr kleine Geschenke mitzubringen.

Aber davon will die junge Frau nichts wissen. Sie will ihn, sie schwebt auf rosa Wolken, wenn sie mit ihm zusammen ist und sie ist sich völlig sicher, dass dieser Mann anders ist als die anderen.

Also öffnet sie sich ihm und nimmt ihn in sich auf. Schon beim ersten Kuss schüttet sie jede Menge an Oxytocin aus. Sie will ihn festhalten und nie wieder loslassen, sie möchte so nah wie möglich bei ihm sein. Sie malt sich ihre Zukunft mit dem Geliebten in den schönsten Farben aus und sie ist sich sicher, dass dies der richtige Vater für ihre Kinder sein wird. Er wird sie auf Händen tragen, da ist sie ganz sicher.

Nachdem sie ihn nun in sich aufgenommen hat und sie sich noch im Rausch der sexuellen Energie von ihm befindet, sie Bäume rausreißen könnte, möchte sie mit ihm reden. Ihn an ihren Wünschen und Gedanken teilhaben lassen, sie möchte ihm ihre Seele  ausschütten.

Aber er will einfach nur seine Ruhe haben und schlafen. Sie ist enttäuscht, ihr kommen die Tränen und versteht nicht was los ist. Aus dem Unterbewusstsein ertönen nun die Stimmen der Frauen aus ihrem Clan, die ihr die Realität bewusst machen wollten. Sie verdrängt diese Stimmen aber schnell wieder in ihr Unterbewusstsein und beruhigt sich selbst mit allerhand Rechtfertigungen was ihn betrifft.  Sie tröstet sich damit, dass es das nächste Mal bestimmt besser wird. Dieser Mann kommt in gewissen Abständen immer wieder zu ihr und immer dann ist er besonders aufmerksam, er hilft ihr wo er kann und erzählt ihr spannende Geschichten. Wenn sie sich ihm dann wieder öffnet, beginnt das gleiche Spiel wie zuvor. Sobald er sich sexuelle Befriedigung verschafft hat, will er seine Ruhe. Nach ein paar Monaten wirkt die Ausschüttung von Östrogen und Progesteron im Körper der Frau und sie erwartet ein Kind. Sie erzählt ihm das voll Freude. Sie möchte, dass er ihr hilft ein „Nest“ zu bauen und er ist am Anfang auch voll Freude und hilft beim „Nestbau“. Sie möchte ihn öfter sehen und je fortgeschrittener die Schwangerschaft, desto mehr Verlangen nach ihm hat sie. Jetzt ist es bei ihr nicht mehr so sehr die sexuelle Anziehung, sondern sie sehnt sich nach Berührung, nach gehalten werden und nach Unterstützung.

Er sieht ihren Bauch immer größer werden und fühlt zwar noch immer Freude, aber er schaut sich nun schon nach anderen Frauen um, denen er seinen Samen geben kann.

So ist die Natur, daran ist nichts Ungewöhnliches und die junge Frau aus der Geschichte erkennt nun, dass die anderen Frauen recht hatten mit dem was sie ihr prophezeiten. Sie akzeptiert es, weil es die Naturgesetze sind.  Sobald das Kind da ist,  weiß er das Kind in der Obhut der Mutter und der anderen Frauen im Clan gut aufgehoben. Er vertraut ihr seinen Nachwuchs an und wenn es ein Junge ist, wird er ihm immer wenn er da ist zeigen, wie ein Junge in seiner Gesellschaft lebt.

Frauen heute sind ähnlich blauäugig verliebt, daran hat sich nichts geändert, aber sie sind es heute meist, die erobern, die sich für den Mann zurecht machen, so wie sie denkt was dem Mann gefallen könnte und was ihr die Medien erzählen. Sie machen sich sexy zurecht, um dem Mann die Lust am Sex noch schmackhafter zu machen, wie sie eh schon ist. Der Mann meint dann, wenn sie so aufreizend vor seiner Nase herumtanzt, dass sie sich gleich öffnet, aber weit gefehlt. Die meisten Frauen zieren sich dann und ziehen sich zurück und möchten, dass er jetzt den Part der Eroberung übernimmt.  Und da der Mann sein uraltes Programm immer noch abspielt, lullt er sie ein, verspricht ihr die Sterne vom Himmel zu holen, damit sie sich ihm jetzt endlich öffnet. Wenn er sie dann so weit hat, spielt sich das gleiche Spiel wie vor 50.000 Jahren ab. Sie möchte ihn dann ständig um sich haben, sie wünscht sich heute ihn zu heiraten, weil das ja so romantisch ist, sie will ihn besitzen. Er macht das Spiel halt mit, weil er das so gelernt hat, weil man ihm erklärt hat, dass das den Moralvorstellungen der Gesellschaft entspricht.

Eckhart Tolle hat es einmal auf den Punkt gebracht als er sagte “ Erst nach der Eheschließung, geht den Leuten ein Licht auf. Erst dann wenn der Ehevertrag unterschrieben ist, wechseln der/die Partner/in plötzlich ihr Gesicht und der wahre Mensch hinter den Masken kommt  zum Vorschein.“

So ist das leider. Und da Frauen in unserer Gesellschaft fast vollständig die Inhalte des männlichen Prinzips leben, beginnen sehr schnell die Probleme. Außerdem schüttet sie nicht mehr genug Oxytocin aus , um sich adäquat um ihre Kinder zu kümmern. Deshalb fällt es Müttern in diesem männlichen System so leicht ihre Kinder gleich nach der Geburt abzugeben, sei es in die fremden Hände der Hebamme des Arztes, oder sie geben die Zustimmung das Kind ins Kinderzimmer legen zu lassen, oder es in ein separates Bett legen zu lassen, oder es zu Hause in ein eigens Bettchen in einem eignen Zimmer zu legen usw. Der Mangel an Oxytocin lässt Mütter Dinge tun, die sie niemals in der Natur tun würden.

Versucht doch einmal einer Bärin, einer Wölfin, einer Elefantenkuh nahe zu kommen, wenn sie Junge hat, versucht mal so ein junges zu streicheln. Ich garantiere euch, dass ihr schneller das Zeitliche segnet wie ihr gucken könnt.

Mütter schütten während der Geburt sehr viel Oxytocin aus, damit die Bindung gewährleistet ist und der Geburtsschmerz für Mutter und Kind erträglich wird. Oxytocin ist ein Bindungshormon, das die Natur nicht umsonst uns Frauen mitgegeben hat. Kaum eine Frau heute, würde bis auf den Tod, um ihr Kind kämpfen. Frauen lassen ihre Kinder alleine in Kliniken, im Kinderhort. Sie geben sie ohne Bedenken in fremde Hände, sie lassen ihre Neugeborenen von allen Seiten betatschen usw. Hier fehlt eindeutig Oxytocin. Das Bindungshormon ist eines der wichtigsten Hormone für die Frau, denn dieses Hormon gewährleistet, dass alle Inhalte ihres Prinzips voll funktionieren. Es ist wichtig für den gesellschaftlichen und sozialen Zusammenhalt, es verbindet, öffnet, nährt und löst in uns die Fähigkeit aus mitfühlen zu können. Normalerweise sorgen Mütter dafür, dass ihr Nachwuchs in der für sie bestmöglichen Umgebung aufwächst. Den meisten Müttern von heute, ist es ziemlich egal in welcher Umgebung und Umwelt ihre Kinder aufwachsen, das was diesen Frauen wichtig ist, ist das Geld.  Keine Bärenmutter würde ihre Kinder dem Verkehrslärm und der Verschmutzung, dem Geräuschpegel in einer Stadt usw. aussetzen.

Es ist also kein Wunder, dass Mitgefühl kaum noch vorhanden ist, dass wir unsere Kinder alleine lassen, dass die soziale Struktur der Gesellschaft auseinanderbricht..

Außerdem sind die meisten Frauen von heute sehr damit beschäftigt die Männer sexuell zu befriedigen und in ständigem Konkurrenzkampf zueinander zu stehen. Das Märchen von Schneewittchen, macht dieses Phänomen sehr deutlich. „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?“ Wir Frauen sind damit einverstanden, dass man uns in einem männlichen System zu Objekten degradiert, wir machen uns ja sogar selbst zu Objekten.

Der Sex spielt in dieser vom männlichen Prinzip überlagerten Gesellschaft eine riesen Rolle. Dabei ist Sex heute nur noch ein rein mechanischer Akt bei dem Energien ausgetauscht werden und gegenseitige Macht demonstriert wird und hat nichts aber auch gar nichts mit Liebe zu tun. Sex war einmal im Bewusstsein der Frau ein heiliger Akt, was aber durch die Verhütungsmethoden und die Emanzipation komplett verschwunden wurde. Da Frauen heute verhüten können, sind sie mittlerweile ebenso scharf auf Sex  wie Männer und sie können immer und überall Sex haben. Das hat zur Folge, dass Sex auch schon zur Sucht geworden ist. Die sexuelle Vereinigung zwischen Mann und Frau, ist also eigentlich ein heiliger Prozess, bei dem ein Kind entsteht, das Wunder des Lebens schlechthin. Eigentlich sind Frauen auch tiefe spirituelle Wesen, die das Bewusstsein besitzen, dass ihre Gebärmutter ein heiliger Ort ist. Die meisten Frauen von heute, zerstören diesen Tempel, diese heilige Stätte und glauben noch, es sei richtig was sie da tun, weil sie nicht hinterfragen und sich nicht mehr spüren. Männer wie auch Frauen benutzen  Sex heute, um wie schon erwähnt Macht zu demonstrieren, Aggressionen abzubauen und schnelle Befriedigung zu verschaffen.

Warum glaubt ihr hat es die Natur so eingerichtet, dass Frauen nur an bestimmten Tagen im Monat eine feuchtere Vagina haben, dass die Scheidenflüssigkeit dann durchlässig ist für die Spermien? Mit der Verhütung hat das männliche System eine Welt erschaffen, in der Frauen jetzt so funktionieren können wie Männer und Männer glauben das auch wirklich. Wir wundern uns dann, dass Männer Frauen vergewaltigen, weil sie nicht verstehen, warum Frau heute gerade nicht kann oder will, weil sie heute eine Migräne vortäuscht, sie sich doch aber ständig sexy kleidet und die Medien ihnen Frauen zeigen die immer und überall bereit sind ihre Beine für einen Mann zu spreizen

Und dann beschweren wir Frauen uns, wie Männer mit uns umgehen! Wir präsentieren uns doch regelrecht vor ihnen.

Für Frauen ist es wichtig , dass sie verstanden werden, dass sie berührt werden, dass sie gehalten werden, der Sex ist eher etwas besonderes für sie. Sie braucht nicht unbedingt einen Orgasmus, sie ist auch nur zufrieden, wenn der Mann den sie vermeintlich liebt bei ihr ist, so nah wie möglich. Leider glauben die meisten Frauen heute, sie würden diesen Mann mit dem sie geschlafen haben lieben und er  sie. Das erwartet sie von ihm. Die Realität sieht aber so aus, dass Frauen heute Liebe mit Besitz verwechseln.

Das kann man daran erkennen, dass sie wahnsinnig eifersüchtig sind, wenn sie herausfinden, dass ihr Auserwählter mit einer anderen Frau Sex hatte oder auch nur, wenn er einer anderen nachschaut. Das ist keine Liebe, das ist die Vorstellung davon, dass der Mann ihr gehört, dass sie einen Anspruch auf ihn hat.

Aber wie im vorherigen Artikel über den Mann schon beschrieben, unterscheidet der Mann zwischen Sex und Liebe, er kann mit vielen Frauen Sex haben, sie aber nicht lieben oder  er kann alle Frauen mit denen er Sex hat lieben. Die Definition von Liebe ist zwischen Mann und Frau unterschiedlich. Männer sind so von der Natur geschaffen, dass sie sich einfach entladen müssen und da ist ihnen erst mal ganz egal in welche Frau er sich entlädt. Er sieht Brüste und einen Po, das macht ihm Lust und dann hat er nur noch den Wunsch sich zu befriedigen.

Das sollten wir Frauen dringend akzeptieren und respektieren. Oder wollen wir wirklich, dass unsere Partner uns belügen?

Außerdem sollten wir unser Verhältnis zur Sexualität und zu unserem Körper überdenken. Wollen wir denn wirklich Sexobjekte für die Männer sein?

Können wir denn nicht wieder unser Prinzip leben und die sexuelle Vereinigung als heilig betrachten?

Da Frauen sich öffnen und den Mann in sich aufnehmen ist es nicht sehr gesund, viele Sexpartner zu haben. Wir zerstören so mit jedem neuen Mann immer mehr unseren heiligen Tempel. Wir müssen den Männern nicht beweisen, dass wir auch jeden Tag mit einem anderen Mann Sex haben könnten! Männer geben ab, sie lassen niemanden in sich hinein, deshalb fühlen sie auch nicht das gleiche wie wir Frauen beim Sex und deshalb sollten wir Frauen uns immer gut überlegen, für wen wir uns öffnen. Denn jeder Mann den wir in uns lassen, hinterlässt ein Teil seiner „Seele“ in uns zurück.

Ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen, dass es sehr viel schmerzhafte, innerer Arbeit bedarf, sich von all den „Männerseelen“, die sich in mich ergossen haben zu trennen und zwar nicht physisch sondern psychisch. Ich hatte in meinem Leben sehr viele sexuelle Beziehungen und weiß erst heute, dass es mir nicht gut getan hat. Der Grund ist, das ich zum einen nicht „Nein“ sagen konnte, da ich als Kind sexuell missbraucht wurde und zum anderen, dass ich eben durch den Missbrauch so konditioniert war, dass ich glaubte Liebe sei Sex, da ich immer nur Zuwendung in Verbindung mit Sex bekam. Meine Mutter hatte keine Zeit für mich, weil sie gearbeitet hat um ihrem Geliebten das Studium zu finanzieren und meinen Vater kannte ich nicht. So wurde ich in die Obhut meines Großvaters gegeben, der mich dann missbrauchte. Viele Frauen vermissten die Liebe in der Kindheit und meinen dann Männer könnten ihnen dieses Defizit auffüllen. Da Männer aber, wie schon erwähnt ein ganz anderes Verständnis von Liebe haben geht diese Rechnung nie auf!

Frauen sind dafür gemacht, sich um die soziale Struktur einer Gemeinschaft,  sich um die Kinder und die Alten zu kümmern. Sie bilden das Fundament und je stabiler und gesünder dieses Fundament ist, desto stabiler und gesünder die Gemeinschaft! Frauen wurden von der Natur mit Brüsten ausgestattet, um ihre Kinder zu versorgen, sie hat all das Wissen  mitbekommen, was sie für das Wohl ihrer Kinder und für die Mitmenschen in einer Gemeinschaft braucht.

*Jutta Velten

Happy Mother's Day!

Dieser Beitrag wurde am 14. November 2016 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar

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