Religion und Glaube

Mich beschäftigt eine Frage immer wieder und zwar, warum gibt es Religionen und welchen Zweck hat es an etwas zu glauben, wo niemand sicher sein kann, dass es nicht nur eine Fiktion ist?
 
Ob andere Lebewesen wie Tiere und Pflanzen eine Religion haben und ob sie an etwas glauben, können wir nicht wissen, aber ich habe noch kein Tier einen Tempel bauen sehen. 😉
 
Meine Vermutung ist ja, dass die Religionen und der Glaube an etwas Übernatürliches/einer höheren Macht, allein eine Erfindung des Egos ist.
 
Ja natürlich gibt es Dinge, die man sich nicht erklären kann, aber braucht es dazu wirklich eine Religion.
Religion stammt aus dem Lateinischen Wort religio ab, was als Rücksicht, Besorgnis, Bedenken, Scheu übersetzt wird.
Wir haben daraus die „Rückbindung“ gemacht, also man soll sich zu etwas zurückverbinden, was offensichtlich verloren war/ist.
Wenn ich mir das betrachte, dann sind die großen Religionen aber überhaupt keine Rückbindung, weil sie an einem Zeitpunkt anknüpfen, an dem der Mensch schon sehr alt war. Man hat also immer einen fiktiven Zeitpunkt erwählt (und das von Religion zu Religion unterschiedlich), so wie es einem gerade in den Kram passte.
Religion hat also erst mal nichts mit dem Glauben zu tun.
Man könnte höchstens Religion als Rückverbindung zur eigenen Seele definieren und da das so vielen Menschen nicht gelingt, brauchen sie vielleicht den Glauben, um an etwas zu glauben, was schon längst in ihnen ist.
 
Siddhartha Gautama sagte zu seinen Lebzeiten, dass er kein Religionsführer sei und er wolle auch nicht angebetet werden. Er war einfach nur ein Mensch, der jener Frage nachgegangen war, warum denn der Mensch immerzu leiden muss?
Denn eines Tages sah er arme Menschen in der Stadt in der er lebte und da er zuvor nie solche Menschen gesehen hatte, weil er in einem reichen Haus aufgewachsen war und seine Eltern ihn von der Welt außerhalb abgeschirmt hatten, wollte er mehr über die Armut erfahren. Er hinterfragte also, wo andere es einfach als gegeben hinnahmen.
Er hatte durch sein Hinterfragen und durch das Beobachten von Mensch und Natur und durch die Rückverbindung zu seiner Seele sehr viele Erkenntnisse gewonnen, da alle Weisheit der Welt in den Seelen zu finden sind und bekam dadurch ein erweitertes Bewusstsein. An ihm war nichts Heiliges. Erst nach seinem Tod wurden seine Erkenntnisse für die meisten Menschen heilig, weil er die Realität beschrieb und wie man in ihr lebt und wie man es besser machen könnte, er sagte die Wahrheit. Und man erschuf eine Religion nach seinen Lehren, weil man dachte es sei etwas Besonderes. Die Weisheit des Buddha, wie man ihn dann nannte, ist eine uralte Weisheit und es gab vor ihm auch schon Menschen die ebensolche Erkenntnisse hatten und die so weise waren, ganz einfach deshalb, weil sie mit ihrer Seele in Kontakt standen.
 
Es gibt auch die Leute die sagen, sie sind nicht religiös, aber sie glauben an eine erfundene Figur, weil es so vieles gibt das man nicht erklären kann und das muss eine höhere Macht getan haben.
 
In der Menschheitsgeschichte, mussten sich die Menschen immer irgendwie die Naturphänomene erklären und dazu erfanden sie Götter/Göttinnen, die dann später auf einen Gott bei den meisten Glaubensrichtungen reduziert wurde.
 
Das meiste was die Menschen früher als Phänomen betrachtet haben, kann man heute wissenschaftlich erklären.
Was ist, wenn die vielen bis heute unerklärten Phänomene, in der Zukunft auch ganz einfach zu erklären sind?
Ob es dann immer noch Menschen gibt die an etwas glauben, statt sich die Realität reinzuziehen?
 
Natürlich kann jeder an etwas glauben, wenn es ihn beruhigt, aber ist es nicht gerade der Glaube, der die Menschen aus der Realität wegbewegt?
Ich beobachte, dass die meisten Gläubigen sich selbst verlieren, weil sie durch einen Glauben im Außen ihre Rückverbindung zu ihrer Seele vergessen und genau das ist eine Egostrategie. Und hier ist es ganz egal an was sie glauben, ob an einen Gott, an Götter/Göttinnen, an irgendwelche Geistwesen usw.
Es gibt ja auch sehr viele Menschen, die behaupten Gott oder Wesen aus der geistigen Welt würden mit ihnen sprechen, dazu kann ich nur sagen, dass es bei den meisten das Ego ist, was da zu ihnen spricht.
Manche erzählen auch einfach das, was sie von ihrer Seele hören, aber das gibt es kaum, denn die meisten können ihr Ego nicht von ihrer Seele unterscheiden.
 
Was mich aber wirklich fasziniert und gleichzeitig auch erschreckt, ist die Tatsache, dass fast alle Menschen auf dieser Erde, an etwas glauben müssen/wollen.
Sei es in den Großstädten dieser Erde, bis in den letzten Winkel in einem Kloster hoch oben im Himalaja, überall wird etwas angebetet.
Das zeigt mir ganz deutlich, dass das Egos, das kollektive wie das eigene, eine solche Macht besitzen, dass sich die meisten Menschen von ihrer Seele abgetrennt haben und so immer in irgendwelchen Illusionen leben. Der Glaube scheint lebenswichtig zu sein.
Es gibt wirklich Menschen auf dieser Erde, die anstatt sich von der Erde zu bedienen, für Nahrung beten gehen und dabei verhungern.
 
Seit ich mich zu meiner Seele rückverbunden habe, brauche ich das alles nicht mehr. Ich glaube an nichts, ich höre auf die Weisheit in mir und lasse sie sprechen. Vieles habe ich noch nie gehört oder mich damit befasst, aber es ist plötzlich da, ich schreibe es auf und einige Zeit später lese ich darüber und es überwältigt mich immer wieder, welche Weisheit aus mir kommt.
 
Das Ego von seiner Seele zu unterscheiden ist nicht leicht, weil es sich oft als Seele „verkleidet“. Aber wenn man sich intensiv damit beschäftigt und mit sonst nichts, dann findet man zu ihr. Dazu muss man vor allem lernen vollkommen ehrlich zu sein. Das Ego wird dich ständig dazu anstiften, dich selbst und andere zu belügen.
Mit jeder Lüge verschüttest du selbst deine Seele. Und hier sind wir dann wieder bei der Sucht, die ebenfalls aus dem Ego kommt und wenn du süchtig bist, dich ständig selbst belügen musst, sonst könntest du nicht leben. So schließt sich dann der Teufelskreis (Teufel ist übrigens ein anderes Wort für Ego) und du findest nie zu deiner Seele.
 
Wie oben schon beschrieben, hat Siddhartha Gautama genau das getan. Er hat sein Ego erkannt und zu seiner Seele zurückgefunden.
Jesus soll das ja auch getan haben, aber Jesus ist zum einen eine Metapher für die Sonne und ein billiger Abklatsch des Buddha.
Buddha und Jesus haben vieles gemeinsam und da Siddhartha aber ca. 560 Jahre vor dem fiktiven Jesus geboren wurde, haben die Christen ihn halt gerade kopiert und die Realität wie die Wintersonnenwende zum Geburtsdatum des Jesus gemacht und so eine Figur aus Indien mit dem Naturereignis Sonne vermischt.
Die Christen haben so und so ziemlich viel miteinander vermischt und verzerrt.
So funktioniert bis heute die Manipulation der Menschen.
Man vermischt Wahres mit Unwahrem verzerrt es dann noch ein wenig und so weiß hinterer kaum mehr einer was eigentlich die Wahrheit ist. Man stellt das Wahre in Zweifel und sieht das Unwahre als wahr.
*Jutta Velten
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