Sheela-na-gi

Befreiung von sexueller Schuld – Sheela-na-gig

– hast du dich je mies gefühlt, nachdem du sexuelle Phantasien hattest?

– Gibt es irgendeinen erotischen Teil an deinem Körper den du nicht schön findest?

– hast du je einen Orgasmus vorgetäuscht?

– hast du ein Problem damit in deinem Elternhaus Sex zu haben?

Wenn du nun auf eine oder mehrere Fragen mit „ja“antwortest dann fühlst du dich sexuell schuldig.

Ursachen für diese Schuldgefühle sind tief in jeder Psyche vergraben und bedürfen manchmal fachmännischer Hilfe, um aufgespürt und ausgeräumt zu werden.

Ich möchte hier ein Bild davon zeichnen, wie es war, bevor man uns die Bürde der Sündhaftigkeit von etwas aufhalste, was ein völlig natürlicher Instikt ist. Und es gibt auch einige Möglichkeiten wie man die Bürde los wird.

Der nackte Körper, in all seinen Manifestationen wurde einst als kraftvoll und schön angesehen, besonders die Genitalien. Beweise für Ehrfurcht vor weiblichen Genitalien können wir heute noch finden, sie tauchen an den überraschendsten Orten auf. In alten Kirchen ganz Englands und Irlands gibt es Sheela-na-gigs, alte Steinbildwerke mit Darstellung einer hockenden Frau, die mit kühnem Selbstvertrauen nach unter greift und ihre Vulva öffnet.

In Irland erinnert man sich an die Sheela-na-gig als die Alte Mutter – Schöpferin, die alle Rassen gebar. Besonders begrüßenswert sind die Sheela-na-gigs im christlichen Kontext wegen ihrer Offenheit, die zur üblichen Gleichsetzung der weiblichen Sexualität mit Versuchung und Sünde im Gegensatz steht.

Eine Frau die sexuell „ungehemmt“ ist wird laut Lexikon als lasziv, locker und lüstern definiert. Aber warum bloß? Ein Mann der sexuell ungehemmt ist, ist einfach ein Mann.

Viele Frauen werden zu der Ansicht erzogen, ihre Körperfunktionen seien im besten Fall ein Ärgernis, im schlimmsten Fall ein Fluch und müssten unbedingt vor aller Augen verborgen werden. Die einzige Macht, die wir anerkennen dürfen, ist die Macht der Anziehung, also die Macht Männer anzulocken, und die meisten von uns glauben, sie komme aus Fläschchen, Sprays und Modehäusern. Wie können wir nun Ärgernis und Fluch in Macht uns Stärke verwandeln?

Wieder zu lernen durch den Körper zu denken, das zu verbinden, was grausam in Unordnung geraten ist: unsere kaum genutzten großen geistigen Fähigkeiten, unseren hochentwickelten Tastsinn, unsere geniale Begabung zu genauer Beobachtung, unsere komplizierten, leidensfähige und für viele Freuden angelegte Körperlichkeiten….

Tanzen ist ein gutes Mittel um wieder in den Körper zu finden und mit ihm in Kontakt zu treten, aber auch Yoga und Tai Chi und vorallem dürfen wir uns nicht von der patriarchalen Gesellschaft und Religion einreden lassen, dass Sexualität und oder gar der Körper der Frau etwas Sündiges sei. Befreit euch von alten Glaubensmustern und lernt euren Körper neu kennen. Erforscht ihn, untersucht ihn. Daran ist nichts Schlechtes. Wir Frauen sind ein Phänomen der Natur, denn in uns kann neues Leben entstehen. Ehrt euren Körper so wie er ist. Es hat immer einen Grund warum er so aussieht wie er aussieht. Lasst euch nicht von der Modewelt, Hollywood und den vermeintlichen sexy Frauen in den Medien euren Selbstwert stehlen und schon gar nicht von Männern die eh‘ keine Ahnung haben was es heißt Frau zu sein. (Ausschnitte aus dem Buch „Power&Sex“)

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