Liebe Leser…

Liebe Leute, was ich zur Zeit erlebe, glaubt mir keiner  – oder vielleicht doch?

Ich bin vorgestern, vor zwei Wochen ziemlich übel gemobbt worden und auch heute in meinem Dienst war man sehr unfreundlich zu mir.  Deshalb habe ich jetzt beschlossen jeden Tag oder wöchentlich hier so eine Art Tagebuch über meine die Arbeit und Erfahrungen in der Pflege zu schreiben und dies dann auch irgendwann zu einem Buch zusammenfassen.

Ich kann euch nur sagen, dass es der Horror für Menschen wie mich ist in der Pflege oder auch in dem gesamten System zu arbeiten. Ich bin zu bewusst, zu sensibel und zu empathisch und nicht mehr fähig zu verdrängen. Da ich aber leider Geld verdienen muss, bleibt mir zur Zeit keine andere Möglichkeit, als auszuharren, obwohl ich täglich fast zusammenbrechen unter dem Druck und der Last der Ausgrenzung, der Unfreundlichkeit und der Respektlosigkeit unter den Menschen und das besonders in der Pflege. Wenn ich das noch lange machen muss, gehe ich wirklich ein. Es gibt kaum ein Tag an dem ich nicht nach dem Dienst weine. Es ist zum verzweifeln.

Ich schreibe euch jetzt also meine Erlebnisse hier auf, zum einen, um das was mir und auch Bewohnern und Kranken widerfährt von der Seele zu schreiben und damit ihr erfahrt, was euch und euren Verwandten in so einem Heim erwartet.

Ich habe schon in so vielen Einrichtungen in meinem Leben gearbeitet, dass ich wirklich sagen kann, dass es nirgendwo, so gut ist, dass ich es empfehlen könnte.

Bleibt also am besten gesund, dass euch das irgendwann erspart bleibt!

Heute bin ich schon zu müde und habe zu viel geweint um noch Energie zu haben, meinen ersten Tagebucheintrag zu schreiben, aber wenn ich mal wieder frei habe oder mich der Tag nicht so viel Energie gekostet hat, weil ich mit lieben Menschen gearbeitet habe (denn die gibt es durchaus auch, leider nur zu wenig), es raubt einem nämlich sehr viel Energie, wenn andere einen benutzen, indem sie mir die ganze Arbeit aufhalsen und wenn ich etwas sage, sofort gemobbt werde, oder auch wenn man  mir dermaßen unfreundlich begegnet ,dass mir ständig die Tränen in die Augen steigen usw.

Bis demnächst also….

*Jutta Velten

Dieser Beitrag wurde am 18. August 2017 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare

2 Kommentare zu “Liebe Leser…

  1. Hallo liebe Jutta,
    ich hoffe, das es Dir heute besser geht. Das die Welt um Dich herum wieder netter ist. Und hoffentlich hast Du weiterhin die Kraft in dem Pflegeheim zu arbeiten, denn die Menschen die dort wohnen brauchen Dich. Du gibst ihnen Liebe, die sie sonst nicht mehr bekommen….

    Heute hatte ich endlich Zeit, hier auf Deiner neuen Seite zu schauen. Ach wie schön, ich fühle mich sehr wohl hier.
    Seit unserem letzten Telefonat, kurz vor Deinem Umzug hatte ich leider noch keine Zeit hier zu stöbern.
    Bist Du gut angekommen? Und fühlst Du Dich wohl in Deiner neuen Umgebung?
    Ich möchte Dir gern ein kleines Geschenk machen. Ich stelle ja selbst Räuchermischungen her. Unter anderem auch persönliche Räuchermischungen. Wenn Du Lust hast , mache ich eine ganz speziell für Dich. Was ich dafür brauche kannst Du auf meiner Seite nachlesen. (www.lebensberatung-unicata.de) Vielleicht hilft sie Dir ja in Deiner momentanen Situation. Ich würde mich sehr freuen.
    Melde Dich doch wieder mal. Leider habe ich Deine Telefonnummer noch nicht. Ich freue mich, wieder von Dir zu hören.

    Ganz liebe Grüße annett aus Hessen

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