Die Naturelemente

Heute war ich bis an die Spitze des Trischendamms gelaufen der 2km ins Meer hineinragt. Erst als ich alleine an der Spitze war, hatte ich ein Gefühl der „Verschmelzung“ mit den Elementen Wind und Wasser. Ich kann es nicht erklären, aber sobald andere Menschen dazu kamen war der Zauber vorbei. Ich fühle mich durch andere Menschen gestört. Ich denke es sind die schlechten Energien, die sie mitbringen.

Wenn ich so wie heute draußen auf dem Meer bin, denke ich an die Geschichten von Meerjungfrauen (besonders wenn ich den Meerschaum sehen) und Selkies/Selchies, die wegen eines Mannes ihr Element verlassen und erst später erkennen, welch großen Fehler sie begangen haben und das nur wegen einer Illusion. Es sind egoistische Eigenschaften, dass man immer das möchte, das man nicht hat. Zum Glück werden sich einige, besonders naturverbunde Frauen, also die artgerecht leben, eines Tages ihrer Fehler bewusst, die sie aufgrund einer solchen Illusion machten.

Frauen geben nur dann ihr Element auf und verbiegen sich bis zur Unkenntlichkeit, weil sie eine Illusion im Kopf haben. Die kleine Meerjungfrau verliebt sich in einen Prinzen und sie verkauft ihre schöne Stimme der Meerhexe, die auch noch ihre Füße verhext, damit sie bei jedem Schritt Schmerzen hat, nur damit sie bei dem Mann sein kann, von dem sie nur eine Vorstellung hat. Sie ist also in die Vorstellung verliebt. Aber oje, er erwidert ihre Gefühle nicht und nimmt sich eine andere Frau und da sie es nicht über sich bringt den Geliebten zu töten und sich selbst zu retten, stürzt sie sich , als die Sonne aufgeht, in die Fluten und wird zu Meerschaum.

Diese Geschichte von Hans Christian Andersen zeigt wunderbar auf, wie Frauen sich für eine Illusion verbiegen und sie alles zurücklassen, nur um diesem Film im Kopf nachzugeben. Wenn sie dann plötzlich erwachen, verlieren sie ihr Gesicht, sind unsagbar enttäuscht von ihrer eigenen Dummheit und weil sie  nicht auf ihre Intuition die Seelenstimme gehört haben und stürzen sich in die Fluten. Noch nicht einmal die Stimme ihrer  Seele, nehmen sie wahr. Die Schwestern in diesem Drama, spiegeln die Intuition, also die Stimme der Seele wieder. Sie verkaufen ihre schönen Harre an die Hexe, um die kleine Meerjungfrau zu retten.  Hier wird deutlich, dass man, um sich selbst zu retten einiges aufgeben und sogar opfern muss   Die Meerhexe ist das Ego, die das Mädchen zu etwas verleitet und die genau weiß, dass sie daran sterben wird. Sie warnt sie zwar noch davor, aber eher halbherzig, denn sie hat natürlich nur ihren Gewinn, die schöne Stimme der Meerjungfrau, im Kopf.  Dieses Märchen mag grausam sein, aber es kommt der Realität ziemlich nahe, wenn man die Botschaft dahinter versteht.  Ich weiß nicht wieviele Frauen sich für einen Mann umbringen? Es muss kein Selbstmord  sein, aber sie richten sich über Jahre hinweg zugrunde und lernen nichts daraus.

Bei der Selkie oder Selchie Frau,  war es so, dass sie an Land schwamm und ihr Fell ablegte, um sich in der warmen Sonne zu räkeln. Aber sie wurde von einem Menschenmann beobachtet, der sich in die schöne Selkie Frau verliebte. Er bat sie seine Frau zu werden. Sie wusste aber, dass sie dann ihr Seehundfell vergraben musste und es erst nach sieben Jahren wieder ausgraben dürfte. Sie war also dem Mann,  der sie heiraten wollte, mindestens sieben Jahre auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Aber er warb so herzzerreißend um sie und so heiratete sie ihn. Sie aber fühlte sich schnell gar nicht wohl ohne ihr Element und es ging ihr immer schlechter. Der Mann, der nun seine „Beute“ hatte, wurde ihrer überdrüssig und behandelte sie nur dann gut, wenn er etwas von ihr wollte. So musste sie nun sieben Jahre warten, bis sie von ihm fortgehen konnte.  Als endlich die sieben Jahre um waren, ging sie in der Morgendämmerung los, um ihr Seehundfell auszugraben. Sie fand die Stelle mühelos, grub das Fell aus, streifte es sich über und begab sich ins Wasser. Ach, wie war das wunderbar! Jetzt war sie wieder zu Hause, in ihrem Element. Der Mann erwachte am Morgen und fand seine Frau nicht neben sich. Sofort zog er los, um sie zu suchen. Er suchte den ganzen Tag und die nächsten Tage und Wochen nach ihr. Er begriff, dass er sie vermisste und war wütend auf sich selbst, weil er sie nicht gut behandelt hatte.  Irgendwann begriff er, dass sie wohl ins Meer zurückgegangen war und gab die Suche auf und nahm sich eine andere Frau. Um seine Familie zu ernähren zog er raus aufs Meer und jagte, manchmal auch Seehunde. Eines Tages entdeckte er einen Seehund und erschoß ihn. Dieser Seehund aber, war seine schöne erste Frau. Der Mann hatte über die Jahre vergessen, dass sie eine Selkie war.

Auch in dieser Geschichte, die von den Orkney Inseln Schottlands stammt, hat eine Frau ihr Leben für einen Mann gelassen. Sie war ebenso, wie die Meerjungfrau einer Illusion gefolgt, einer Illusion die sie zerstörte. Nach den sieben Jahren war sie so glücklich, wieder ins Meer zurück zu können und nie dachte sie, dass er sie eines Tages aus Mangel an Bewusstsein und Achtsamkeit (was ja keine Inhalte seines Prinzips sind) erschießen würde. Natürlich könnte man jetzt sagen, wenn sie bei ihrem Mann geblieben wäre, würde sie noch leben, aber dann wäre sie unglücklich und ihr würde immer etwas fehlen. Mit dieser Geschichte soll ausgedrückt werden, dass Frauen ihr Element brauchen, um glücklich zu sein. Sie müssen artgerecht leben und vor allem dürfen sie sich nicht ihren Illusionen hingeben. Sie dürfen sich niemals für einen Mann aufgeben, ihre Haut abstreifen und sich für ihn verbiegen! Fast jede Frau aber, tut das leider, weil sie sich Illusionen hingibt, die sich als Seifenblasen entpuppen und irgendwann platzen. Aber dann hat sich die Frau schon soweit verloren, dass sie sich nur selten wiederfindet.  Frauen die sich in der Entwicklungsphase der Prämenopause und am Anfang der Menopause befinden, werden sich manchmal dessen bewusst, dass sie ihr Element verlassen haben und suchen verzweifelt ihr Fell. Aber die meisten Frauen haben die Stelle vergessen, an der sie es vergraben hatten und so suchen sie bis an ihr Lebensende danach ohne es zu finden und sterben irgendwann einen traurigen Tod.  Viele Frauen werden sogar krank, weil sie ihr Fell nicht finden können. Männer verstehen gar nicht, was Frauen durchmachen und reagieren meist abwertend auf das seltsame Verhalten ihrer Frauen. Aber sogar Frauen, die ihr Prinzip vergessen haben, reagieren abwertend auf Frauen die sich vage daran erinnern.

Alle Frauen, die ihr weibliches Prinzip vergessen haben, also nicht artgerecht leben, suchen eines Tages nach diesem Fell, aber sie wissen nicht wirklich nach was sie suchen. Ihre Intuition spricht zu ihnen, da sie aber ein fremdes Prinzip leben, hören sie nur die Stimme des Egos und lassen sich auf ihrer Suche von so vielen Dingen ablenken, dass sie den Zweck der Suche vergessen, wenn sie ihn überhaupt einmal wussten.

Ich habe mein Fell gefunden und bin ins Meer gesprungen und habe bemerkt, dass ich mich nur dann lebendig fühle, wenn ich die Naturkräfte und ihre Elemente spüren kann.  Fast jeder Frau, fehlt heute meist die Verbindung mit diesen Elementen. Durch eine nicht artgerechte Lebensweise, also linear statt zyklisch, durch die fehlende Verbindung zur Natur usw, also durch ein Leben gegen ihre Art, verlieren sie ihr Fell und sind nackt und schutzlos.  Sie haben kein Vertrauen mehr in die Natur und ihre Zyklen und so auch nicht in sich selbst und ihren Zyklus.

*Jutta Velten

 

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