„Panzerung“

Der Begriff „Panzerung“ (psychische und physische) stammt von Wilhelm Reich, ein Schüler Freuds, er war Arzt, Psychiater, Psychoanalytiker, Sexualforscher und Soziologe. Er war der Meinung, dass die Ursache jeder psychischen Erkrankung eine Störung sexueller Erlebnisfähigkeit ist. In seinem Werk „Massenpsychologie des Faschismus“ setzte er sich mit dem Nationalsozialismus auseinander und beschrieb die „Verirrung“ der Masse durch die autoritäre Triebunterdrückung und die Rolle die eine autoritäre Erziehung von Gesellschaft und Kirche dabei spielt. Er war nicht der Ansicht, dass Faschismus eine Ideologie Einzelner war oder würde politischen oder ethnischen Gruppen entspringen. Natürlich wurde er dafür von den Nazis verfolgt und seine Schriften wurden verbrannt. Er emigrierte erst nach Skandinavien und später in die USA.

Ich bin mit 20 Jahren über Reich gestolpert und mich haben seine Ansichten schon damals fasziniert. Bis heute gehe ich mit vielen seiner Ansichten konform. Ich bin ebenso wie Reich der Ansicht, dass die Unterdrückung des männlichen Sexualtriebs sehr viele gesellschaftliche Probleme nach sich zieht. Wobei ich hier zwischen der männlichen und der weiblichen Sexualität/Sexualtrieb unterscheide. Seit ich weiß und es nicht mehr verdränge, dass der Menschenmann ebenso polygam ist, wie die Männchen der meisten Säugetiere und dass sich durch unsere sog. Moralvorstellungen, die von Institutionen wie der christlichen Kirche vertreten wurden und werden, die Triebunterdrückung entstand und der Mann seine Sexualität ( die rein körperlich ist) nicht ausleben kann, wundert mich nicht mehr, wie es in der Welt zugeht. Schon an den Gebäuden unserer patriarchalen Welt sehen wir den Drang des Mannes nach Sex (sehr viele Bauwerke gleichen einem Phallus), auch das Streben nach Macht und den Kampf um Macht bis in den Tod, ist ein Zeichen sexuell unbefriedigter Männer. (Alle größenwahnsinnigen Männer sind meist total verklemmt)

Männer und Frauen sind hormonell völlig unterschiedlich gesteuert, (obwohl in unseren Körpern die gleichen Hormone fließen, nur jeweils in unterschiedlicher Konzentration) sind die angeborenen Triebe auch völlig unterschiedlich. Wenn man das weibliche – mit dem männlichen Prinzip vergleicht, kann man feststellen, dass eine Frau niemals so funktionieren kann und es auch nicht tun sollte, wie ein Mann. Die natürliche Ordnung ist durch das artfremde Leben der Frau im männlichen Prinzip völlig aus dem Ruder gelaufen. Da das weibliche Prinzip abgeschafft wurde (Mittelalter) und Frauen meinten die Emanzipation wäre für sie bestimmt und würde etwas mit ihrer Weiblichkeit zu tun haben und ihnen helfen im Außen die Weiblichkeit wahrzunehmen, hat sich ein weibliches Ego entwickelt, und die Frauen wollten seither alles den Männer gleichtun, so auch das sexuelle Verhalten. Dabei haben Frauen vergessen und das wiederum, weil sie nichts über ihr Prinzip wissen, dass sie im Unterschied zum Mann empfangen, sich öffnen müssen, den Mann in sich lassen müssen und dass bei ihnen ein Hormon das sich Oxytocin nennt ausgeschüttet wird und sie deshalb eine innige Bindung an den Mann fühlen. Männer schütten kaum bis gar kein Oxytocin aus, weil das von der Evolution auch nicht so vorgesehen ist. Oxytocin ist das „Bindungshormon“ und kommt natürlich nur bei Frauen vor,  sonst wären sie nicht in der Lage für ihre Kinder zu sorgen. Ich hatte schon an anderer Stelle geschrieben, dass sich dieses Hormon bei den Frauen heute immer mehr zurückbildet und die Ursache liegt hier ganz offensichtlich darin, dass sie ein artfremdes Prinzip leben!!! Das nun entwickelte männliche Ego in der Frau, lies und lässt sie wie der Mann nach Macht streben, sie steht im Konkurrenzkampf zu anderen Frauen, aber auch zu Männern etc.  Hieraus entwickelte sich dann auch die Eifersucht. Heute glauben Frauen, es wäre normal und angebracht eifersüchtig zu sein, wenn der Partner sich einer anderen Frau zuwendet. Eifersucht ist krank und es steckt schon im Wort, sie ist eine Sucht und kann sogar tödlich enden. Die Eifersucht ist zudem ein sehr erfolgreicher Wirtschaftszweig mit dem weltweit Milliarden verdient wird.   Da gibt es  Songs die über die Eifersucht und den daraus resultierenden Liebeskummer erzählen, mit denen sich jede Eifersüchtige identifizieren kann, es werden Filme gedreht bei denen es immer nur um das Eine geht, nämlich über die sog. Liebe und deren Fallstricke, wie Betrug, Eifersucht etc. Mit der „Liebe“ und alles was daraus resultiert,  wurde und wird ein Wahnsinns Geschäft gemacht. Und natürlich entstand durch die kranke Entwicklung der „Liebe“ zuerst die Romantik (während der Romantik) und dann die Co-Abhängigkeit und die  Beziehungssucht.  Dies sind alles Auswirkungen auf ein nicht natürliches gelebtes Sexualleben und die Vermischung von Sex mit Liebe. Liebe ist bedingungslos und hat erst mal gar nichts mit Sex zu tun.  Und obwohl Sex in aller Munde ist und wir anscheinend aufgeklärt sind (uns jedenfalls dafür halten) sind die meisten völlig verklemmt, weil sie keine Ahnung über Sexualität haben. Die ganzen Vergewaltigungen und Kindesmissbrauch, haben ihre Ursache in einer nicht verstandenen und falsch gelebten Sexualität. Zur Zeit der Romantik, entstand ein völlig verschobenes Bild über Liebe und Sex. Hier vermischte man alles miteinander und wunderte sich, warum man so litt, wenn einem der „Besitz“ abhanden kam. Mit Besitz meine ich in diesem Fall den Partner. Denn hier wurde der Partner plötzlich als Besitz gesehen. Bei Johann Wolfgang von Goethe kann man das Leid, das der Romantik mit seiner falschen Vorstellung von Liebe und Sex entsprang, in seinem Werk „Die Leiden des jungen Werthers“ lesen. Hier leidet der junge Werther an der unerfüllten Liebe zu einer Frau. Wobei diese „Liebe“ nichts anderes war, als der sexuelle Drang sich mit dieser Frau (da sie wahrscheinlich ein gebärfreudiges Becken hatte ) zu vereinen. Hier spielen einzig die Triebe eine Rolle. Werther litt, weil ihm ein anderes Männchen das Revier mitsamt dem Weibchen streitig machte und nicht aus Liebe. Was wir unter Liebe verstehen, ist ganz einfach ein sexueller Trieb bzw bei der Frau die Tatsache ob sie den Mann für potent hält – potent aber nicht nur im sexuellen, sondern auch im wirtschaftlichen Sinn.  Liebe wächst zu einem wildfremden Menschen, sie kann nicht vom ersten Augenblick  vorhanden sein.  Wenn einer nach einem Tag/einer Woche/einem Monat sagt: „Ich liebe dich“ heißt das aus dem weiblichen Mund: „Ich möchte dich besitzen, ich möchte, dass du bei mir bleibst, ich habe eine Bindung zu dir, weil ich mich dir geöffnet habe“. Aus dem männlichen Mund bedeuten die drei „magischen“ Worte: “ Ich bin geil auf dich, ich will meinen Samen abgeben, ich will mit dir Nachkommen zeugen, ich mag dich, du gefällst mir.“ Das ist alles! Erst nachdem man sein Leben miteinander teilt, kann sich Liebe nach und nach entwickeln. Die falsch verstandene Liebe mit einer fragwürdigen Moralvorstellung bewirkt wiederum, dass psychische und physische Panzer entstehen.

Da wir nicht unserer Natur nach leben, bilden wir Panzer aus,  je nachdem, in welcher Familie man aufwächst und wie autoritär die Familien-und Moralstruktur ist, panzert man seine Psyche (Seele) ein und /oder seinen Körper. Meist wirkt sich ein psychischer Panzer auf der körperlichen Ebene aus und umgekehrt.  Panzerungen sind so vielschichtig, dass es eine sehr schwere und langwierige Arbeit ist, sie aufzulösen. Leider kommen durch Lebensumstände und durch gesellschaftliche Formen, in die man gedrängt wird, immer wieder neue Panzerungen hinzu. Um der gesellschaftlichen Panzerung entgegenzusteuern, müssten Frauen sich wieder an ihr Prinzip erinnern und so auch an ihre Weiblichkeit und  auch an ihre Sexualität.  Ihnen müssen die natürlichen Abläufe wieder bewusst werden, damit sie begreifen, dass ein Mann nicht ihr Besitz ist und sie auch nicht mehr das tun wollen, was ein Mann tut, wie z.B. „fremd gehen“. Das Spiel „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, fällt weg, wenn die Frauen wieder verstehen, wie die Natur funktioniert. Heute sind Frauen meist schon im Becken gepanzert, so dass natürliche Geburten kaum mehr möglich sind. Dies hat meist die Ursache eines Missbrauchs, der verdrängt wurde. Wenn Frauen aber wieder ihr Prinzip leben, dann fangen sie an sich zu spüren, ihre Weiblichkeit zu fühlen, weich zu werden und das auch, wenn sie missbraucht oder vergewaltigt wurden.

Die Panzerungen der Männer lösen sich auf, wenn wir mal die kirchliche Moralvorstellung beiseite lassen und aufhören uns selbst zu belügen.  Die Tatsachen sind nun mal, dass Männer polygam sind und sie dies ausleben, ob mit der weiblichen Zustimmung oder ohne, nur mit dem Unterschied, dass sie lügen müssen, wenn Frauen die männliche Natur nicht akzeptieren und sich deshalb wieder einen neuen Panzer anschaffen  Gepanzerte Männer sind meist so sexuell gestört, dass sie sich an Kindern vergreifen bzw Frauen Gewalt antun.  Jetzt höre ich die empörten Stimmen, dass die Muslime die ja ganz offiziell polygam sein dürfen, laut Presse, ständig Frauen vergewaltigen. Hierzu kann ich nur sagen, hier kann man schön sehen, was aus einer Religion entstehen kann. Der Schatten (C.G. Jung) kommt zurück. Bei den Christen und Juden ist das übrigens auch so. Alles was verdrängt wird kommt als Schatten zurück. Zum Schatten hatte ich schon Artikel geschrieben, aber ich werde mich ihnen erneut widmen, wenn die Zeit dazu reif ist.

Die Polygamie die ich beschreibe, hat nichts mit irgendeinem Glauben und einer Religion zu tun, sondern einfach nur mit der Biologie des Menschen. Also bitte vergleicht nicht Äpfel mit Birnen, weil euch die Natur nicht gefällt.

Frauen und Männer sind also aus unterschiedlichen Faktoren gepanzert und das Ziel sollte sein, sich mit der jeweiligen Ursache der Panzerung zu befassen. Außerdem müssen wir dringend, an unserer Vorstellung von Sex und Liebe arbeiten, damit wir nicht der nächsten und übernächsten  Generation, einen solchen Bockmist hinterlassen.  Auch hier könnten wir von Naturvölkern lernen. Diese Menschen haben einen ganz natürlichen Umgang mit der Sexualität, die Liebe ist echt und sie kennen den Unterschied.  Leider sieht es so aus, dass wir noch mehr Unfug mit der Sexualität treiben, man schaue sich nur die ganze Gender Thematik an. Es wird immer unnatürlicher! In hundert Jahren gibt es wahrscheinlich nur noch Kinder aus dem Reagenzglas und die Menschheit vögelt gleichgeschlechtlich.  Der Mainstream bereitet uns und unsere Kinder ja schon darauf vor.

Homosexuelle Menschen sind im Übrigen bis oben hin gepanzert, weil sie erst recht nicht den natürlichen Abläufen folgen und sie sich ständig selbst verarschen!

Ich empfehle euch mit dem Thema „Panzerung“ auseinanderzusetzen und einmal nachzuforschen, wo ihr euren „Panzer“ habt und warum er da ist.

*Jutta Velten

PS: übrigens werden in Filmen die inneren Panzerungen als äußere Panzerungen sichtbar gemacht. Der Mensch wird zum Roboter, weil er jegliche menschliche Züge eingepanzert hat

Didaktiker_mit_Panzerung

 

Dieser Beitrag wurde am 20. Januar 2018 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare

2 Kommentare zu “„Panzerung“

  1. Also Jutta, ich bin die Erweiterung von Sigmund Freud und Wilhelm Reich, ich entpanzere Männer und Frauen über das logisch klärende (umprogrammierende) Wort und trete somit gegen die regelnd verpanzernde Muttersprache (die des Reinheitsgebotes bezüglich dem, was sich gehört und was sich nicht gehört) an, wenn du dich mit meinem Werk des Schöpferwortes auseinandersetzt, so wirst du bemerken, dass dieses alles in dieser Menschenwelt auf den Kopf stellen kann, denn der Geist fängt erst bei der Wort bezogenen Klärung der Sexualität an, eben die zwischen Frau und Mann, wer diese nicht logisch geklärt hat, das ist der, der sich nicht auf einen einzigen Funken des Geistes berufen kann.
    Siehe hier: http://upvs.wordpress.com

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