Über die Spiele in Beziehungen

Die Spielchen die in Beziehungen stattfinden, sind alle das Symptom der Beziehungssucht. Diese Sucht ist soweit verbreitet, dass sie kaum als krankhafte Veränderung wahrgenommen wird. Auch die Beziehungssucht kann tödlich enden!

Schon oft habe ich darüber geschrieben und möchte es heute wieder tun, denn ich erfahre das auch immer wieder am eigenen Leib. Nun ist es aber so, dass ich es seit einigen Jahren aus der Perspektive der nicht mehr Beziehungssüchtigen erlebe und es scheint meinem Gegenüber immer wieder zu stören, warum ich nicht auf seine Spielchen und Machtkämpfe anspringe.

Die Beziehungssucht hat sich da aufgelöst, als ich mir bewusst wurde, dass zum einen eine andere Person und so auch mein Partner nicht mein Besitz ist und sein kann und zum anderen, als mir als Frau klar wurde, dass Männer polygam sind.  Das ist einfach eine natürliche Tatsache und in ihrem Prinzip verankert, so wie Frauen monogam sind und das auch in ihrem Prinzip verankert ist. Wir heutigen, sogenannten modernen Menschen glauben alles über den Verstand regeln zu können, weil das männliche Prinzip überwiegt, aber natürliche Prozesse, lassen sich nicht so einfach in Verstandesformen pressen. ich habe schon oft über die Polarität geschrieben, in der wir leben. In einer Polarität geben immer zwei Gegensätze ein Ganzes und hier spielt jeder Punkt der beiden Prinzipien eine Rolle. So ist das Gegenteil der monogamen Frau eben der polygame Mann, dagegen können wir uns nicht wehren. Es ist einfach Fakt und das hat auch nichts mit Religionen zu tun jedenfalls nicht mit Religionen, in der die Polygamie des Mannes erlaubt ist. Wiederum hat es mit der christlichen Religion zu tun, dass man uns über 2000 Jahre hinweg erzählt, dass es Sünde ist, wenn der Mann viele Frauen hat. So entstanden die Lügen in einer Beziehung.

Der Islam hat die natürliche Polygamie des Mannes ausgeschlachtet und dazu verwendet Frauen zu erniedrigen, wobei das nicht die Absicht des islamischen Propheten war. Dieser hatte dem Mann nämlich gesagt, dass er respektvoll mit seinen Frauen umgehen muss. Aber Religionen verwenden immer das, was ihnen nützt, um Menschen zu manipulieren. So hat jede Religion vieles das natürlich ist benutzt und mit völlig unnatürlichem gemixt, bis es ihnen gepasst hat. Das was in den sogenannten „heiligen Büchern“ geschrieben steht, wird von Generation zu Generation immer anders interpretiert und zum Gesetz gemacht. Es sind heute die Schatten der Religionen, die gelebt werden und die Menschheit so komplett manipuliert. Es gibt so viele Abspaltungen und immer wieder neue Interpretationen, dass der Mensch komplett verwirrt ist.

Aber es ist unserer christlichen Religion zu verdanken, dass so etwas wie Beziehungssucht entstanden ist.  Frauen die heute mehrere Partner haben, ist der Emanzipation zu verdanken, um Machtkämpfe und Machtspiele entstehen zu lassen.  Die Natur hat sich etwas dabei gedacht, wenn sie Frauen zu monogamen Wesen erschaffen hat. Um Gleichgewicht zwischen männlichem und weiblichen Prinzip zu gewährleisten, muss immer ein Part passiv und ein Part aktiv sein.  Frauen sind nun mal dafür gemacht, Nachkommen zu gebären und sie großzuziehen und nicht um in der Gegend herumzuvögeln.  Ich weiß, dass das den meisten Frauen nicht passt und sie sagen :“Warum soll nur der Mann sein Vergnügen haben und die Frau brav hinter Herd und im Haus verbringen?“ Aber dieser Gedanke ist nur da, weil sie ihr Prinzip vergessen hat, sie das männliche Prinzip lebt und überhaupt keinen Bezug mehr zur Natur hat. Das Leben in einem für uns Frauen artfremden Prinzip, hat die komplette Beziehungswelt gekippt. Jeder hat seinen Platz in dieser Welt und auch wenn es uns Frauen nicht passt, dass unsere Männer polygam sind, werden wir daran nichts ändern können. Vielleicht werden irgendwann Männer künstlich hergestellt, bei denen der gesamte Hormonhaushalt und die Zusammenhänge in den Gehirnen so verändert werden, dass Männer nicht mehr polygam sind, aber bis heute sind sie es.

Die Industrie ist außerdem dafür verantwortlich, dass Frauen Sex mit Liebe verbinden und die Romantik als Zuckerguss obendrüber streuen und Männer Frauen zu Objekten machen.  Das ist nämlich keineswegs natürlich, sondern industriell hergestellt.  Die Beziehungsssucht wird so ständig am Leben erhalten und die Machtspiele und Machtkämpfe halten uns in Atem.  Der Mensch ist nun mal so gemacht, dass er unbedingt mit seinem Gegenpart zusammen sein möchte und so hat man heute nun  Beziehungen mit „halben“ Menschen, die vom anderen das erwarten, was sie in ihrer Kindheit vermissten.

Man muss sehr vorsichtig und bewusst sein, um nicht an den anderen andocken zu wollen und somit beziehungsabhängig zu werden.

Die Machtkämpfe und Spielchen in Beziehungen dienen dem Part, der diese vom Stapel bricht dazu, den anderen Part zu erpressen, ihn gefügig zu machen. Wenn nun der andere Part darauf hereinfällt und ebenso Beziehungssüchtig ist, entstehen Dramen. Wenn nun ein Part nicht beziegungssüchtig ist, kann es passieren, dass der Beziehunssüchtige damit nicht klar kommt, wenn seine Spielchen am anderen abprallen und so aus der Beziehung flüchten. Denn sie sind süchtig danach Machtkämpfe und Machtspiele auszutragen. Sie brauchen das regelrecht, so wie ein Fixer seinen Stoff braucht.

Um sich aus der Beziehungssuchtspirale zu befreien, muss man sich zuerst einmal dessen bewusst werden, dass der andere einem nicht das geben kann, was man erwartet und zum anderen, die natürlichen Gegebenheiten akzeptieren und uns nicht mehr von Religionen und Industrie beeinflussen lassen. Hierzu gibt es ein schönes Lied von Ape, Beck und Brinkmann.

(…)“Wir dachten auch vielleicht, wir könnten das nicht gut;
Liebeslieder singen, wo bleibt da unsere Wut.
Und wir überließen dieser Schwachsinnsindustrie,
Gefühle zu beschreiben. Dabei konnten die das nie.

Mit plumper Langeweile, schnell einen Haufen Geld.
Hundert mal „Ich liebe Dich“ und eine heile Welt.
So haben wir uns selbst schon lang daran gewöhnt,
daß aus unseren Liedern so wenig Wärme strömt.“(…)

Fast jeder lebt eine krankhafte Beziehung, aber auch wenn man darauf aufmerksam macht, will keiner davon abkommen und mal zuzusehen, dass man „ganz“ sein ohne den Anderen! Deshalb ist es wirklich eine Sucht, denn das Verhalten ist komplett gleich zu anderen Suchtkranken!  Wenn man von etwas abhängig ist, will man es nicht aufgeben und unsere Umwelt möchte auf keinen Fall, dass wir suchtfrei werden. Von der Beziehungssucht lebt ein ganzer Industriezweig, ganz oben an die Musik und Filmindustrie, die uns mit ihren Filmen und Liedern, in der Sucht halten.

Es wird wirklich Zeit, dass wir mal aufwachen!

 

*Jutta Velten

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Dieser Beitrag wurde am 3. Februar 2018 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 8 Kommentare

8 Kommentare zu “Über die Spiele in Beziehungen

  1. Die regelnde Muttersprache ist das Suggestionsmittel, sie suggeriert uns alle Selbstzersetzungssüchte. Dagegen ist das logisch klärende Wort das Werkzeug aus der Quelle, der Mann, der es sich aneignet, der wird zum vergeistigenden Künstler, und somit ist die Frau für ihn die Basisstruktur seiner Veredelungsarbeit, er veredelt sie hinein in die Zeitlosigkeit, als Künstler sein unendlich zu veredelndes Kunstwerk zu verlassen, dazu ist er dann aber auch nicht mehr bereit. Die Mütterlichkeit, sie ist nur eine Verirrung der Menschheit in den Zersetzungsprozessen der Zeit.

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  2. ich hätte da aber eine frage: wenn die frauen ihre monogamität ausleben sollen und die männer ihre polygamität – dann gibt es doch nicht genug frauen, mit denen die männer das machen können, oder?

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    • Hallo, die Anzahl der Frauen und Männer auf der Erde ist ungefähr gleich und nicht jeder Mann kann mehrere Frauen händeln. Ich beschreibe hier eigentlich auch nur, wie es in kleinen Gemeinschaften sein soll, so wie in indigenen Tribes. Denn wir müssen wieder zu kleinen Gemeinschaften zurück, eben so wie es uns indigene Völker vorleben.

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      • Bei den Naturvölkern, in kleinen Tribes gibt es monogame, wie auch polygame Männer. Hier wird nicht nicht darüber nachgedacht oder man hat eine Bezeichnung dafür. Naturvölker leben nach den Naturgesetzen. Manche Männer haben mehrere Frauen und wenn im eigenen Tribe keine mehr sind, dann geht man zum Nachbartribe und wirbt dort um Frauen. Aber oft bedienen sich Männer auch einfach und es gibt deshalb Streit. Das ist natürlich nicht so schön und es ist die andere Seite der Medaille. In vielen Kulturen werden Mädchen auch verheiratet oder einem Mann gegeben. Meiner Meinung nach, wäre es schön, wenn in einer Gemeinschaft Männer wie Frauen wählen können. Frauen ob sie sich mit einem Mann der polygam ist einlassen wollen und Männer, ob sie es überhaupt auf die Reihe bekommen mit zwei oder mehr Frauen zu leben. Hier geht es ja nicht nur um den Sex, sondern auch darum, ob ein Mann seine Kinder ernähren kann. Die polygame Lebensweise beinhaltet auch viel Verantwortung. Wenn ich eine Gemeinschaft gründe, darf jeder so leben, wie er/ sie möchte. Was ich mir wünsche ist ein Leben ohne Eifersuchtsdramen und ohne Beziehungssucht und eine strikte Trennung von Sex und Liebe. Liebe soll bedingungslos sein! Bei den Naturvölkern ist, wie oben schon beschrieben auch nicht alles rosig, besonders in jenen Tribes, die Frauen auch wie Objekte benutzen.

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      • naja, und, rein rechnerisch funktioniert das prinzip der polygamie doch nur, wenn es auch männer gibt, die keine frau haben. das ist ja objektiv logisch. ich hätte meine zweifel, ob das so in der natur der menschen liegt. eben auch, dass ärmere männer dann eben im zweifel keine frau haben können.
        aber vielen dank für die ausführliche antwort.

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