Begrifflichkeiten

Ich denke immer wieder, dass wir oft vieles missverstehen, bzw falsch interpretieren und Interpretierungen übernehmen. Es hinterfragen viel zu wenige, das was man uns beibringt und ebenso machen wir uns nicht die Mühe unsere eigenen Interpretationen zu hinterfragen!

Diese Übernahme von Interpretationen die wir nicht hinterfragen, hat uns solchen Mist wie die Religionen und die Emanzipation beschert. Die Religionen möchte ich heute mal ausklammern (obwohl die natürlich auch ein Teil davon sind), aber zur Emanzipation möchte ich mal wieder etwas schreiben.

Emanzipation stammt von dem lateinischen Wort „emancipatio“ ab und wird als “ die Befreiung des Sohnes aus der väterlichen Gewalt“ oder als “ die Freilassung eines Sklaven“ übersetzt und hat nichts mit der Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zu tun, denn Befreiung bedeutet nicht Gleichberechtigung! Der Feminismus wird mit der Emanzipation in einen Topf geworfen und man hat ihn, wie die Emanzipation auch mit der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gleichgesetzt. Feminismus besteht aus dem lateinischen Wort „Femina“ was ganz einfach Frau bedeutet. Die Endung …ismus stammt aus dem griechischen (ismos) und bedeutet so viel wie “ nach einer bestimmten Art handeln, oder vorgehen“ , man sagt auch Worte die mit …ismus enden, deuten eine bestimmte Geisteshaltung, eine Richtung an. Wenn wir uns jetzt das komplette Wort Feminismus einmal unter den vorher beschriebenen Umständen anschauen, bedeutet es also nichts anderes, als etwas das die Frau betrifft. Und hier müsste jetzt eigentlich jede Frau sofort an ihr Prinzip denken, denn das und nur das betrifft uns Frauen!

Warum hat man denn solche Worte wie Feminismus und Emanzipation als Synonyme für die Gleichberechtigung gewählt, obwohl sie nichts damit zu tun haben? Man hat Frauen über Generationen hinweg, so manipuliert, dass der Feminismus heute das männliche Prinzip vertritt. es gibt zwar manchmal durchaus noch ein paar weibliche Aspekte, dieser Ideologie (der Feminismus ist eine Ideologie), aber im großen und Ganzen geht es hier um die Vertretung einer anderen Art, nämlich die der Männlichen. Da werden dann Begriffe des weiblichen Prinzips als sexistisch betrachtet, und die Feministinnen streben an, alles was der Mann tut auch tun zu wollen.  Die Natur hat sich aber etwas dabei gedacht, wenn sie die weibliche Art zum Gegenteil der männlichen Art machte und auch die Körper unterschiedlich ausstattete. Frauen besitzen Brüste um ein Kind zu nähren und einen wundervollen Hormonapparat, der sie als Frauen auszeichnet. Männer sind stark und muskulös, um ihre Frauen beschützen zu können und solche Aufgaben zu übernehmen, die Frauen eben nicht können und auch nicht können müssen. Mann und Frau ergänzen sich. Es ist wirklich nicht nötig, dass eine Frau Kinder bekommt und dann noch so arbeitet wie ein Mann! In unserer Gesellschaft hört man immer wieder, dass Frauen heute ausgebrannt sind und wundert sich dass Kinder eher Papa zu ihrer Mutter sagen. So wie ein Mann keine Kinder bekommen und sie nicht stillen kann, so muss auch eine Frau keine Häuser bauen, Dächer decken oder was sonst noch. Wir Frauen haben wirklich mehr als genug Aufgaben mitbekommen, die uns vollkommen ausfüllen. Lassen wir also doch diesen Schwachsinn, von wegen Frau von heute muss alles können, sie muss „ihren Mann stehen“. Kein weibliches Tier würde die Aufgabe eines Männchens übernehmen wollen, nur der Mensch ist so dumm! Außerdem hat man uns beigebracht die Inhalte der Prinzipien als Rollen zu verstehen, so als würden wir in einem Theaterstück eine Rolle besetzen. Das weibliche Prinzip ( natürlich auch das männliche Prinzip) ist keine Rolle und wir spielen hier auch keine Rollen, sondern es ist unsere Art, unsere Natur! Frauen sind normalerweise so, wie es ihrer Art entspricht wie zum Beispiel selbstlos, fließend, empfangend, kreativ usw. sie sind das Gegenteil zur Art des Mannes.  Sie bilden ( oder sollten es) den anderen Pol, denn in der Natur ergeben immer zwei gegensätzliche Pole ein Ganzes. Der männliche Pol ist negativ und der weibliche Pol positiv und auch wenn wir den männlichen Pol ablehnen, weil er in unseren Ohren negativ und böse klingt, ist er nichts von alle dem! ( seltsamerweise leben wir in fast allen Gesellschaftsformen nur den männlichen Part, lehnen ihn aber ab, da es der Schatten des männlichen Prinzips ist, der hier zum Vorschein kommt) Männer müssen egoistisch, gebend, starr usw. sein, um den Gegenpol zu bilden. Wenn Pole nicht im Gleichgewicht sind, stürzt alles ins Chaos, was wir ja täglich sehen. Der Feminismus hat übrigens ganz gute Ansätze, aber da die Feministinnen alle das männliche Prinzip leben, können sie die guten Ansätze (die meist einen oder mehrere Inhalte ihres Prinzips beschreiben) nicht umsetzen, weil ihnen immer der männliche Part im Weg steht. Sie sind so manipuliert, dass sie alles verdrehen, was übrigens völlig normal für den Schatten des männlichen Prinzips ist. Deshalb haben Frauen auch die Ausdrücke Emanzipation und Feminismus nicht hinterfragt, weil das Verdrehte für sie normal ist!

Es ist also nötig, dass Frau ihre Art lebt und der Mann seine und dass aber beide Arten gleichberechtigt behandelt werden!

Ich bin keineswegs dafür, dass Männer ihre Frauen misshandeln, unterdrücken und mit ihnen machen können was sie wollen! NEIN! Frauen müssen auf Augenhöhe zum Mann stehen, was aber NICHT bedeutet, dass Frauen die männliche Art übernehmen sollen!

Was bedeutet es denn gleichberechtigt zu sein?

In unserer Gesellschaft scheint eines kaum möglich zu sein und das ist die Gleichberechtigung! Man behandelt Afrikaner, Inder, Menschen aus Naturvölkern,  nicht gleichberechtigt wie Europäer( man versucht es zwar, aber meist scheitert es, außer der Mensch hat sich etwas erarbeitet, er stellt was in unserer Gesellschaft dar, dann sieht man die Hautfarbe nicht), man behandelt anderes Leben im allgemeinen nicht gleichberechtigt und eben Frauen auch nicht. Der Mensch, wie er heute ist, kann andere Arten nicht gleichberechtigt behandeln, weil er sonst keine Macht ausüben kann. Macht kann man nur ausüben, wenn man andere Arten unter sich stellt. Es ist also der Schatten des männlichen Prinzips der hier sein Unwesen treibt! Leider haben die meisten Frauen diesen Schatten des männlichen Prinzips übernommen und leben ihn und so nicht mehr nach ihrer Art und im Übrigen spielen sie jetzt eine Rolle, nämlich die des Mannes!

Viele Frauen sind so in dieses männliche Prinzip verstrickt, dass sie Frauen, die nach ihrer Art leben beschimpfen. „Würde man denn meinen, man möchte nur Kinder gebären, Hausfrau usw sein?“ Ich frage zurück, was ist schlecht daran?

Natürlich haben diese Reaktionen alle ihren  Ursprung darin, dass Frauen eben nicht für das was sie tun gleichberechtigt behandelt werden, sie nicht die Anerkennung erhalten, die einen Mann in ihrer Position bekommen würde! Man behandelt Frauen nur wenn sie schwanger sind und ihre Kinder gerade geboren haben meist mit Respekt, aber nach einigen Tagen und Wochen ist die wahnsinnige Leistung die eine Frau hier vollbringt, völlig vergessen. Frauen sind für Männer ( wer sich als Mann jetzt angesprochen fühlt, ist wahrscheinlich auch so😉) entweder „Heilige“ oder „Hure“! Heilige, wenn sie Mutter werden oder gerade geworden sind (viele Männer fassen ihre Frauen in der späten Schwangerschaft oder als stillende Mutter nicht mehr an), sie sind  „heilig“ wie die Mutter Maria (dieses Verhalten wurde auch durch die christliche Religion geprägt) oder Hure, weil sie den Mann mit ihren Reizen verführt. Dass sich das aber im Männerkopf abspielt und Männer von dicken Brüsten (aber nicht gefüllt mit Milch) und einer mädchenhaften Vagina träumen und Frauen schlicht zu Objekten machen, daran denkt keiner.(wobei sich Frauen heute ja meist selbst zu den Objekten der Männer machen)

Allein wir Frauen haben es in der Hand, eine völlig andere Gesellschaft zu formen, eine Gesellschaft in der Gleichberechtigung auch wirklich Gleichberechtigung ist. Eine Gesellschaft in der Frauen ihre Art ebenso leben können, wie es die Männer tun.

Ich denke, dass dies nur funktionieren würde, wenn wir kleine Gemeinschaften gründen würden. Gleichberechtigung in diesem System, wie wir es haben und in einem solchen Ausmaß, wird nicht möglich sein! Das herrschende männliche Prinzip hat keinen Platz für Gleichberechtigung, es hat nur Platz für Macht, Manipulation und Augenwischerei!

Es gibt in Kenia bei den Samburu Frauen, eine Gemeinschaft nur für Frauen. Der Grund, warum diese Gemeinschaft entstand, ist ein Schrecklicher, denn sie wurden von englischen Soldaten vergewaltigt und daraufhin von ihren Ehemännern ausgestoßen oder misshandelt. Aber diese Frauen setzen ein Zeichen! Sie zeigen den Männern, dass sie Menschen sind und dass man sie ebenso respektvoll behandeln muss, wie es Männer für sich in Anspruch nehmen. Die Söhne dieser Frauen erkennen, anhand dieses Beispiels, dass Frauen ein Recht auf Respekt haben und dass Frauen einfach eine andere Art sind und unterstützen schon ihre Mütter, müssen dadurch aber schlimme Beschimpfungen einstecken.

Ich finde die Konsequenz der Frauen in Kenia beeindruckend! Aber sie machen nicht die Arbeit, die Männer tun, wie zum Beispiel Dächer bauen, die sie gerade für ihre Feriensiedlung, die sie selbst aufbauen brauchen. Hier stellen sie Männer an und bezahlen die dann auch. Ja, sie haben durchaus die Arbeit von Männern übernommen, wie zum Beispiel das Hüten einer Herde, aber die Aufgaben die Männer in dieser Samburu Gesellschaft haben, sind keineswegs die von der Natur gegebenen.  Wobei ich das Schlachten der Tiere zu den Aufgaben der Männer zählen würde, da das Töten nicht Inhalt des weiblichen Prinzips ist.  Es wäre von daher richtig, wenn sie dies, die Männer machen lassen würden, wie auch das Bauen der Dächer. Aber es hat seine tieferen Ursachen (die auch wieder mit den Männern zu tun haben) , warum die Samburu Frauen ihr Fleisch nun selbst schlachten.

So wie die Samburu Frauen sich nun von den Männern unabhängig gemacht haben, taten das auch die europäischen Frauen, nur haben sie dabei ihre eigene Art aus den Augen verloren.  Es ist auf der einen Seite deshalb durchaus verständlich, dass Frauen aus der Gewalt der Männer fliehen wollten, aber man hätte das völlig anders tun müssen. Frauen sind nicht so schwach, wir haben auch unsere Macht, nur müssen wir diese sinnvoll einsetzen und nicht, indem wir zu Männern werden und deren Aufgaben übernehmen.

Ich verfasse gerade einen Brief an die Gleichstellungsbeauftragte meiner Gemeinde, in der ich Ausschnitte aus dem obigen Text und Teile anderer Texte von mir übernehme und bin mal gespannt was da zurückkommt.

 

Ich halte euch auf dem Laufenden.

*Jutta Velten

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