RAF als Vorbild?

Wenn man sich einmal ansieht, wie die Rote – Armee – Fraktion (RAF) Ende der 1960 Jahre entstanden ist, erfährt man, dass diese Menschen, die aus bürgerlichen Familien stammten, haargenau das gleiche anprangerten, was heute geschieht. Skurril ist hierbei die Tatsache, dass Anwälte und auch Aktivisten von damals, die mit der RAF sympathisierten, heute im Bundestag oder Europarat sitzen. Also jene, die gegen die Kapitalisten waren, gehören heute dieser Gruppe an. Andreas Baader, Gudrun Ensslin, Ulrike Meinhof und all die anderen würden sich im Grabe umdrehen, wenn sie das wüssten. Oder wären auch sie heute jene, gegen die sie damals gekämpft haben????

Der Auslößer, der die RAF (auch anarchistische Gewalttäter, Baader-Meinhof Bande genannt) ins Leben rief, war der Besuch des Schah von Persien und die Kriege, die Amerika führte. Die USA überfiel , wie heute auch Länder deren Regierungen nicht das tun wollten, was die USA von ihnen verlangte. So sagte man, man müsse die Menschen dort von deren Regime befreien und hatte so die Einwilligung des UN Sicherheitsrates.

Der UN Sichherheitsrat billigt also jeden Angriffskrieg den die USA nach dem zweiten Weltkrieg bis heute verübt hat. Das Fass, unter den deutschen Studenten, brachte der Besuch des Schahs mit seiner Frau in Deutschland, zum überlaufen; ein Mann der andere Menschen hinrichten lies. Die Studenten empörten sich darüber, dass Deutschland so jemanden eingeladen hatte. Im Zuge der Demonstration gegen den Schah, erschoß die Polizei den Studenten Benno Ohnesorg auf offener Straße und lößte so Massenproteste aus, die durch ihre Gewalttätigkeit geprägt waren.

Die Menschen, die später die RAF bildeten, taten sich zusammen und sie waren davon überzeugt , dass man Gewalt nur mit Gegengewalt beantworten konnte. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Sie bezeichneten die BRD als einen faschistischen Staat und waren davon überzeugt, dass die Nazi Bonzen immer noch das Sagen hatten und man einen Polizeistaat errichte hatte und sie selbst zählte man zu den radikalen Linken.

Ich bin gegen Gewalt und deshalb kann ich die Taten der RAF nicht gut heißen, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich ihre Taten zum Teil durchaus verstehen kann. Seit der RAF – Zeit hat sich nichts geändert. Noch immer sind jene an der Macht, die nur ans Geld denken, auch heute kann man immer noch sagen, dass wir in einem faschistischen System leben und ebenso überfällt die USA auch heute noch trotz UN andere Länder. Die USA ist ein Imperium, das wirklich glaubt, sie könnten die ganze Welt beherrschen und Deutschland/Europa, hängt an diesem Imperium und nickt alles ab. was diese Verbrecher sich dort ausdenken.

Wenn man sich mit der Geschichte, wie sie wirklich war (nicht was in den Geschichtsbüchern der Schulen steht) auseinandersetzt, dann erkennt man, dass die Machtelite der USA jene waren, die den ersten Weltkrieg angezettelt haben und ebenso den zweiten Weltkrieg und sie Deutschland als ihr Instrument missbrauchten. Hitler war von den Amerikanern ausgesucht und installiert, um einen Deppen zu haben, der so größenwahnsinnig war, zu glauben er könne die ganze Welt beherrschen. Amerika wollte die alleinige Weltmacht und das Imperium England, schon im ersten Weltkrieg beseitigen.

Deutschland war für die USA schon immer ein Land, das wunderbar zu manipulieren war und das sie für ihre Zwecke missbrauchen konnten. Heute läuft das wieder so ab und die deutsche Wirtschaft, die Banken und die Politik spielt nach dem Drehbuch der USA und da sich die Akteure viel Geld in ihre Taschen stopfenn können, erheben die sich auch nicht gegen die Amis, man beißt ja schließlich nicht die Hand, die einen füttert!

Es hat sich also nichts geändert und die Franzosen, die gerade in ihren Gelbwesten, gegen die Kapitalisten angehen, lassen sich wie damals nicht länger die seichten Reden der Politiker gefallen! Nur in Deutschland, gibt es keine Studenten mehr, die wie in den 1960 Jahren auf die Straße gehen, die in Universitäten Menschenmassen versammeln (wie seinerzeit Rudi Dutschke), heute gibt es keine Studentenbewegungen mehr, heute sitzen die jungen Leute lieber vor der Glotze und dem Mobilfunkgerät und betäuben sich mit sozialen Medien. Heute ist auch die Linke nicht mehr links, heute ist alles verschoben und verzerrt und nur das hat sich geändert. Heute bezeichnet man Menschen, die hinterfragen und erkennen, was hier vor sich geht, als Nazis, als Antisemiten und stellt sie mit den wirklichen Rechten auf eine Stufe. Die Rechtsradikalen, haben nichts in der Birne, die laufen einfach nur blökend ein paar Deppen hinterher, die das Maul weit aufreißen können. Rechtsradikale haben noch nie einen Philosophen oder einen Künstler hervorgebracht, weil sie ganz einfach seelische Krüppel sind. Diese Menschen, sind psychisch dermaßen krank, dass sie eigentlich dringend eine psychische Behandlung benötigen. Diese Menschen haben also NICHTS aber auch gar nichts mit jenen etwas zu tun, die durch hinterfragen und lesen, auf den Trichter gekommen sind, was hier gespielt wird. Sie sind also, wenn man sie unbedingt in eine Schublade stecken möchte die Philosophen und Künstler der linken Szene, so wie sie früher einmal war.

Ich zähle mich eigentlich zu keiner Richtung weder politisch noch religiös , aber wenn ich mich einordnen sollte, dann gehöre ich wohl zu den Philosophen und Künstlern, der linken (anarchistischen) Szene (wobei Anarchie nichts mit Gewalt zu tun hat) . Ich finde Manches gut was Marx schrieb und Goethe, aber ich bin ein Mensch der sich aus vielem das raussucht, das zu meiner Einstellung passt und sich mit meiner Philosophie deckt. Ich liebe die Posie, die Philosophie und die Kunst. Ich mag Menschen die kreativ sind, die ihre Kreativität dazu nutzen, die Menschenwelt zu einem besseren Ort zu machen. Die RAF war nicht kreativ, die waren nur unglaublich gewalttätig und übrigens waren die Frauen dieser Gruppe so emanzipiert, dass sie wie ihre männlichen Kollegen auch Menschen töteten.

Frauen die töten, sind so weit von ihrem Ursprung weg, wie die Erde von der Sonne. Gudrun Ensslin hatte einen Sohn, Ulrike Meinhof hatte zwei Töchter, aber sie gingen hin uns töteten die Kinder andere Mütter. Das ist das Ergebnis einer weiblichen Emanzipation – Frauen die Menschen töten, arbeiten gegensätzlich zu ihrem Prinzip. Das vergiftet nicht nur sie selbst, sondern auch noch nachfolgende Generationen.


Also man sollte sich die RAF nicht zum Vorbild machen, aber man sollte auch begreifen, dass es damals wie heute, immer um die gleichen Themen geht. Ich bin immer noch der Ansicht, dass die einzige Lösung wäre, wenn wir Konsumenten eben mal nichts mehr konsumieren und auch nicht mehr arbeiten gehen würden. Die „Gelbwesten“ in Frankreich mögen vielleicht etwas bewirken, aber wie lange würde das vorhalten? Aber wenn jeder arbeitende Mensch in Europa, seine Arbeit für einen Monat niederlegt und am besten nichts mehr konsumiert oder wenn, nur das was man gerade zum Überleben braucht, würde das ganze System zusammenbrechen. Wir würden die Machtelite lahm legen. Der Kapitalismus wäre am Ende. Da aber die meisten Menschen ebenso gierig, wie jene sind, die sie anprangern, wird das wohl nicht möglich sein.

©Jutta Velten