Demokratie, Partei, Goethe und Harry Potter

„Goethe hatte ein Vokabular von 26.000 Worten (meines Wissens) ,der heutige Akademiker 8000 Worte die er so täglich nutzt, der Normalbürger ca. 3000 und der Bildzeitungsleser wahrscheinlich etwas um die 300, das ist so ein bisschen mehr als ein Hausschwein…“ (Andreas Popp) 😉

Über die Begrifflichkeiten hatte ich schon einmal einen Artikel geschrieben und möchte das heute nocheinmal tun, denn ich sehe das ähnlich wie Andreas Popp. Die deutsche Sprache ist sehr genau und wenn man sich dann noch den Ursprung der Wörter ansieht, dann wird einem schnell klar, dass kaum mehr einer weiß, was die einzelnen Worte bedeuten, welchen Ursprung sie haben und was, wenn sie vom Lateinischen zum Beispiel ins Deutsche übersetzt werden, bedeuten. Heute werden die meisten Worte interpretiert und verfälscht weitertransportiert, dass die Masse sich überhaupt keine Gedanken darüber macht, sondern einfach das nachplappert, was ihnen vom Lehrer, vom Ausbilder, vom Professor, von den PolitikStatisten und zuletzt von den Medien vorgekaut wird.

Ein Beispiel von Andreas Popp aus einem Interview bei „eingeSCHENKT.tv“

„Demokratie setzt sich aus zwei Bereichen zusammen und stammt aus dem altgriechischen „demos“ und „kraten“. „Demos“ heißt nicht „das Volk“ sondern „das Dorf“. Das Volk war damals das was man „Dorf“ nannte. Das heißt, die Demokratie ist so aufgebaut, dass sie nur auf kleinster Ebene funktionieren kann, nämlich auf dörflicher Ebene. Was über das Dorf hinausgeht, kann also schon gar nicht mehr Demokratie sein. Das Zweite ist „kraten“ von „-kratie“. „Kraten“ heißt wörtlich übersetzt:“ den Wagen ziehen“, aber man kann auch sagen „sich selbst verwalten“, „sich selbst ziehen“ – ein selbstverwaltendes Dorf, das ist die Demokratie. Wir leben natürlich nicht in einer Demokratie, schon aufgrund der Größe. Übrigens finden wir das Wort „Demokratie“ nicht im Grundgesetz, nicht einmal! Wir leben ja nicht in der Bundesdemokratie Deutschland, sondern wir leben in einer Republik, das stammt aus dem Lateinischen“ respublica“, das Gegenteil von „resprivata“, das Republikanische ist etwas anderes als demokratisch und wir finden im Grundgesetz den Begriff :Demokratische Prinzipien im Rahmen einer Republik, das klingt jetzt alles sehr akademisch, aber es ist ganz wichtig, denn das ist das Gegenteil einer Demokratie. Die Demokratie ist eine Urform, die letztlich bestimmend ist, auch diktatorisch bestimmend ist. Diktatur arbeitet nämlich mit einem Häuptling, also mit einem Führer und es gibt dann eben die Geführten. Aber nur auf kleinsten Ebenen sind diese Dinge möglich, weil man dann auch noch heraus bekommt, wenn einer falsch in der Führung agiert und entscheidet, dann kann man den Täter ausfindig machen. Wir haben ja heute eine Situation, dass wir eine Art Plutokratie haben und wenn dann etwas schief läuft, dann sagen wir, ich gehe zu meinem Bürgermeister in meinem Ort, der sagt dann, er ist nicht zuständig, das macht der Kreis, der Kreisvorsitzende sagt dann, da musst du zum Landtag, der Landtagsvorsitzende sagt, du musst zum Bundestag und die sagen dann, das ist eine EU Frage und bei der EU sagen sie das ist eine UN Anweisung. Das Problem ist ganz einfach, ich finde gar keinen Verantwortlichen mehr, das ist die Atomisierung der Verantwortung und deshalb heißt es ja, dass du wählen kannst. Wenn also etwas schief läuft, heißt es du bist es letztendlich selbst gewesen, dass es schief läuft und jetzt gehe ich wieder wählen und wähle dann mit Motivation jemanden anderen , weil ich der Meinung bin, jetzt wird es besser, ich kann aber nicht wählen wen ich will, sondern nur den der mir angeboten wird und der entspricht wieder den selben Kriterien. Letztendlich erinnert mich das Ganze für das Volk wie ein Spiel „Die Reise nach Jerusalem“, wo die Musik spielt, aber in diesem Fall sind gar keine Stühle da und die laufen alle nur im Kreis. Und wir wissen ja, dass das Hamsterrad von innen aussieht wie eine Karriereleiter, die ersten stolpern schon und fallen dann auch schon raus und brechen sich das Genick. Das sind eben die logischen Folgen…..“

Ich habe das schon so oft geschrieben, dass wir uns wieder auf kleine Gemeinschaften beschränken müssen. Ich habe das was Andresa Popp hier über die Demokratie gesagt hat zum Beispiel nicht gewusst, aber ich fühle schon lange, dass es nur so geht. Je größer eine Gemeinschaft ist, desto schwieriger, wird das Zusammenleben, da sich alles potenziert. Im Grunde ist es ganz logisch. Nur mit Logik kann man heute auch nichts mehr erklären, da leider die Masse sich selbst verblödet. Wenn man nur das Beispiel von Andreas Popp nimmt, bei dem er den Wortschatz von Goethe, Akademikern, „Normalos“ und Bildzeitunglesern vergleicht, müsste das eigentlich, wenn man sich das mal bewusst macht, einen Ruck durch die Gesellschaft machen. Ich habe kein Abitur, ich habe auch nicht studiert, aber ich habe mir alles was ich heute weiß, selbst angeeignet und zwar nur durch hinterfragen und recherchieren. Es kann jeder einen Wortschatz eines Akademikers erreichen, ja sogar eines Wolfgang von Goethe, wenn man sich selbst auf die Socken macht und hinterfragt, nachhakt und nicht alles Vorgekaute schluckt. Wenn ich zum Beispiel Gedichte schreibe, dann fällt mir immer auf, dass ich zum Reimen einen großen Wortschatz benötige. Gedichte zu verfassen, ist eine gute Übung seinen Wortschatz zu erweitern. (Deshalb hatte Goethe wahrscheinlich so einen großen Wortschatz) Und dann ist es wichtig sich die Worte und den Wortstamm eines Wortes und deren Bedeutung, die wir vielleicht nicht wissen, weil nicht jeder Latein und Altgriechisch hatte, anzueignen. Das Internet bietet für jene, die es richtig nutzen einen unermesslichen Wissensschatz, den jeder abrufen kann. Mir macht das richtig Freude und ich finde es sehr interessant, den Worten auf den Grund zu gehen. Seither verstehe ich Vieles in unserer Welt besser und finde es äußerst spannend.

Hier nun noch ein Beispiel von Andreas Popp. Was ist denn eigentlich eine Partei?

…“ Partei kommt von „pars populi“, „pars“ ist die Partei und „populi“ das Volk. „Pars populi“ ist letztendlich eine Beschreibung einer skrupellosem Spaltung des Volkes. Wenn wir jetzt den Volksteil spalten – eine Partei hat einen Fokus auf eine Volksgruppe : die Unternehmerpartei, ,die Umweltpartei, Arbeiterpartei etc. Das Gemeinwohl ist aber unparteiisch. Über das Thema Parteien lassen sich grundsätzlich Probleme nicht lösen, sondern Parteien sind die Ursache der Spaltung und nicht die Möglichkeit der Lösung ein Gemeinwohl zu stimmulieren. Nein, jeder muss bei sich selbst anfangen. Leider hat man uns nicht mehr die Möglichkeit gegeben, die kleinen Subsidiaritätsprinzipien (Subsidarität lat: unterstützend, ersatzweise eintretend) Familie, Sippe, Dorf – man hat sogar die positiven Begriffe wie Sippe negativ belegt:“ Na, das ist vielleicht so eine Sippe!“. Einer der wunderbarsten Begriffe: Sippe eine Großfamilie, die sich hilft, die soziale Strukturen, ein Kommunitarismus ( der Mensch bringt sich in ein soziales Gefüge ein und kennt seine Gemeinwohlaufgaben in einem Gebiet in dem er lebt) Das ist ja, gar nicht mehr bekannt in der heutigen Zeit und ist viel zu intelektuell, das versteht auch kaum noch einer und die es verstehen, die brauche ich nicht mehr stimmulieren, die sind schon manchmal weiter als ich selbst…..“

Auch das habe ich schon oft geschrieben, dass wir alles spalten und hier ist die Ursache meiner Meinung nach nicht was Andreas Popp meint, die Parteien, sondern die Dualität. Die Parteien führen nur die Spaltung des dualen Weltbildes aus. So wie das alle tun. Das Bewusstsein reicht noch nicht dahin, dass Menschen erkennen, dass sie Jahrtausende lang ein völlig falsches Weltbild leben. Bei mir ist das eben einfach so, dass ich diese Eingebungen habe und ich dann später durch bestimmte Informationen, sehe dass meine Intuition gesund funktioniert. Leider haben sich die meisten ja, von dieser Intuition getrennt, abgespalten. Abspaltung ist wieder ein Begriff aus der Dualität. Die Dualität ist eine Illusion, denn nichts ist abgespalten oder getrennt. Man bezeichnet es nur als solches, um damit die Trennung aus der Einheit, aus der Ganzheit zu kennzeichnen. „Er hat eine gespaltene Persönlichkeit“, diese psychische Krankheit grassiert in unserer Gesellschaft. Eigentlich nehmen alle psychischen Krankheitsbilder immer mehr zu, da man sich von seiner Seele abgespalten hat, weil man sich verbiegen muss, um so funtionieren zu können, wie es der gesellschaftliche Standard verlangt, weil man uns von kleinauf aus der Ganzheit, der Einheit trennt. Das Neugeborene fühlt sich noch eins mit der Mutter, der Erde, ja mit dem ganzen Universum. Leider wird ihm sehr schenll die Trennung und Spaltung beigebracht. In der Buchreihe „Harry Potter“, was ja eigentlich eine Phantasiegeschichte ist, kommt ein böser Zauberer vor, der seine Seelenanteile abgespalten hat und sie in Gegenständen versteckt hält. Diese abgespaltenen Seelenteile muss Harry finden um den bösen Zauberer zu vernichten. Aber dieser Zauberer hatte versehentlich den kleinen Harry Potter mit einem Fluch versucht zu töten, dabei ist ein Teil seiner Seele in diesen Jungen geschlüpft, so dass auch Harry Potter ein „Gegenstand“ war der ein Teil der abgesplatenen Seele des Zauberers in sich trug. Interessant ist, dass oft in Phantasiebüchern solche sehr weisen Stellen zu finden sind. Bei den Märchen dieser Welt ist das nicht anders und sogar die Bibel enthält viele Stellen, die äußerst weise sind. Diese versteckten Anteile gilt es zu suchen, um sich wieder „ganz“ fühlen zu können. Da aber alles um uns herum Splatung und Trennung ist, ist es sehr schwer, fast so wie bei Harry Potter, sich dieses „abgespalten sein“ erst einmal bewusst zu machen. Zuerst kommt Bewusstsein und dann die Heilung. Die Machtelite ist aber keines Falles daran interessiert, dass man die Spaltung erkennt und tut alles, damit sie nicht auffliegt. Die Masse, die „Normalos“, die Bildzeitungsleser, bleiben gesplaten und wandeln bewusstlos durch die Welt. Sie sind suchtkrank, suchen ständig nach Erlösung und benutzen alles Mögliche, um die abgespaltenen Anteile nicht zu finden. Man muss sehr aufmerksam und vollkommen wach sein, um diese Anteile aufzuspüren, eben so wie Harry Potter.


©Jutta Velten