Überfüllte Frauenhäuser

Die Frauenhäuser in Deutschland sind überfüllt! Ich selbst war vor kurzem in einem Frauenhaus und habe die Not der Frauen und deren Kinder mit eigenen Augen gesehen. Es hat sich nichts verändert, Männer sind noch genauso respektlos Frauen gegenüber wie vor 500, 600, 700, 800,…. Jahren. Das Ganze nahm seinen Anfang ab dem Zeitpunkt, als der Mann sich aus der Ganzheit mit der Frau verabschiedete (dazu folgt mehr in meinem Buch) . Durch die monotheistischen Religionen wurde es nochmal schlimmer obwohl auch Religionen wie der Hinduismus Frauen regelrecht opfert, wobei es vor allem um die Interpretationen der Religionen geht und nicht um die Religionen selbst. Der Mensch und hier in der Vergangenheit der Mann, hat seinen Glauben und seine Religion immer so ausgelegt, wie es seinem Ego diente.

Die Abspaltung des Mannes aus der Ganzheit mit der Frau ( also die Flucht aus dem Paradies), das von der christlichen Religion an der Frau festgemacht wird, war der Beginn von tausenden qualvollen Jahren für uns Frauen. Die Frau wurde ab da zum Objekt des Mannes und der Mann hat sie so benutzt, wie es ihm dienlich war. Frauen wurden vergewaltigt, seelisch und körperlich misshandelt, da der Mann sich nicht mehr als ein Teil von ihr verstand. Zu dieser Zeit entstand auch das sogenannte älteste Gewerbe, die Prostitution der Frauen. Als Hure konnten die Frauen eine gewisse Macht über die Männer erlangen und so hatte der Mann keinen Grund mehr unverheiratete Frauen zu vergewaltigen, weil sie sich ihm freiwillig zur Verfügung stellten. Nur die Ehefrauen, die als die „Gebärmaschinen“ ihrem Mann dienen mussten, wurden noch regelmäßig vergewaltigt, weil der Mann sie als sein Eigentum betrachtete. Männer die noch nicht verheiratet waren, gingen zur Hure und die Verheirateten vergewaltigten weiter ihre Frauen und ihre Mägde, je nachdem wie wohlhabend sie waren und ob sie sich Mägde leisten konnten. Es gab viele Männer, die ihren Frust und ihre Macht an schwächeren Menschen ausließen, seien es die Frauen oder Kinder und/oder Sklaven. Der Mann tat nur etwas, wenn es ihm diente, er verband immer eine Absicht mit dem was er tat. So flüchteten viele Frauen entweder in die Prostitution, um ihre Selbstbestimmtheit zu erhalten oder wurden zu Nonnen.

Bis heute hat sich wenig verändert. Es mag weniger körperliche Gewalt von Ehemännern, Partnern ausgehen ( was aber schwer zu beweisen ist, denn die Dunkelziffer der misshandelten Frauen ist sehr hoch), aber der emotionale Missbrauch ist heute um ein Vielfaches höher, was natürlich der Strafe geschuldet ist, die sie erwartet, wenn man ihnen körperliche Gewalt nachweisen kann. Frauen dachten, wenn sie sich den Männern so anpassen würden, dass sie ihnen gleichgestellt wären, dann würde es weniger Gewaltopfer unter den Frauen geben und sie hätten Macht über sie( wobei die Eigenschaft der Macht nicht Inhalt ihres Prinzips ist) Dies war die treibende Kraft, warum Frauen die Emanzipation befürworteten. Dabei bemerkten sie leider nicht, dass damit der Mann nicht weniger gewaltbereit ist. Heute haben sich die Frauen so dem Mann angeglichen, dass sie mittlerweile ebenso gewaltbereit sind, was aber völlig gegen ihr Prinzip verstößt. Was die Frauen nicht begriffen haben ist, dass man nicht mit den gleichen Waffen einen Gegener schlagen kann, sondern dass das Blutvergießen eher noch größer wird. Eine tibetische Weisheit sagt:“ Umarme deinen Feind, so hat er keine Hände frei, um seine Waffen gegen dich zu richten.“ Genau dies wäre die Therapie gewesen und mit der Prostitution, so wie mit dem Ablegen des Gelübdes, glaubten Frauen den „Feind“ Mann schlagen zu können. Leider hat sich das nicht unbedingt als erfolgreich herausgestellt. Obwohl die emanzipierten Frauen, von Männern heute mit mehr Respekt behandelt werden, da sie ihnen selbst so gleichen, aber Beziehungen mit solchen Frauen sind fast unmöglich, da der Mann sie als seine Konkurrenz betrachtet. Was heute noch dazu kommt, dass sich die Frauen selbst zu Objekten des Mannes machen und nicht nur die vom horizontalen Gewerbe, was dem Respekt, den ein Mann einer Frau entgegen bringen sollte, nicht dienlich ist, im Gegenteil. Ich bin davon überzeugt, dass es den Männern ungeheuren Respekt vor uns einflößen würde, wenn wir eine weibliche Revolution auslösen würden, um unter anderem unsere Geburtsrechte wieder zu erlangen. Der Mann muss begreifen, dass Gleichgewicht zwischen Mann und Frau bestehen muss, um Ganzheit zu erzeugen und dass nur so das Chaos beendet werden kann! Die Angst und die jahrtausende lange Manipulation durch den Mann und seiner Religionen, haben aus Frauen schwache Wesen gemacht, die sich anpassten, im Irrglauben, der Mann würde sich schon verändern, wenn sie ihm zeigen würde wie es geht. Diesem Irrglauben sitzen viele Frauen in einer Ehe auf. Zuerst verlieben sie sich in die Illusion eines Mannes, in die Vorstellung von ihm und wenn nach einiger Zeit die Masken fallen, glauben sie nach dem ersten Schock, sie könnte ihn mit Liebe ändern, was aber leider nicht funktioniert, so verändert eher der Mann die Frau, weil sie sich für ihn verbiegt.

Wir müssen begreifen, dass Mann und Frau zwei gegensätzlichen Prinzipien unterstellt sind und dass nur das Gleichgewicht dieser, Heilung und Frieden bringt! Die vielen Frauen in den Frauenhäusern sind alle Zeuge, dass der Mann immer noch seine Frau misshandelt und missbraucht, wobei das, wie schon erwähnt, heute eher über die emotionale Schiene läuft. Wer jetzt glaubt der emotionale Missbrauch, wäre weniger schlimm, als der Körperliche täuscht sich gewaltig. ( in meinem nächsten Artikel werde ich mich dem emotionalen Missbrauch widmen) Als Kind wurde ich nicht nur sexuell missbraucht, sondern auch emotional und diesem Missbrauch begegne ich immer und immer wieder. Jüngst Anfang März, mit dessen Nachwirkungen ich immer noch zu kämpfen habe, da das Trauma immer wieder aufbricht.

Das Gleichgewicht zwischen dem männlichen und dem weiblichen Prinzip, würde dieses Elend beenden. Wenn der Mann (heute auch die Mehrheit der Frauen)begreift, dass nur der gleichbleibende Energiefluss zwischen ihm und der Frau zur Ganzheit verhilft, wenn beide Gegensätze gleich stark sind, dann verschmelzen der negative Teil des Mannes mit dem positiven Teil der Frau und das Chaos hebt sich auf. Wenn Gewalt mit Liebe verschmilzt bleibt nur Liebe übrig denn der positive Teil ist immer stärker, aber nur wenn er als Gegensatz zum negativen Teil erkannt und zusammengefügt wird. Alleine und getrennt ist die positive Energie zu schwach und wird deshalb immer von der negativen Energie unterdrückt werden, deshalb fruchtet auch die ganze Aussendung von Liebe durch die „Lichtarbeiter“ nicht und genausowenig Meditationen für den Frieden.

Wir brauchen also nicht mehr Frauenhäuser, sondern bewusstere Menschen und hier vor allem Frauen, die sich an ihr Prinzip erinnern und erkennen, dass wir alle an einem Strang ziehen müssen, um eine sanfte weibliche Revolution auslösen zu können.

©Jutta Velten