Symbiose, Co-Abhängigkeit und andere Verstrickungen

Durch meine derzeitige Situation, wird mir gerade sehr stark bewusst, welchen familiären Verstrickungen ich damals, als ich mich entschloß in den Norden zu ziehen, weit weg von meiner Familie, „entflohen“ bin. Im Moment bin ich gezwungen, bei meiner Familie zu verharren, bis ich endlich wieder meine eigenen vier Wände (vorraussichtlich Mitte Mai) beziehen kann und sehe die krankhaften Strukturen in meiner Familie mit vollem Bewusstsein, was mich gerade erkennen lässt, warum ich mich von dieser Familie distanzieren muss. Diese, meine Verwandten sind so co-abhängig und miteinander verstrickt, dass sie wütend und verletzend anderen gegenüber werden, weil sie ihren seelischen Hilferuf nicht wahrnehmen, dieser sich aber in körperlichen Krankheiten manifestiert und sie immer andere für ihr Leid verantwortlich machen. Es sind für mich gerade, die das voller Bewusstsein miterlebt, einerseits Erkenntnisse, die ich gewinne, auch was meine eigenen Verstrickungen betrifft und andererseits ist es aber auch mit sehr viel psychischem Stress verbunden, denn ich spüre die kranken Strukturen und die unterschwelligen Aggressionen, die diese Menschen um mich herum haben. Ich hatte die letzten beiden Nächte zwei Träume, die nach einer ersten Analyse mit diesen Verstrickungen und dem Bewusstsein darüber, was ich hier jeden Tag sehe, höre und spüre zu tun haben und auch das hat mich wieder um einige Erkenntnisse reicher gemacht.

Ebenso wurde mir mal wieder klar, dass ich niemandem aus meiner Familie helfen kann (helfen im Sinne von darauf aufmerksam machen), weil Menschen, die noch nicht so weit sind, einfach nicht geholfen/bewusst werden wollen. Sie möchten lieber in ihrem Schmerz verharren, nicht reifen und sich nicht selbst anschauen. Dies betrifft nicht nur meine Familie, sondern ist bei vielen Menschen der Fall. Krankheit als Weg zu erkennen, scheint das Schwerste zu sein, das einem Menschen bewusst werden kann. Natürlich ist es schwer in einer psychischen- und/oder einer physischen Krise den Sinn zu entdecken, besonders, wenn man gerade in ihr steckt, das musste ich ja vor einem Monat auch wieder erfahren. Mein Erlebnis und die darauffolgende Krise (die ich gerade langsam überwinde), war für mich erst auch nur schrecklich und ich verstand den Sinn nicht. Mittlerweile kann ich den Sinn sehen und wenn es auch nur diesen Sinn hatte, dass mir gerade nochmal die symbiotischen – und co-abhängigen Verstrickungen meiner Familie bewusst werden. Es ist wie ein Film für mich, der sich gerade vor meinen Augen abspielt, nur dass ich leider mitbeteiligt bin, da ich nämlich die Aggressionen spüre, die mir auch unterschwellig entgegen gebracht werden und die mich verletzen.

Seit März begegnen mir vermehrt Menschen die ihre Aggressionen verdeckt oder offen mir gegenüber ausleben und da sich seit ca. einem Jahr massiv meine „Kindheit wiederholt“ (wie ein Theaterstück bei dem ich die Hauptrolle spiele), was emotionalen Missbrauch (und sexuellen Missbrauch*) angeht, weiß ich nun dass diese Menschen die Rolle meiner Eltern spielen, damit ich diese Verletzungen heilen kann. Nur wie ich sie heilen kann, weiß ich noch nicht so recht, aber mir sind sie bewusst. Dass ich nun gerade bei den Verwandten bin, bei denen ich als Kind auch sehr viel und gerne war und jetzt die kranken Strukturen bewusst wahrnehme, die in dieser Familie gelebt wurden und werden, ist natürlich auch kein Zufall. Als Kind habe ich das auch schon gespürt, es aber natürlich nicht benennen können und dort konnte ich nicht einfach fliehen. Jetzt als Erwachsene bin ich frei und kann gehen (obwohl ich zur Zeit hier ausharren muss, da ich noch keine Wohnung habe), wenn mir diese kranken Verstrickungen zu viel werden. Ich schwanke zwar zwischen aushalten und ansprechen um evtl. für mich Heilung zu erfahren oder nun die Freiheit zu haben einfach gehen zu können, wenn ich mir das nicht mehr antun möchte und welches der beiden Optionen nun wirklich Heilung meiner Kindheitserfahrungen bringt? Manche würden sagen, ich muss mich der Auseinandersetzung stellen und sie austragen, manche sagen dass ich ja nun die Freiheit habe und nicht in einer Situation verweilen muss, die mir nicht gut tut, um meine Ohmmacht in der Kindheit zu heilen. Was nun richtig ist, weiß ich nicht? Denn ehrlich gesagt, weiß ich wie eine Auseinandersetzung mit meinen Verwandten aussieht und dass es mich nur noch mehr verletzen würde und ich ihnen nicht zum Nachdenken über sich selbst verhelfen kann. Das Einzige, das ich gerade versuche sind ihnen Geschichten zu erzählen, die diese Bereiche ansprechen, um ihnen ein wenig ihr Verhalten vor Augen zu führen. Natürlich bin ich auch nicht frei von Fehlern und auch ich hatte in der Vergangenheit sehr viel unterschwellige Wut, die ich an anderen ausgelassen habe und es sind nun vlt. alte Projektionen und auch Karma, welche mir begegnen. Wer weiß das schon?

Eine Erkenntnis die ich ebenfalls heute gewonnen habe ist die, dass Kinder die ein symbiotisches Verhältnis zu ihrer Mutter haben und der Vater keine oder eine negative Rolle spielt, oft homosexuell werden. Die Symbiose zur Mutter ist unnatürlich und hat eine unnatürliche sexuelle Haltung zur Konsequenz. Wenn Mütter ihre Kinder nicht los lassen und Kinder es nicht schaffen, sich von ihrer Mutter zu lösen, hindern sie sich gegenseitig in ihrer Entwicklung und Reifung. Besonders Einzelkinder sind hier betroffen. Die Symbiose und Co-Abhängigkeit zur Mutter, setzt dieses Kind als Erwachsener dann beim gleichgeschlechtlichen Partner 1 zu 1 um. Natürlich machen das auch Erwachsene, die ein symbiotisches Verhältnis zur Mutter hatten/haben, aber ein Vater anwesend war, nur hier ist die sexuelle Neigung eher heterosexuell. Da ich dies gerade in meiner unmittelbaren Umgebung mitansehe und ich mir dann mal alle Homosexuellen die ich kenne, ins Bewusstsein gerufen habe, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. So wie die ganzen Essstörungen Ausdruck einer krankhaften Mutter-Tochter (meist Töchter)Beziehung ist (Buch von Petra Ketzner), ist auch die Homosexualität Ausdruck einer symbiotischen Mutter-Kind Beziehung. Schlimm ist, wenn die Mutter, ihr Kind immer enger an sich bindet, weil sie z.B. krank ist und das Kind (Erwachsener) sich nicht abgrenzen kann, da es das nie gelernt hat und so mit in die Abwärtsspirale zieht. Erst das Bewusstsein darüber könnte das Kind/Erwachsener retten, nur bleibt dieses Bewusstsein meist im Unbewussten, da das Kind/Erwachsener immer in der Rolle des Kindes bleibt und ebenso die Mutter, die auch ein bedürftiges inneres Kind hat, in diesem Kind verharrt. So trösten sich beide gegenseitig ihre bedürftigen Kinder und treiben sich immer mehr in den psychischen und/oder physischen Schmerz hinein. Wenn dann noch ein gleichgeschlechtlicher Partner dazu kommt, der höchstwahrscheinlich ein ebenso bedürftiges inneres Kind hat/ist, sind schon drei Menschen in einer immer schmerzhafter werdenden Abwärtsspirale gefangen. Zu hoffen wäre dann, dass a) einer dieser Menschen bewusst wird oder/und b) diese Menschen niemals Nachwuchs bekommen. Deshalb finde ich es alles andere als gut, wenn homosexuelle Paare, Kinder bekommen, sei es durch eine künstliche Befruchtung oder durch Adoption. Mir ist klar, dass ich mit diesem Thema immer wieder anecke, aber wie ich immer zu diesem Thema schreibe: bevor ihr nun aufschreit und mich meiner Erkenntnisse wegen verurteilt, spürt einmal erst nach, was ich hier erkannt haben will, hinterfragt und findet selbst heraus, warum manche Menschen homosexuell geworden sind und warum sich das explosionsartig vermehrt. Viele Mütter sind heute alleine mit ihren Kindern und wenn sie nur ein Kind haben, entwickelt sich häufig eine symbiotische Beziehung. Schaut man sich dann noch die restlichen familiären Strukturen an, dann kann man gar nicht anders, als zu erkennen, dass es sich hier um eine Krankheit handelt. Leider werden sich die Wenigsten, die sich in solchen Beziehungen befinden, dessen bewusst, um etwas daran ändern zu können und durch die Medien wird uns die „Normalität“ der Homosexualität suggeriert und wehe einer wagt es zu sagen, dass Homsexualität eine Krankheit ist, der wird auf die Ebene der katholischen Kirche gestellt, auch wenn man überhaupt keiner Religion angehört, sondern einfach nur den natürlichen Menschenverstand bemüht. Die Natur hat zu allem einen Gegenpol geschaffen, damit Nachkommen entstehen. Homosexuelle („falsch gepolt“) können keine Nachkommen zeugen und sind deshalb auch in der Natur nicht vorgesehen. Die Medien haben den Auftrag (Medien sind Konzerne, die von den Reichsten dieser Welt als Manipulator eingesetzt werden) Homosexualität als „Normalität“ in unsere Köpfe zu pflanzen, um die Menschheit zu reduzieren. (das hatte ich schon an einer anderen Stelle über dieses Thema geschrieben). Ich habe nichts gegen Homosexuelle, nur sollten sie sich dessen bewusst werden, warum sie es sind und die Masse sollte sie als psychisch krank ansehen, so wie sie auch Borderliner und Esskranke, Süchtige, Menschen mit Psychosen, als krank ansieht. Keiner würde sagen, dass Menschen mit psychischen Störungen gesund sind (fast jeder in unserer Gesellschaft hat eine oder mehrere meist unbewusste psychische Störungen/Krankheiten), die Homosexualität ist nur eine davon.

Jeder hat die Chance zur Heilung seiner psychischen Krankheiten. Bei manchen dauern sie lange, bei anderen wieder nicht, es kommt immer darauf an, was man alles mit sich herumschleppt, denn meiner Ansicht nach kommt hier noch unter Umständen das Karma aus anderen Leben hinzu. Immer, wenn ich wieder in eine Krise komme, dann frage ich mich wieder und wieder voller Selbstmitleid, was ich wohl verbrochen haben mag, dass es mich oft so beutelt. Wenn ich anderen von meinen immer wiederkehrenden Krisen erzähle, habe ich oft das Gefühl, dass ich nur alleine ständige Krisen durchleben muss. Irgendwie bekommt man das gar nicht mit, dass es anderen auch so geht (es gibt eben wenige, die das offen zugeben). Wenn nicht, dann sind sie sich dessen nicht bewusst oder ihre Krisen drücken sich Anfangs noch/nur in“kleinen“ physiologischen Krankheiten aus, die sich später zu schweren Krankheiten entwickeln, wenn sie die Ursache nicht erkennen. Manche kommen auch erst auf dem Sterbebett zu Bewusstsein und sie dürfen dann nochmal eine Runde im nächsten Leben „nachsitzen“ bis sie verstanden haben, welches Potenzial Krisen in sich verbergen. Auch ich wehre mich immer wieder gegen diese Krisen, aber hinterher, weiß ich, dass sie gut waren. Ich wäre nicht so bewusst, wenn mich nicht immer wieder so viele Krisen schütteln und mir dadurch keine Erkenntnisse ins Bewusstsein gelangen würden. Das Wort „Krise“ stammt aus dem griechischen „Krisis“ und bedeutet unter anderem „Entscheidung“. Eine Krise zwingt uns also eine Entscheidung zu treffen. Früher hat man im medizinischen Bereich von einer Krise gesprochen, wenn der Patient mit dem Tod rang. Hatte er die Krise (Zuspitzung) überstanden, hat der Körper sich entschieden noch nicht zu sterben und der Patient war danach auf dem Weg zur Genesung.

Familiäre symbiotische und co-abhängige Verstrickungen führen zu psychischen Krankheiten, die sic auch körperlich äußern können, aber sie sind heilbar, wenn wir sie erkennen. Ich wünsche allen meinen Lesern und Leserinnen, dass sie ihre familiären Verstrickungen erkennen und heilen können. Vielleicht kann ich durch meine Geschichte und Erkenntnisse dazu beitragen?


*der sexuelle Missbrauch spielt sich heute natürlich nicht mehr in dieser Form ab, wie ich ihn als Kind erlebt habe, aber wenn Männer etwas von mir wollen und ich nicht will, bin ich nicht in der Lage „nein“ zu sagen. Ich wurde als Kind so konditioniert, dass es nichts bringt „nein“ zu sagen. Auch wenn ich noch so sehr spüre, dass es mir seelischen Schmerz veruracht, lasse ich alles über mich ergehen. Dies sind die Auswirkungen des sexuellen Missbrauchs in der Kindheit.

©Jutta Velten