Kommentar zur „Tagesdosis“ vom 25.9.2019

LEUTE, Herr Kirner, die Ursache des ganzen liegt viel weiter zurück und ist viel tiefgreifender, als die meisten/Sie das auf dem Schirm haben! Ich war schon als kleines Kind mit meinen Eltern regelmäßig auf Demos gegen die Umweltverschmutzung ( in den 1970er Jahren begann das Umweltbewusstsein bei manchen Menschen und ab da gab es regelmäßig Demos) gegen AKW’s und für den Frieden, gebracht hat das herzlich wenig. Hier und da gab es mal kleine Erfolge zu verzeichnen, wie der Stop des Transports des Atommülls ins Wendland, aber hey, was glauben Sie Herr Kirner, wo der Müll dann hinwanderte? Hat er sich etwa in Luft aufgelöst? Die ganze Chose nahm ihren Anfang ab dem Zeitpunkt, als der Mensch begann sich getrennt von der Natur und seinen Mitmenschen zu sehen. Seit es den Dualismus gibt, werden die Gegensätze, die auf einem polaren Planeten zusammen gehören getrennt. Das übergroße Wachstum des männlichen Prinzips spielt hier die Schlüsselrolle. Greta hin oder her, sie wird natürlich wie ein Spielball benutzt und plappert das nach, was man ihr in den Mund legt. Also ich habe mit 16 auch schon kräftig die Ansichten und Meinungen meiner Eltern nachgeplappert und war natürlich überzeugt, dass sie Recht hatten. Trotzdem habe ich gesehen, dass sie auf Friedensdemos gingen und zu Hause den Krieg probten, dass sie mit ihrem Konsum halfen die Umwelt immer weiter zu zerstören und dass sie mit ihrem neuen Haus (damals eines der ersten Holzhäuser/Schwedenhaus in Deutschland) zwar versuchten, so wenig wie möglich zu heizen (da Schwedenhäuser sehr gut isoliert sind)und Regenwasser für die WC Spülungen verwendeten, aber trotzdem war das nur ein kleiner Teil, den sie sich leisten konnten. Man muss sich nämlich Umweltschutz auch leisten können. Es geht hier vor allem um den Konsum, der die Umwelt zerstört und hier vor allem der Fleischkonsum, der Konsum von Produkten die von weit er angeschifft und geflogen werden, den Konsum von Billigware, usw. Wie schon erwähnt muss man sich den Umweltschutz auch leisten können und da nützen diese „Friday for Future“ Aktionen herzlich wenig. Ob mehr Geld wirklich dabei helfen würde weniger zu konsumieren bezweifle ich zwar, aber manche könnten sich dann wenigstens ein Haus von zum Beispiel Erwin Thoma leisten ;-). Was ich euch versuche klar zu machen ist, dass wir ganz woanders ansetzen müssen und uns vor allem nicht spalten lassen. Denn was wir gerade in unserer Gesellschaft schaufeln, sind riesen Gräben, die wir zwischen uns ziehen. Ob wir diese jemals wieder überwinden können?. Wir sind alle, die hier leben und konsumieren mit verantwortlich für die Umweltverschmutzung, auch eine 16 jährige Greta Thunberg, die mit Sicherheit ebenso mit Schiffen fährt (sie kommt aus Schweden!) und nicht rudert, die mit Sicherheit mit ihren Eltern in Urlaub fliegt oder fährt, die bestimmt auch Orangen und Bananen konsumiert und ein Laptop und ein Smartphone besitzt. Wie kam sie wohl nach New York und von da wieder nach Schweden? Wir sollten uns an die eigene Nase fassen! Wer möchte, dass Großkonzerne und ihre Umweltverschmutzung verschwinden, der muss aufhören von ihnen zu konsumieren! Wenn ich die Forderung nach einem Systemwechsel höre, wird mir ganz schwummrig! Welches System wäre denn angenehm? Darf es noch ein bisschen von diesem und jenem sein? Meine Güte! Wann, wann frage ich, kapiert der Mensch, dass es nur dann wirklich Veränderung gibt, wenn wir verstehen, dass wir ins Gleichgewicht zurückkehren müssen, dass wir polar statt dual leben müssen und wir endlich mal kapieren, dass Energie immer zwischen zwei gegensätzlichen Polen fließt? Was wir ändern müssen ist nicht das System, sondern das Bewusstsein und das Weltbild das wir seit tausenden von Jahren leben. Warum wohl, hat sich nie wirklich etwas nach einer Revolution verändert? Es wurden doch immer nur die Akteure ausgetauscht! Wie lange wollen wir das nochmal und nochmal mit machen???? Warum schaut sich denn keiner mal in der Tierwelt um? Findet es keiner seltsam, dass die keine Umweltverschmutzung machen, dass die nicht konsumieren und trotzdem leben und dass die vor allem mit der Natur leben als Teil von ihr und sich nicht über sie erheben? Ja natürlich, der Mensch hat ein großes Gehirn, das ihn befähigt vieles zu erfinden, aber leider hat er diese Fähigkeit nicht so genutzt, wie er durchaus dazu in der Lage gewesen wäre. Durch das Ungleichgewicht zwischen den beiden menschlichen Prinzipien, die gegensätzlicher Natur sind, hat sich das Ego und mit ihm der Verstand und die Gier von Jahrhundert zu Jahrhundert vergrößert, bis der Größenwahnsinn, den Menschen befallen hat. Unsere Spezies hat versagt! Wir haben uns von einem Prinzip, nämlich dem negativen Pol (männlich) mit seinen Inhalten leiten lassen, während wir den positiven Pol (weiblich) fast vollständig vernichtet haben. Wir haben es geschafft, dass Frauen nichts mehr von ihrem Prinzip wissen, das es der Gegenpart zum männlichen Prinzip ist und beide zusammengehören.Wenn nur der negative Pol existiert, dann gibt es ein Ungleichgewicht und es folgen Chaos und Zerstörung, in allen Bereichen! Solange der Mensch das nicht begreift, (es wird ja auch überhaupt nicht thematisiert, weil kaum jemand ganzheitlich denken kann und es kaum jemand schafft, weiter zurück zu gehen, als bis zu unserer Zeitrechnung) wird sich immer wieder alles wiederholen. Lektionen sind dazu da,um sie zu lernen und etwas zu verändern und nicht, um den gleichen Fehler immer und immer wieder zu machen und sich dann wundern, warum sich nichts ändert. Die Umweltverschmutzung hat übrigens mit der industriellen Revolution begonnen, dann kamen aber zwei Weltkriege dazwischen, wo diese Umweltzerstörung eher zweitrangig war. Erst als sich die Welt von den Kriegen erholt hatte, war das Bewusstsein bei manchen für die Umwelt wieder da. Ob es einen neuen Weltkrieg braucht, damit der Mensch endlich begreift, dass die Ursache weit zurück zu finden ist und sie im Grunde ganz einfach geheilt werden kann? Ich weißes nicht, aber ich befürchte es. Denn da immer nur die Symptome bekämpft werden, wird die „Krankheit“ irgendwann wieder massiv ausbrechen (siehe Weltkriege). Nur ob, dann überhaupt noch Leben auf diesem Planet möglich sein wird, ist die Frage? Ein erneuter Weltkrieg wird wohl der Letzte sein!

©Jutta Velten