Gedanken zu Samhain

Heute ist das Neujahrsfest der Hexen und wie jedes Jahr teile ich mein Gedicht zu diesem Tag mit euch und möchte euch einige meiner Gedanken mit auf den Weg und in ein neues weibliches Jahr geben.

Diese Jahreszeit ist für mich neben dem Frühling die Schönste. Ich liebe es wenn es kalt ist und die Sonne scheint, so wie die letzten Tage bei uns hier in Ostfriesland. Heute ziehe ich schon Bilanz vom vergangenen Jahr. Ich habe vieles erlebt, Schreckliches und Schönes und es hat sich, wenn ich jetzt so darüber nachdenke in der Waage gehalten. Ich habe Menschen getroffen, die mir nicht wohl gesonnen waren und Menschen, die ich wahrscheinlich nicht kennen lernen durfte, wenn mir nicht zuvor meine Schatten begegnet wären. Es war ein tränenreiches Jahr und ich kam sehr oft an meine Grenzen, aber es öffneten sich immer wieder Türen im richtigen Augenblick, immer kurz bevor ich aufgeben wollte. Meine Kreativität hat sich das vergangene Jahr noch mehr und weiter entwickelt und ich kann mir keinen Tag mehr vorstellen, an dem ich nicht künstlerisch tätig bin. Kreativität ist für mich wie die Luft zum atmen, ich brauche sie und ohne sie werde ich krank. In Gedichten, Geschichten, meinem Märchen (das ich schreibe), meinem Buch für Frauen (das ich schreibe), meinen gemalten Bildern, meinen Filzarbeiten, meinen Häkel-und Strickarbeiten, meinen plastischen Arbeiten und meinem Gitarre spielen drücke ich meine Seele aus und ich sprühe nur so vor immer wieder neuen Ideen. Im Moment bin ich auch gerade dabei ein Spiel zu meinem Buch zu entwickeln. Ich war noch nie in meinem Leben so aktiv kreativ wie in den letzten Monaten und ich habe mich sehr oft mit dieser Kreativität aus dem „Sumpf“ gezogen. Oft denke ich an die „Unendliche Geschichte“ von Michael Ende(eines meiner Lieblingsbücher, davon gibt es sehr viele 😉 ) wo Atreju in den Sümpfen der Traurigkeit sein Pferd verliert und wenn er nicht Aurin gehabt hätte, selbst darin versunken wäre. Ja, auch ich bin oft sehr traurig und stecke oft schon bis zum Hals in diesen Sümpfen der Traurigkeit. Die Weltgeschehnisse machen mich sehr traurig, es gibt dermaßen viel Ungerechtigkeit, Betrug und Lug, dass es kaum mehr auszuhalten ist. Oft fühle ich mich so ohnmächtig und wütend und dann schreibe ich. Mit dem Schreiben habe ich ein Ventil gefunden, meinem Kummer Luft zu machen. Wenn ich mich entspannen will, dann häkle, filze, male etc. ich, um wieder zu mir zu finden, wenn ich mich zu viel auf die Welt außerhalb von meinem Heim einlasse.

Da sitzt ein Journalist der nichts anderes tat, als Menschen zu informieren und aufzuklären hinter Gittern, aber jene die zum Beispiel Kinder missbrauchen laufen frei herum. Ja, Jeffrey Epstein ist tot, aber es gibt noch so viele, die sich an Kindern vergreifen und nicht nur das. Es ist eine verkehrte Welt da draußen und man muss wahrlich aufpassen, dass man nicht selbst „verkehrt“ wird. Auch an „Momo“ ( ebenso ein Lieblingsbuch) denke ich sehr oft, denn Michael Ende beschreibt hier unsere heutige Zeit sehr gut. Die grauen Herren der Zeitsparkasse, rauben den Menschen ihre Zeit, so dass sie keine Minute mehr an Freunde und Kreativität verlieren. Der kreative Gigi und der Freund von Momo, war sehr kreativ, aber als er damit berühmt wurde, verlor er seine Freundin Momo und mit ihr seine Kreativität. Momo hatte die Gabe zuzuhören und somit Menschen zu versöhnen, Vögel zum singen bringen und vieles mehr. Sie hatte Zeit und genau diese fehlt uns ebenso in dieser schnellen Welt. Alles muss schnell gehen, das ist eben so in einem vom männlichen Prinzip gelenkten System. Die Entschleunigung ist ein Attribut des weiblichen Prinzips, denn zum heilen und Kinder gebären brauchen Frauen Zeit. Aber natürlich nur Frauen, die ihr Prinzip auch leben. Andere lassen sich ihre Kinder holen oder die Geburt einleiten, damit das Kind, noch ungeboren gleich bemerkt, wie der „Hase hier läuft“. Die meisten Frauen, produzieren immer weniger das Hormon Oxytocin, das „Kuschelhormon“ und so haben die jungen Mütter kein Problem damit ihr Kind gleich nach der Geburt in fremde Hände zu geben und sie frühzeitig in die Fremdbetreuung zu schicken. Die psychische Gesundheit unserer Kinder steht und fällt mit dem Verhalten der Mütter. Da die meisten Frauen gar nicht mehr wissen, was es bedeutet eine Frau und irgendwann auch Mutter zu sein, werden unsere Kinder mehr und mehr psychisch auffällig. Aber die Masse der Frauen ist durch das Leben in einem für sie artfremden Prinzip so egoistisch, also das Gegenteil dessen was sie von ihrem Ursprung her sein müsste, dass sie nur an sich denkt. Wenn ich Frauen erkläre, dass ein Kind nach der Geburt noch nicht „fertig“ ist, sondern es weiter so behandelt werden muss, als wäre es noch im Mutterleib, dann heißt es: „Nöö, das wollen wir nicht, wir lassen uns doch von unseren Kindern unser Leben nicht diktieren, oder wenn, dann nur so viel wie unbedingt nötig.“ Mich lassen solche Aussagen verzweifeln und mich wundert nicht mehr, was in unserer Gesellschaft los ist. Deshalb werde ich mich auch weiterhin für das Leben im weiblichen Prinzip einsetzen und es immer und immer wiederholen. Ich arbeite zur Zeit sehr intensiv an meinem Buch für Frauen und habe das Ziel es noch dieses Jahr fertig zu schreiben, obwohl es mir nicht leicht fällt, denn ich bin keine Journalistin und habe das Formulieren nicht so gelernt, aber ich bemühe mich, mein Wissen so zu formulieren, dass es gut zu verstehen ist. Obwohl es der natürliche Zustand der weiblichen Wesen auf dieser Erde ist, tun sich die meisten Frauen, sehr schwer damit, es zu verstehen, sie möchten auch immer einen Kompromiss schließen. Aber es gibt nur weiblich und männlich, der Kompromiss wäre, Transgender und nicht natürlich. Auch über Transgender habe ich schon einiges geschrieben, wie auch zur Homosexualität. Wer Interesse hat kann das gerne auf meinem Blog lesen. https://zuruekzumweiblichenprinzip.com

Ich könnte hier gerade noch ewig weiterschreiben, aber muss jetzt mal aufhören, da ich heute mit zwei Frauen das Hexenneujahrsfest feiern werde und noch ein bisschen was dafür vorbereiten muss. Allen meinen Lesern, wünsche ich einen friedvollen Tag und ein schönes Samhain. Lernt von euren Ahnen, aber von jenen die lange, sehr lange vor eurer Zeit gelebt haben, als sie die Natur noch verstanden.

©Jutta Velten