Das kleine Mädchen ohne Schuh

Draußen ist es bitterkalt,

das Jahr ist nun schon alt.

In der Nacht wurde ihr zu Hause zerstört

und es ist keiner mehr da, der sie hört.

Sie kriecht hervor unter dem Schutt.

Alles um sie herum ist völlig kaputt;

sie findet nicht mehr ihre Schuh‘

und sieht nur eine Kuh.

Die hat wie sie überlebt-

als das ganze Dorf hat gebebt.

Ihre Eltern und Geschwister haben es nicht geschafft

die Bomben haben sie dahingerafft.

Es fällt der Schnee,

die Zehen tun ihr so weh.

Sie kauert sich in eine Häuserecke

und wünscht sich eine warme Decke.

Es ist ganz still, die Kuh ist fort,

sie zog an einen anderen Ort.

Ihre Kraft schwindet, die Augen fallen zu

was sie sich jetzt noch wünscht, ist Seelenruh‘.

Am nächsten Tag, kann man sie sehen

erfroren, sie wollte nicht mehr gehen.

Bevor sie starb, sah sie ihr Grab,

ihre Familie holte sie dort ab.

Das Mädchen ohne Schuh‘, steht für alle Kinder dieser Welt

deren Heimat man zerstört, wegen der Gier nach immer mehr Geld.

Jeden Tag verlieren Kinder ihr zu Haus‘,

es ist ein Graus.

©Jutta Velten

( inspiriert von dem Märchen „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ von Hans Christian Andersen und in unsere heutige Zeit übertragen)

Es folgt das Märchen „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“ von Hans Christin Andersen von mir gelesen.

https://vimeo.com/user7430290