Vollmond und die blaue Stunde

Naja, ok Vollmond ist erst am 12.12., aber sie, Lunar sieht doch schon ziemlich voll aus und hat sogar einen „Heiligenschein“. Die Metapher für die vollständig zu sehende Lunar symbolisierte die sexuelle Erfüllung der Frau, ihre Fruchtbarkeit als Mutter und ihre wirtschaftliche Aufgabe als Mitwirkende in der Gemeinschaft. Heute hebt sie sich besonders schön vom blauen Himmel ab. Die blaue Stunde ist die Zeit in der der Tag der Nacht weicht. Jetzt können wir uns zu einer Meditation niedersetzen und entspannt die Nacht begrüßen. Vielleicht sollten wir einmal über Lunar meditieren und wie sehr sie uns beeinflusst und nicht nur Frauen. Früher wurde die Zeit nach ihr berechnet, die Monate deuten noch darauf hin. Monat und der Montag steht für „Mond“ Lunar. Da sie dem Weiblichen zugeordnet wird ist die Bezeichnung „Mond“ verwirrend. Vieles in unserer Sprache ist männlich oder das Männliche weiblich und umgekehrt, so stiftet man Verwirrung.

Lunar, das Symbol der Weiblichkeit

Lunar zeigt sich in ihrer ganzen Pracht,

und leuchtet wieder in ihrer Schönheit die volle Nacht.

Sie spiegelt den weiblichen Lebenszyklus

und hat so ihren eigenen Rhythmus.

Die neue Lunar, ist die Metapher der weiblichen Kindheit und Jugend

sie ist noch Jungfrau und sie erhält ihre Tugend.

Wenn Lunar in ihrer vollen Pracht am Himmel steht,

ist die Frau fruchtbar und in ihre sexuelle Kraft geht.

In ihrer Gemeinschaft ist sie ein vollständiges Mitglied,

und sie stimmt nun ein in das Mutterlied.

Wenn Lunar uns weniger zu werden erscheint,

wird die Weisheit, die lange in der Frau gekeimt,

in ihrer Kreativität geboren,

nur ohne Augen, Nase und Ohren.

Die Gestalt die sie nun gebiert,

bleibt erhalten auch wenn ihr Körper stirbt,

denn die Weisheit schwindet nicht

sie ist in der Gemeinschaft das heilige Licht.

©Jutta Velten