Wintersonnenwende

Das kürzer werden der Tage und das Ende der Ernte auf dem Weg zur Wintersonnenwende symbolisierte für die antiken Völker den Tod. Es war der Tod der Sonne. Am 22. Dezember ist das „Ableben“ der Sonne vollständig erreicht. Nach der stetigen sechsmonatigen Wanderung von Nord nach Süd, hat sie am 22. Dezember ihren tiefsten Punkt erreicht und bewegt sich jetzt nicht mehr, für mindestens drei Tage, weiter nach Süden. Innerhalb dieser Pause von drei Tagen (22.,23.,24.,) befindet sich die Sonne in der Nähe des Sternbildes „Kreuz des Südens“. Nach dieser Phase am 25. Dezember bewegt sich die Sonne um 1° Grad nach Norden. Deshalb wurde gesagt. „Die Sonne starb am Kreuz, war für drei Tage tot und ist danach wieder auferstanden bzw. zurückgekehrt“. Deshalb teilen sich Jesus und die vielzähligen anderen Sonnengötter der Mythen die Gemeinsamkeit des „Drei Tage tot und Wiederauferstehungskonzepts“ – Es ist die Übergangsphase der Sonne bevor sie ihre Richtung ändert, um wieder nach Norden zu wandern und somit den Frühling und die „Erlösung“ zu bringen. Die zwölf Jünger in den Mythen symbolisieren die 12 Sternzeichen/Tierkreiszeichen mit welchen die Sonne umherreist (Sonne – Jesus bzw. die anderen Götter). Das Kreuz ist die heidnische Version des Tierkreiskreuzes und der sogenannte Heiligenschein Jesus symbolisiert die Sonne auf dem Kreuz und die Dornenkrone sind die Sonnenstrahlen.

Die Geburt des Jesus symbolisiert die Wiedergeburt der Sonne, wie es vorher schon in den weltweiten und bei den unterschiedlichsten Völkern beschrieben wurde. Das neue Testament der christlichen Bibel, war sozusagen eine Fortsetzung des alten Testamentes und angepasst an die neue Zeit, indem sich die Christen jetzt einen „eigenen“ Gott schufen, da der Gott des alten Testamentes der gleiche Gott war, wie der der Juden. Nun war der zuvor strafende Gott/Vater plötzlich der liebende Vater im Himmel, der gute Hirte der seinen „Kindern“/“Schäfchen“, seinen Sohn schickte, damit sie von ihren Sünden erlöst würden. Die Geschichte von einem Sohn Gottes, der mit seiner Geburt Licht in das Dunkel der Menschen bringen sollte, kopierte man unter anderem von den Mythen, wie die des ägyptische Sonnengottes Horus. Metaphorisch war Horus das Licht/Sonne/Tag und ihm gegenüber stand Set Finsternis/Nacht die täglich miteinander einen Kampf ausfochten. Am Morgen gewann Horus den Kampf und verlor ihn Abends an Set. Horus wurde am 25. Dezember von der Jungfrau Isis geboren, seine Geburt wurde von einem Stern im Osten angezeigt, dem drei Könige folgten um den neugeborenen Retter zu finden und ihn zu beschenken. Mit 12 Jahren war er ein Lehrer und mit 30 Jahren wurde er von einer Figur Namens Anubis getauft und begann so sein geistliches Amt. Horus folgten 12 Jünger die mit ihm durchs Land reisten. Er vollbrachte Wunder, wie Kranke zu heilen und über das Wasser zu gehen. Er hatte viele Namen, wie „Das Lamm Gottes“, „das Licht“, „Die Wahrheit“, „Gottes gesalbter Sohn“ und viele mehr. Nachdem er von Typhon verraten wurde, kreuzigte man ihn und nach drei Tagen stand er wieder auf. Die selbe mythologische Struktur scheint viele Mythen durchdrungen zu haben, ob nun Horus den Anfang nahm ist nicht bekannt, aber auch nicht relevant. Attis von Phrygien wurde am 25. Dezember geboren, wurde gekreuzigt und ist nach drei Tagen wieder auferstanden. Krishna von Indien wurde von der Jungfrau Devaki geboren und ein Stern im Osten verkündete seine Ankunft, er vollbrachte Wunder mit seinen Jüngern und ist nach seinem Tod wieder auferstanden. Dyonisus von Griechenland wurde am 25. Dezember von einer Jungfrau geboren, er war ein reisender Lehrer der Wunder vollbrachte, wie etwa das Wasser in Wein zu verwandeln. Er wurde bezeichnet als „König der Könige“, „Gottes einziger Sohn“, „Das Alpha und das Omega“ und nach seinem Tod ist er wieder auferstanden. Mithra von Persien wurde am 25. Dezember von einer Jungfrau geboren, er hatte 12 Jünger und vollbrachte Wunder. Der heilige Tag an dem man den Mithra Gottesdienst feierte, war der Sonntag. Es gibt aus allen Teilen der Welt diese Geschichten die alle die grundsätzlichen Eigenschaften wie zuvor beschrieben aufweisen. Die Frage ist, warum diese Geschichten alle diese Gemeinsamkeiten besitzen? Die erste Gemeinsamkeit ist die Geburt der ganzen „Sonnengötter“ und astrologischen Ursprungs. Der hellste Stern im Osten ist Sirius, welcher mit den drei hellsten Sternen des Orion Gürtels am 24. Dezember in einer Linie stehen und diese drei Sterne werden noch heute so genannt wie sie in der Antike genannt wurden, nämlich die „Drei Könige“. Die „Drei Könige“ zusammen mit dem hellsten Stern am Nachthimmel Sirius, zeigen auf den Punkt des Sonnenaufgangs am 25. Dezember. Deshalb folgen die „Drei Könige“ dem Stern im Osten, um den Ort des Sonnenaufgangs zu finden – die Geburt der Sonne. Die Jungfrau Maria ist das Sternbild „Jungfrau“. Das antike Schriftzeichen für „Jungfrau“ ist ein „M“ mit einem umgedrehten Fischesymbol, deshalb beginnen manche Jungfrauen wie Maria mit einem „M“ so wie z.B. Adonis Mutter Myrra oder Buddhas Mutter Maya. Das Sternbild Jungfrau wird auch als „Haus des Brotes“ bezeichnet und die Repräsentation dafür ist eine Frau die ein Bündel Weizen trägt. Das „Haus des Brotes“ und der Weizen repräsentieren die Monate August und September, die Zeit der Ernte. Bethlehem wird wörtlich als das „Haus des Brotes“ übersetzt und so ist Bethlehem die Bezugnahme auf das Sternbild der Jungfrau, einem Ort am Himmel und nicht auf der Erde. Ein weiteres sehr interessantes Phänomen, das sich am 25. Dezember bzw. der Wintersonnenwende ereignet: Von der Sommer-zur Wintersonnenwende werden die Tage kürzer und kälter und aus Sicht der nördlichen Hemisphäre scheint sich die Sonne nach Süden zu bewegen und wird dabei immer kleiner und scheint seltener.

Jetzt kehrt diese Sonne wieder zurück und so feiern wir an Weihnachten die Rückkehr der Sonne und die länger werdenden Tage. Wenn man bedenkt welche Macht die Religionen bis heute haben! Sie haben Menschen, die im Mittelalter die Astronomie und Astrologie erklärten, ermordet, aber selbst genau diese Astronomie und Astrologie als Vorlage zu ihrem Märchen benutzt. Die monotheistischen Religionen und allen voran die Christen, sind die größten Betrüger und Blender der menschlichen Geschichte. Es wäre so wichtig, dass die Menschheit endlich einmal begreift, an was sie da glauben!

Meinetwegen kann jeder Mensch glauben was er möchte, aber man sollte dabei nicht vergessen, dass es ein GLAUBE ist und nichts weiter. Die Realität ist komplett anders. Was ist denn so schlimm daran, ein Fest aus dem wahren Grund zu feiern und zwar, weil es jetzt wieder auf den fruchtbaren Frühling zugeht? Außerdem ist Weihnachten heutzutage ein Fest für die Konzerne und für die Reichen, die durch euren Konsum zu Weihnachten sich die Milliarden in die Tasche schaufeln. Deshalb haben wir im Grunde in der heutigen Zeit überhaupt keinen Grund zu feieren. Klar, die Sonne kehrt wieder und das ist natürlich schön, aber diese Gier und Maßlosigkeit besonders zu Weihnachten, ist ziemlich traurig.

Sich zu beschenken ist auch etwas Schönes, aber wie wäre es denn, das zu schenken, was so dringend in der Welt benötigt wird? LIEBE und nichts als LIEBE. Aber nicht die geheuchelte Liebe, die zu Weihnachten gern in den Kirchen gepredigt werden, sondern die bedingungslose Liebe. Mit selbstgemachten Geschenken, kann man diese Liebe sehr gut demonstrieren, denn nichts ist liebevoller, als sich hinzusetzen und für Menschen, die man von Herzen liebt etwas mit den eigenen Händen zu formen und zu erschaffen.

Ich wünsche euch heute die wahre Liebe, die euer Leben bereichern soll und ein wunderschönes Fest der Rückkehr der Sonne, auf dass sie uns viele fruchtbare Tage in ihrem neuen Zyklus bescheren wird.

Eure Jutta