Lebensgemeinschaften

Ein Kapitel in meinem Buch dreht sich um Lebensgemeinschaften und da ich noch immer Leute suche, die Lust haben das mit mir zusammen zu verwirklichen, schreibe ich heute hier nochmal darüber:

„Lebensgemeinschaften geben Luft zum Atmen – sie vergrößern das Verständnis füreinander und die Liebesfähigkeit des einzelnen. Sie eröffnen vor allem Kindern einen weiten Horizont für die Fähigkeiten des Menschen.“ *Peter Lorie

Lebensgemeinschaften sind die heutigen Großfamilien und kleinen Dörfer, wie sie vor 10.000 Jahren nach der Zeit des Umherwanderns entstanden. Je, größer und unübersichtlicher eine Gemeinde wurde, desto schwieriger war und ist es ein natürliches soziales Gefüge herzustellen und so kann eine Machtelite die Massen manipulieren. Kleine Gemeinschaften lassen sich nicht manipulieren und verwalten sich immer selbst. Es gibt also keine überdimensionale Elite die weltweiten Einfluss hat, jedenfalls hat sie keinen Einfluss und Zugang zu Gemeinschaften. Eine Lebensgemeinschaft darf aber nicht größer wie 100 Menschen sein, sonst wird es wieder zu unübersichtlich. Es gibt mittlerweile weltweit Lebensgemeinschaften und in ihnen wird entweder einer gemeinsamen Doktrin gefolgt oder sie legen wert auf gemeinsame Werte und einen ähnlichen oder gleichen Lebensstil und sind ansonsten unpolitisch. Kleine Lebensgemeinschaften fördern das Potenzial jedes einzelnen Menschen und beinhalten gerade für Kinder unglaubliche Möglichkeiten. „Wenn man tagein, tagaus in einem kleinen Haus oder einer Wohnung lebt und immer nur mit denselben zwei oder drei Menschen redet, dann bekommt man unweigerlich eine etwas beschränkte Weltsicht. Die Schule soll unseren Kindern weitere gesellschaftliche Impulse geben, aber sie ist heute nicht mehr in der Lage , den Horizont eines Kindes zu erweitern, sondern engt ihn durch starre, streng begrenzte Vorstellungen ein.“ (aus dem Buch von Peter Lorie „Mit den Augen eines Kindes“.)

Hier gibt es meist von den Eltern selbst gegründete freie Schulen und jeder Erwachsene arbeitet im Idealfall in seiner Gemeinschaft.

Heutige Städte und sogar schon Dörfer sind so groß, dass man kaum soziale Kontakte pflegen kann, außerdem sind die Mieten so hoch, dass man immer nur am arbeiten ist, um sich eine Wohnung leisten zu können, in die man nur zum schlafen kommt. Um sich irgendwie von der Arbeit zu erholen und zu entspannen, schaltet man das Fernsehen an und lässt sich berieseln und bemerkt nicht, wie man so vom Bewusstsein ganz unbemerkt, manipuliert wird. Es dürfte heute jedem einigermaßen aufgeweckten Menschen klar sein, dass der Mainstream eine riesige Propagandamaschine ist und was gibt es günstigeres für die Manipulierer, wenn der Mensch müde von der Arbeit, sich von Radio und Fernsehen berieseln lässt und er womöglich noch dabei einschläft und alles was man ihm so „einimpfen“ will, wunderbar schnurstracks ins Unterbewusstsein wandert.

Menschen die in Gemeinschaften leben, arbeiten zum einen das, was sie erfüllt und was für die Gemeinschaft einen Wert hat und sind dann nach der Arbeit auch nicht so erschöpft und zum anderen sind da viele soziale Kontakte, wo man, wenn man es nicht ausdrücklich wünscht auch nicht alleine gelassen wird. Außerdem gibt es verschiedene Projekte an denen man gemeinsam arbeitet und/oder man spielt zusammen. Der Mainstream ist hier zum größten Teil überflüssig. Hier haben Machteliten keinen Zugriff, es gibt sogar schon Gemeinschaften, die besitzen ihr eigenes Geldsystem.

Was hält uns davon ab autarke Gemeinschaften zu gründen? Auch besonders für Alleinerziehende ist eine Gemeinschaft, die beste Idee. Die Kinder wachsen mit anderen Kindern aller Altersstufen auf und werden nicht wie außerhalb nach dem Alter separiert. Sie haben außerdem viele Erwachsene um sich, an denen sie sich orientieren können und die sie sich zum Vorbild nehmen können. Es gibt meiner Ansicht nach nichts, was besser als eine Lebensgemeinschaft wäre.

Das System in dem wir schon seit tausenden von Jahren leben wird sich nicht ändern, wenn wir nichts ändern und kleine autarke Gemeinschaften gründen und gut aufpassen, dass keine Machtelite kommt und sich dort einkauft oder sie gewalttätig nimmt. Die kleinen Dörfer im Mittelalter zum Beispiel hatten immer einen Lehnsherrn und genau das ist das gleiche wie heute die Machtelite mit ihren Konzernen. Die Menschen mussten Steuern an den Lehnsherrn zahlen und waren nicht frei in ihrer Gemeinschaft und wenn sich die Menschen Widerstand leisteten, gab es immer einen in der Gemeinschaft den man mit Geld gefügig machen konnte und der die restlichen Bewohner einschüchterte oder man hatte Soldaten und erlangte mit Gewalt Zutritt.

Natürlich darf es keine Hierarchie in solchen Gemeinschaften geben, also im Grunde ein Leben nach dem weiblichen Prinzip, wobei auch das männliche Prinzip integriert werden muss. Zusammen zu lernen, wie man gemeinsam beide Prinzipien miteinander vereint, ist bestimmt eine spannende Aufgabe, an der alle Bewohner wachsen und reifen würden.

Wer Ideen dazu hat, melde sich gern bei mir. Vielleicht finden wir etwas zusammen!?

©Jutta Velten