"Frauen sind die die Experten des Lebens…"

…die Mächtigen (Männer*) sind Experten für den Tod.“

Diesen Satz sagte Dr. Vandana Shiva auf ihrer Rede zu der Eröffnung der Lessingtage 19.Januar 2020, „Eine andere Welt ist möglich“. https://www.youtube.com/watch?v=CvieimGKZPc&t=21s

*Männer, habe ich zugefügt, da ich vermute, dass sie das im Grunde sagen wollte, da sie ja auch von den Frauen sprach, es aber nicht sagte, weil sie sonst die Männerwelt gegen sich aufbringt, da die Masse nichts über die jeweiligen Prinzipien weiß. Aber Vandana Shiva weiß, wie ich auch, darüber Bescheid und damit das noch mehr Menschen erfahren, schreibe ich ja ein Buch darüber, dass die Macht aus dem männlichen Prinzip stammt und dass das Leben geben, aus dem weiblichen Prinzip stammt. Die Mächtigen(bis auf wenige Ausnahmen wie die Königinnen) waren bis zur Emanzipation der Frau, immer Männer. Erst mit dem Feminismus, gierten die emanzipierten Frauen ( oder solche die sich dafür hielten) nach Macht, indem sie fast ausschließlich das männliche Prinzip lebten und leben. Macht ist die Gier des Egos und das weibliche Prinzip ist vom Altruismus geprägt.

Noch einen sehr bezeichneten Satz sagte sie, als es um die Ur-Samen (Samen ihrer Vorfahren) ging, die sie und ihre Organisation bewahren, denn es gibt Kräfte(Männer und gierige Frauen, die ihr Prinzip verleugnen und die ich ab sofort „Mauen“ nenne), die Patente auf die Pflanzen erheben wollen. Sie sagte:“Männer schauen auf oder nach dem Markt, Frauen schauen nach oder auf das Leben.“ Männer und „Mauen“ tun nun mal immer etwas, was zu ihrem Vorteil ist, meist ist dieser Vorteil finanzieller/materieller Art und zur Befriedigung ihrer Gier, das ist ganz natürlich, denn es ist Inhalt ihres Prinzips. Frauen tun immer etwas das dem Leben und der Erhaltung dessen dient. Auch das ist natürlich, denn es ist Inhalt ihres Prinzips.

Würde nun ein Gleichgewicht zwischen beiden Prinzipien existieren und sich Mann und Frau ergänzend und nicht gespalten/getrennt gegenüber stehen, würde die Frau das Leben erhalten wollen und der Mann würde dafür sorgen, dass es umgesetzt wird. Die Natur hat das ziemlich intelligent eingerichtet und alles Leben auf der Erde hält sich an dieses Gesetz, nur der Mensch nicht.

Mal abgesehen von dem „Klimawandelwahn“, zerstören Männer und „Mauen“ weltweit die Natur, sie beuten sie aus, sie töten sogar ihre unschuldigen Mitmenschen und die gesamt Flora und Fauna, und denken nicht oder nur flüchtig, an das Leben. Das sind Fakten und wird wohl keiner bestreiten. Ob das nun zu einem Klimawandel führt oder nicht ist im Grunde unerheblich, denn wir müssen dringend unser Verhalten der Natur gegenüber verändern.

Veränderung funktioniert aber nicht, indem wir auf die Straße gehen, Politiker ersetzen, Revolutionen(im alten Schema) ausrufen, auch auf einen „Heilsbringer“ zu warten, der die Welt rettet, wird schief gehen, sondern Veränderung geschieht immer zuerst bei uns selbst. Dafür ist es unerlässlich, dass sich zuerst einmal die Frauen, die schon die ganze Menschheit hindurch die Hüterinnen der Erde waren, die nur die Interessen des Lebens vertreten und die Natur für ihre Kinder bewahren, zu ihrem Prinzip zurückfinden und ihr Ego so weit ablegen, dass sie keine Macht mehr anstreben und die Gier ein Ende hat. Dann würde schon mal grob die Hälfte der Menschheit nichts mehr bei Großkonzernen einkaufen und ihre Nahrung so weit es am Anfang des Umbruchs möglich ist, selbst in Permakulturanbauweise anbauen, dann würden alle Ego-und Machtstrukturen wegbrechen.

Es wäre so einfach! Gleichgewicht würde wieder zwischen männlich und weiblich entstehen, Blockaden würden aufbrechen, Energie würde wieder ungehindert zwischen den gegensätzlichen Polen Frau/Mann fließen. Es wundert mich immer wieder, dass jeder weiß, dass alles Energie ist und dass Energie immer nur dort fließt, wo zwei gegensätzliche Pole zusammentreffen und trotzdem bekommen es die meisten Menschen nicht hin, den Menschen in dieses Naturgesetz zu involvieren. Warum tun die meisten sich so schwer damit, dies zu begreifen? Vermutlich ist es der Ego-Verstand, der sich dagegen sträubt.

Ich habe oft den Verdacht und den habe ich hier auch schon des Öfteren verlauten lassen, dass die meisten keine Veränderung wollen und schon gar nicht, wenn sie so einschneidend wäre. Noch nicht mal um einen Krieg zu verhindern, wollen Menschen sich ändern. Veränderung kommt einer Geburt gleich und ist schmerzhaft, wenn man sich dagegen sträubt (aber ein Krieg doch auch!?). Wir tun seit Jahrtausenden nichts anderes, als uns gegen eine schmerzfreie Geburt zu entschieden und leiden immer und immer wieder aufs Neue, indem wir einfach nicht einsehen, dass wir selbst etwas tun müssen. Früher, als Frauen noch derart unterdrückt wurden, dass sie sich nicht einmal getraut haben „Piep“ zu sagen, haben Frauen lieber gelitten, als sich von dem Patriarchat der Männer zu befreien. Als sie sich dann befreien wollten, haben sie sich so befreit, dass es kaum Schmerzen gebracht hat, aber sie haben die Konsequenzen für die Zukunft nicht bedacht. So sehen übrigens auch die Geburten heute aus: Frauen wollen keinen Schmerz und so lassen sie ihr Kind entweder mittels Kaiserschnitt holen oder sie lassen sich den Unterleib betäuben, völlig egal ob das dem Ungeborenen schadet oder nicht. Der Egoismus der modernen Frauen geht leider immer auf Kosten ihrer Kinder! Jetzt ist es wieder so! Frauen könnten sich nun endlich, nachdem sich die Geschichte immer und immer wiederholt, aus dem Sumpf, in den sie gerade mitsamt ihren Kindern zu sinken drohen, befreien, indem sie sich entscheiden das bequeme und schmerzlose Ego abzulegen und in die Transformation eines neuen Zeitalters zu schreiten, auch wenn sie erst einmal schmerzhaft sein wird. Keine Schmerzmittel, keine Wehenhemmer, sondern zu akzeptieren, dass sie nicht als Mann geboren sind und deshalb einem völlig anderen Prinzip unterliegen. Sie könnten diese Transformation in einem wahren Neubeginn erleben, indem sie sich auf die starken Energiewellen der Geburt einlassen und erst mal auf all das verzichten, an dem ihr Ego so hängt. Zurück in ihr Prinzip zu gehen, gleicht der Geschichte der Inanna. Inanna war eine Göttin Sumers im heutigen Irak. Auf dem Weg zu ihrer Schwester in die Unterwelt, musste sie sieben Tore passieren und immer etwas zurücklassen, was ihr Ego stärkt. Zum Schluss trat sie nackt vor ihre Schwester Ereshkigal, von der sie getötet wurde. Aber zum Ende der Geschichte, bereut die Schwester der Unterwelt, dass sie Inanna getötet hatte und schickte sie ins Leben zurück, aber nur unter der Bedingung, dass sie jemand anderen hinunter zu ihr schickte. Als Inanna zurückkam, sah sie ihren Mann feiern und sich mit anderen Frauen vergnügen und so schickte sie ihn in die Unterwelt zu ihrer Schwester Ereshkigal.

Frauen gehen normalerweise in ihrem Leben häufig den Weg der Inanna, aber seit der Emanzipation weniger, denn sie wollen nichts loslassen, sich nicht mehr von ihrem Ego trennen und das ist zum riesen Problem in unserer Gesellschaft geworden.

©Jutta Velten