Meine Zitate & Gedichte

Der liebevolle Umgang mit allem Leben ist uns angeboren.
Erst wenn das Ego wächst und mächtig wird, ensteht der Zwang andere auszubeuten, zu betrügen, zu lügen, zu misshandeln und zu morden.
Mit jedem Wachstum des Egos geht ein Stück der bedingungslosen Liebe verloren, die normalerweise jedes Lebewesen auf der Erde besitzt.

©Jutta Velten

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Nur du als Frau

Artwork by Debra Bernier 

Als Frau sprichst du die selbe Sprache

wie die Erde und nur eine Frau kann diese Sprache verstehen.

Die Jahreszeiten, die Gezeiten, der Fluss,

und auch die Steine, alles spricht zu dir –  als Frau.

Nur du als Frau verstehst das Leben,

nur du weißt wie es funktioniert.

Du trägst das Wissen und die Weisheit

der Erde mit dir – als Frau

Du, als Frau stehst in ständigem Kontakt mit der Erde und nur du weißt, wenn es der Erde

schlecht geht dann geht es auch dem Menschen schlecht.

Als Frau hast du die Aufgabe, die Erde zu hüten

du hast die Aufgabe sie mit deinem Leben zu beschützen.

Du musst das Wissen der Erde bewahren

und sie an deine Kinder weitergeben.

Du bist eine Frau und trägst die Verantwortung

für die Erde, wie für dich selbst und für deine Kinder

und Kindeskinder.

©Jutta Velten 2015

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Oh was für ein glücklicher Tag…

Oh, was für ein glücklicher Tag,
als ich entdeckte, dass es keinen Jesus gab,
der für meine Sünden starb!

Oh, was für ein glücklicher Tag,
an dem ich entdeckte, dass ich die Verantwortung trage
für jede Klage, jede Lage und für jede Frage.

Oh, was für ein glücklicher Tag,
an dem ich entdeckte,
dass jeder Fehler den ich mache,
eine Lektion ist,
auf dass ich erwache!

Oh, was für ein glücklicher Tag,
an dem ich begriff, dass es die Erde ist
die uns Leben schenkt
und kein Gott der angeblich unser Leben lenkt.

Oh, was für ein glücklicher Tag,
als ich erkannte, dass nur ich etwas bei mir verändern kann
und nicht eine andere Frau und auch kein Mann.

Oh, was für ein glücklicher Tag,
als ich verstand, dass alles liegt in meiner Hand,
und dass jeder ist ein Körnchen Sand,
aus dem die Wüste entstand.

Oh, was für ein glücklicher Tag,
als ich mir der Ganzheit wurde bewusst,
aber dass jeder verantwortlich ist für seinen Frust.

Oh, was für ein glücklicher Tag…

©Jutta Velten 2015

…inspiriert durch den Gospelsong „Oh,happy day“ den ich gerne mag, aber nicht den Inhalt dieses Songs – deshalb habe ich ihn umgeschrieben.

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10 kleine Mädchen

10 kleine Mädchen fanden mal was toll.

Die Erste verabschiedete sich schon bald,
denn die Füße wurden ihr zu kalt.

Die Zweite sah sich um:
„Das ist mir gar zu dumm.“

Die Dritte erwartete was
und dann wurde es ihr zu krass.

Der Vierten gefiel was sie las,
aber plötzlich machte es ihr auch keinen Spaß.

Die Fünfte verstand nicht den Sinn
und dachte: „Ich glaub‘ ich spinn.“

Die Sechste war ganz hingerissen,
aber es war ihr zu verbissen.

Der Siebten wurde einiges klar,
aber es war für sie nicht greifbar.

Die Achte dachte fast ebenso,
aber es war ihr zu viel Psycho.

Die Neunte, wollte bleiben
aber sie wollte den Schmerz vermeiden.

Die Zehnte wurde sich bewusst
und dadurch bekam sie einen Frust.

So haben alle zehne etwas nicht verstanden,
der Sinn kam ihnen abhanden.
Sie wollten sich nicht mehr konfrontieren,
denn es ging ihnen an die Nieren.
Dabei verloren sie den Blick,
für den eigentlichen Trick.

Adieu und alles Gute,
und das in jeder Minute!

©Jutta Velten

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Der fliegende Teppich

Artwork by Beth Hoeckel

Ach wie gerne hätt‘ ich einen fliegenden Teppich,
der mich umweltfreundlich von einem Ort zu nächsten trägt.
Auf dem ich von oben sehe, was sich unten so alles bewegt.

Zuerst werd‘ ich nach Schottland und Irland fliegen,
um die magischen Orte zu sehen, die mir beschrieben.
Dann über den Atlantik nach Grönland brausen
zu den kälteliebenden Banausen.

Über Kanada ward‘ ich vom Winde getrieben,
die wundervolle Natur zu überfliegen.
Dann ab, über den Urwald Südamerikas,
das war‘ ein riesen Spaß.

Von dort steuerte ich Afrika an –
mal sehen, wie weit ich da kommen kann?
Ich sehe die Löwen, Elefanten und Giraffen,
die mich neugierig angaffen.

Einen fliegenden Teppich haben die noch nie gesehn‘
und können’s einfach nicht verstehn‘.

Die Menschen trauen ihren Augen kaum,
für sie ist das alles wie aus einem Traum.

Also flieg ich weiter, das Wetter ist heiter,
nach Indien und ganz ohne Flugbegleiter.
Dort wundert sich keiner, nicht einmal einer,
über einen Teppich der fliegt,
und scheinbar gar nichts wiegt.

Achje, da fällt mir plötzlich ein,
dass ich vergaß den Wein,
der ein Geschenk sollte sein.
Naja, jetzt ist es schon zu spät,
ich bin vom Winde ganz verweht,
als der Hahn plötzlich kräht.

Die Reise war leider nur ein Traum,
der Teppich hängt im Apfelbaum.
Die Realität hat mich wieder
und zum Glück fehlen mir keine Glieder!

©Jutta Velten2015

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Das Meer

Die Wellen schlagen an den Strand
ewig könnt‘ ich hier steh’n, auf weichem Sand.
Die Luft ist feucht und auf den Lippen schmeck‘ ich Salz.
Es atmet mich, die Wellen schlagen bis zum Hals.
Ich fühle es mit allen Sinnen, ich werde eins mit ihm,
ich kann ihm nicht entflieh’n

Es zieht mich hinaus und spült mich an Land
und plötzlich liege ich an einem fernen Strand.
Hier ist es wie im Paradies, warm ist der Sand
und irgendwie ist mir doch alles bekannt.

Man hört kein Laut, nur die Wellen rauschen
und sieht wie sie sich immer höher aufbauschen.
Ich bleibe still, bin jetzt hier, ich atme mit dem Wellenschlag
und sitze noch am nächsten Tag.

Das Meer hat mich erfasst mit seiner Magie,
hat mich getränkt mit unendlicher Energie.
Ich lebe nun mit den Gezeiten
und den Delfinen die mich begleiten.

………

Ich wache auf. Es war nur ein Traum.
Alles was bleibt ist nur der Meeresschaum.
Aber halt, wie kann das sein?
Bin ich denn nicht wieder daheim?

War es nun Traum oder Wirklichkeit?
Was geschieht gerade mit der Zeit?
Ich schmecke immer noch das Salz auf meinen Lippen
und höre die Brandung an den Klippen.
Ich sehe wie die Wellen schäumen,
bin ich jetzt wach oder immer noch am träumen?

©Jutta Velten

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Der Schmetterling

Der Kokon, in dem ich die letzten Jahre saß,

war nicht unbedingt ein Spaß.

Vieles musste ich mir ansehen,

um das Leben zu verstehen.

Muster, durch Eltern und Gesellschaft geschaffen

die sich gegen mich richteten wie Waffen,

wurden mir schmerzlich bewusst,

sie loszulassen war kein Verlust.

Auch von allgemeinen Glaubenssätzen,

die man für normal ansieht

löste ich das letzte Bindeglied.

Alles lernte ich zu hinterfragen,

auch die vielen Mythen und Sagen,

alles drehte ich herum,

und dabei war ich nicht gerade stumm.

Vieles habe ich verloren ,

aber auch Neues wurde geboren.

Es entwickelte sich alles in Stufen

und zeigte mir wozu ich berufen.

Jetzt löse ich mich von den letzten

klebrigen Strukturen,

und man sieht schon die ersten Konturen

der bunten Flügel die darauf warten ,

in den Himmel zu starten.

So wunderschön sind meine Flügel,

die mich gleiten lassen über alle Hügel.

Kein Ballast hält mich noch fest,

jetzt such‘ ich mir ein neues Nest.

Es gibt vieles zu entdecken

und Leckeres zu schmecken,

neue Länder werde ich erkunden

aber mit meinen Wurzeln bleibe ich verbunden.

Nun fliege ich los,

erhebe mich von des Erdenmutters Schoß

Vielleicht komme ich zurück,

vielleicht finde ich auch woanders mein Glück.

©JuttaVelten 2015

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Ich bin eine Frau…..

Ich bin eine Frau…

Wie oft sitze ich da und weine –
weine um mein verlorenes weibliches Prinzip.
Ich möchte es leben –
aber in einem System das nur Platz für linear funktionierende Menschen hat, ist es kaum möglich.


Ich bin eine Frau –
ich habe das Recht mein Prinzip zu leben.
Ich versuche es.
Ich falle –
tiefer und tiefer, bis ich auf der Erde liege.
Ich stehe wieder auf –
kämpfe
befreie mich von den Jahrtausende alten klebrigen
patriarchalen Strukturen
und falle wieder.


Es ist ein Kampf –
der mich immer wieder straucheln lässt.
Obwohl es doch selbstverständlich sein sollte
das zu leben wofür ich geboren bin.
Ich möchte doch nur eine Frau sein,
die ihre Weiblichkeit lebt –
die ihren Zyklen folgt –
die all ihr Frau sein zum Ausdruck bringen darf!

Ich bin eine Frau…

©Jutta Velten

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❀Der Traum vom Liebsten❀

❀Ach, hätt‘ ich doch nur ein Bett
mit Rosenblüten – so duftend und so zart.

❀Ach, würden doch am Morgen
mich zarte Lippen küssen und
Hände mich liebkosen.

❀Ach, wäre da doch einer, der mich
sanft auf Händen trägt
und nur eine Zeitlang mit mir in die Traumwelt entschwebt.

❀Ach, sich an den Händen halten
und gemeinsam dem Alltag entfliehn‘.
So schöne Stunden dürften nie vorüber ziehn‘.

❀Ach, hätt‘ ich doch nur ein Bett
mit Rosenblüten…..❀

©Jutta Velten

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August

Guten Tag ich bin der August,

ich komme zu euch ganz ohne Frust.

Mit mir kommt die neue Ernte ins Haus

und so auch manche kleine Maus.

„Wenn in der ersten Augustwoche ist es heiß,

dann wird der Winter lange weiß.“

So lautete die Bauernregel

und deshalb hissen wir jetzt noch die Segel.

Hinaus aufs Wasser fahren wir,

und sind voller Neugier-

was wir wohl alles erleben werden

auf dem Wasser und auf Erden?

Genießt jetzt noch die Sonne

denn schnell ist sie vorbei die Sommerwonne.

Der Herbst steht schon vor der Tür,

und wartet auf seine Kür.

Ich wünsche euch einen frohen August –

und einen Monat voller Lebenslust!

©JuttaVelten

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Liebesreigen

Bühre mich, nicht nur mit deinen Händen,
berühre mich mit deiner Stimme,
berühre mich mit deinem Lachen,
berühre mich mit deinem ganzen Körper.

Sei bei mir, wenn die Welt um uns zerbricht,
sei bei mir , wenn ich nicht mehr weiter weiß,
sei bei mir, wenn ich fröhlich bin,
sei bei mir, wenn ich vor Glück tanze.

Halte mich fest, auch in den harten Zeiten,
halte mich fest, wenn ich davon rennen mag,
halte mich fest, wenn ich falle,
halte mich fest, wenn ich weine.

Lasse mich los, wenn ich Freiraum brauche,
lasse mich los, wenn ich mich verloren habe,
lasse mich los, wenn du mich nicht halten kannst,
lasse mich los, wenn es an der Zeit ist.

So, wie du mich berührst, so berühre ich dich.
So, wie du bei mir bist, so bin ich bei dir.
So, wie du mich hälst, so halte ich dich.
So wie du mich loslässt, so lasse ich dich los.

©Jutta Velten 2016

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September

Der Altweibersommer kommt mit seinen letzten warmen Tagen

In der Früh und am Abend ist schon empfindlich kalt

Man fragt sich täglich was man heute wohl kann tragen

aber trotzdem gehen wir in den Wald

So langsam wechseln die Bäume ihr grünes Kleid,

um sich mit den schönsten Farben zu schmücken.

Wir laben uns an der bunten Schönheit

die uns immer wieder versetzt in Entzücken.

So geht der Sommer dahin und der Herbst schaut durch die Tür

Morgens und Abends kann man manchmal schon die Elfen tanzen sehen

sie vollführen eine wunderschöne Kür,

bevor sie im Nebelhauch verwehen.

Der Sonnenstern verjagt die tanzenden Elfen

sobald der Tag anbricht,

denn Sonne mögen sie nicht.

Aber wenn es Abend wird weben sie wieder ein neues Kleid

und das solange bis es schneit.

©Jutta Velten

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Oktober

Krähen begrüßen diesen Oktobermorgen
und wünschen einen Herbsttag ohne Sorgen.
Der Regen plätschert auf das meist noch grüne Laub, und reinigt die Luft vom Erdenstaub.

Es ist noch nicht kalt,
aber der Sommer ist jetzt alt.
Der Herbst hält Einzug in das Land
der Sommer reicht dem Herbst die Hand.

 Müde ist der Sommer nun, jetzt kann er ruhn‘,
nun kann der Herbst seine Arbeit tun.
Er hat den Pinsel schon in der Hand,
er mischt die Farben, das ist interessant –
rot, orange, gelb, und braun,
es ist faszinierend im zuzuschaun‘.

In den Farben des Sommers,
entsteht sein Meisterwerk
im Tal und auf dem Berg.
Manchmal lockt er die Sonne hervor,
dann glänzt alles gülden vor jedem Tor.

Bevor der November
mit seinen grauen Farben Einzug hält,
will er nochmal verschönern diese Welt –
auf dass wir nicht Trübsal blasen,
bis er wieder grün ist, der Rasen.

Geh‘ raus in den Wald
und lausche dem Wind,
der mit den Blättern spielt wie ein Kind.
Lass‘ dich von den Farben verzaubern,
und am Abend Zeit haben zum plaudern.

©Jutta Velten 2016

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Samhain

So reichen wir dem Tod die Hand
und tanzen mit ihm über Feld und Land.
Nur wer das Leben fürchtet,
fürchtet auch den Tod,
und ist wirklich sehr in Not.

Samhain, das Fest, das wir mit den Ahnen feiern,
nichts lässt sich heute Nacht verschleiern.
Die Ahnen sind nah, kannst du sie spürn‘
sie greifen nach deiner Hand und wollen dich führn‘.

 Sei mutig und steige hinab,
mit ihnen ist das kalte Grab
und begegne den dunklen Gestalten
damit sie dich nicht vom Leben abhalten.

Am Morgen kehrst du durch den Nebel zurück,
und stellst fest, du bist am Leben – was für ein Glück.

Nun fürchtest du nicht mehr Tod noch Leben,
und kannst nach dem Lichte streben.

Samhain, lass‘ es dir sagen,
ist nichts zum Klagen.
Es ist das das Hexen Neujahrsfest,
indem das Alte uns verlässt.

Das Ende ist auch immer ein Anfang,
und nie ein Untergang.
Reiche nun dem Ende die Hand
so spürst du ein starkes Band-
es führt dich dein Leben lang,
immer im Einklang.

©Jutta Velten 2016

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November

Nebel kriecht herauf,
der Sonnenstern verändert seinen Lauf.
Es wird jetzt empfindlich kalt,
da das Jahr ist nun schon alt.

Das Leben richtet sich nach innen,
und manch einer sieht dort vielleicht ein Licht erglimmen.
Nach diesem Licht solltest du streben
wenn du verstehen willst, dein Leben.

 Die Natur legt sich zur Ruh‘
und deckt mit buntem Laub die Erde zu.
Die Stürme brausen durch das Land,
Himmel und Erde bilden ein Band.

Drinnen machen wir es uns gemütlich,
Kerzen flammen wieder unermüdlich.
Wir kuscheln uns zusammen
und sind so wieder mehr beisammen.

Möge der November dich verzaubern mit seiner Magie,
und du lauschen seiner einzigartigen Sinfonie.
Mögest du die Schönheit hinter dem Nebel erkennen
und nicht davor wegrennen.
Mögest du Freude haben am Leben
und anderen etwas davon abgeben.
Mögest du einen glücklichen Monat verbringen
das wünsche ich dir vor allen Dingen!

©Jutta Velten 2016

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Rapunzel

Da steht sie am Turmfenster
und kämmt ihr langes Haar.
und das schon Jahr um Jahr.

Sie kämmt ihr langes Haar,
und mancher glaubet gar,
dass sie auf etwas wartet, Jahr um Jahr.

 Wartet sie auf einen Prinzen
der ihr was verspricht?
Oder auf ein Zeichen,
oder ein helles Licht?

So steht sie Jahr für Jahr
und kämmt ihr langes Haar,
und mancher kommt daher,
mit Seil, Schwert und noch viel mehr.

Den Turm will er erklimmen
und er ist ganz von Sinnen.
Er will zu ihr hinauf
und kommt einfach nicht drauf‘:
Warum sie wohl im Turme ohne Türe sitzt,
es fehlt ihm ein Geistesblitz.

So steht sie da und kämmt ihr Haar,
ein ganzes Heer von Mannen war schon da.
Aber keiner konnte zu ihr gelangen,
auch nicht mit dem allergrößten Verlangen.

Vielleicht kommt einmal einer daher,
der nicht will hinauf gelangen und
fiele es ihm auch noch so schwer.
Einer der die Idee besitzt,
einen anderen Turm zu bauen
als seinen eigenen Sitz.

Der dann aus seinem Fenster schaut
in’s Turmzimmer der geliebten Braut.
Solange bis sie ihn erblickt und winkt,
dann ist er sicher ganz beschwingt.

Auf ihn hat sie gewartet Jahr um Jahr,
kämmend ihr langes Haar.
Auf jenen der die Geduld aufbringt,
und mit sich im Einklang schwingt,
Der ihr auf Augenhöhe begegnet,
ganz egal wie stark es regnet.

Dann haben sie zusammen geflochten
eine Brücke aus ihrem Haar
und so können sie sich nun besuchen
Jahr für Jahr.

©Jutta Velten 2016

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Ein Licht

Ein Licht für dich in dieser Zeit,
möge es dir leuchten und sei dein Weg auch weit.

Ein Licht für die Eltern in dieser Welt,
mögen ihnen ihre Kinder mehr wert sein als Geld.

Ein Licht für die Kinder von heute,
möge es ihnen bringen reine Freude.

Ein Licht für die Kranken überall,
mögen sie schnell genesen, auf jeden Fall.

Ein Licht für die Alten, die so viel geschafft,
möge es ihnen bringen sehr viel Kraft.

Ein Licht für die Frauen, das Fundament
mögen sie es nutzen für ihr Talent.

Ein Licht für die Männer, die Rationellen
mögen sie es nicht nur verwenden für Tabellen.

Ein Licht für die Tiere, die mit uns leben,                                                                                             und die uns so vieles von sich geben.

Ein Licht für die Pflanzen, die sich uns schenken,
und so unsere Gesundheit lenken.

Ein Licht für die Erde, die Mutter die uns trägt
uns alles schenkt und keine Zweifel hegt.
Die Hoffnung in uns Menschen setzt,
auch wenn wir haben sie so verletzt
und sie durch einen Glauben ersetzt.

Ein Licht für den Himmel, der unendlich ist
der seine Sterne scheinen lässt, auch für den Pessimist.
Der uns hält in seiner Bahn,
egal was der Mensch auch tut in seinem Wahn.
Er schenkt uns Sonne, Wind und Regen,
und ist deshalb für die gesamte Erde ist ein Segen.

©Jutta Velten 2016

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Dezember Träume

Träume glitzernd, wie der Schnee.
Träume warm, wie heißer Tee.
Träume spürn bis in den Zeh‘.
Träume, soviel wie Sommer Klee.

Träume, die Hoffnung sind.
Träume, wie ein kleines Kind.
Träume, die kommen wie der Wind.
Träume, träume geschwind.

Träume, von einer besseren Welt.
Träume, zu leben auch ohne Geld.
Träume, von einem knallgelben Feld.
Träume, die man wo bestellt?

Träume, die dich fröhlich machen.
Träume, die dich bringen zum lachen.
Träume, die erfinden Drachen.
Träume, die lassen es krachen.

Träume, die die Kinder haben.
Träume, so viele wie Bienenwaben.
Träume, von manch schönen Gaben.
Träume, die nicht alle haben.

Träume, die nie zu Ende gehn‘.
Träume, die nicht verwehn‘.
Träume, die uns im Kreise drehn‘.
Träume, die immer wieder neu entstehn‘.

Träume die der Dezember bringt.
Träume, wo alles in dir erklingt.
Träume, die zum Singen sind.
Träume, im Dezember Wind.

Dezember Träume…..

©Jutta Velten 2016

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Die Prinzessin auf der Erbse

                                  Artwork by Edmund Dulac

Es war einmal eine Frau

empfindsam wie der Morgentau

Sie war so sensibel

und alles was sie sah,

ging ihr zu nah.

So lebte sie ganz einsam

aber noch lange nicht schweigsam,

denn alles was sie sah und was ging ihr so nah,

darüber schrieb sie Jahr für Jahr.

Eines Tages machte sie sich auf den Weg,

ging über Stein und Steg

in ein fremdes Land, mit Berg und Strand,

und so wurde sie zum Emigrant.

Denn in einem Land,

indem sie kein Verständnis fand,

ist es für Prinzessinnen auf der Erbse schwer

und im Grunde menschenleer.

Sie klopfte an viele Türen,

aber keiner wollte sich rühren.

Sie liesen sie im Regen stehn‘,

deshalb entschloss sie sich fort zu gehn‘.

Durch viele Matratzen konnte sie die Erbse spüren

und sich manchmal vor Schmerz kaum rühren

Das war es, das keiner verstand,

weil so viele in diesem Land,

hart waren wie eine Wand.

Die Erbse hielt sie bewusst und wach

und erst wurde sie davon schwach,

doch dann bekam sie Mut

und alles wurde gut.

Sie fand an anderer Stelle,

eine unerschöpfliche Quelle,

wo Menschen ihre Gabe erkannten,

ihr Gespür schätzten und es benannten

und es für sie nicht seltsam war,

weil sie durch ihr Gespür,

alles anders sah.

©Jutta Velten 2015

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Ein Stern

Er scheint für dich und auch für mich
und scheint unvergänglich.
Aber auch dieser kleine Schein
muss vergänglich sein.
Damit er wieder irgendwann
neu entstehen kann.

So wie der Stern vergeht
und wieder neu entsteht,
wirst auch du vergeh’n,
und immer wieder neu entsteh’n.

©Jutta Velten

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Der Herbst

Die Gartenstühle stehen einsam und verlassen
sie dienen gerade noch dem Laub als Sitz.

Der Nebel steckt in allen Gassen
die Welt versinkt total im Nassen.

Die Bäume tragen buntes Laub
die irgendwann zerfallen zu Staub.

Der Herbststurm weht uns um die Ohren
jetzt werden lauter Träume geboren.

Wir haben Zeit etwas zu basteln
die Kinder freut’s wenn wir nicht hasten.

Der warme Tee nach dem Spaziergang genossen
gibt rote Wangen, aber keine Sommersprossen.

Am Abend sitzt man gemütlich beisammen
erzählt Geschichten, die von den Alten abstammen.

Am Morgen will man nicht gern aus dem Bett
denn die Wärme in ihm ist ja so nett.

Jetzt rücken wir wieder näher zusammen –
die Berührungen sind’s die uns entflammen.

Vielleicht kommt so die Liebe zurück
die uns abhanden gekommen ist – ein Stück.

Lasst uns diesen Herbst dazu gebrauchen
den Menschen wieder Liebe einzuhauchen.

©2014Jutta Velten

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Wєηη ∂υ мϋ∂є вιѕт υη∂ єяѕcнσ̈ρƒт, кєня єιη, яυн ∂ιcн αυѕ – ƒϋнℓ ∂ιcн ωιє zυ Hαυѕ, ιм Äη∂єянαυѕ.


Hιєя вєкσммѕт ∂υ αℓℓєѕ υη∂ ησcн νιєℓ мєня –
∂αѕ Lєвєη ιѕт ∂σcн gαя ηιcнт ѕσ ѕcнωєя.

Hιєя ƒιη∂єη Kσ̈яρєя, Gєιѕт υη∂ Sєєℓє Rυн‘
υη∂ ∂αѕ αℓℓєѕ gяαтιѕ – ηαнєzυ.

Kσмм‘ нєяєιη ѕєι мєιη Gαѕт –
нιєя gιвт єѕ кєιηє Hαѕт.

Lαѕѕ ℓσѕ υη∂ ѕєι вєяєιт,
∂αηη ωιя∂ αℓℓєѕ ιη ∂ιя gαηz ωєιт.

Uη∂ ωєηη ∂υ ѕρα̈тєя gєнѕт ηαcн Hαυѕ
υη∂ νєяℓα̈ѕѕт ∂αѕ Äη∂єянαυѕ –
ωιяѕт ∂υ ѕєнη‘ ωαѕ ιѕт gєѕcнєнη‘
υη∂ ωαѕ ∂αяαυѕ кαηη єηтѕтєнη‘.

Ɗєηη αυѕ ɗєм Äηɗєянαυѕ кσммѕт ɗυ gαηz νєяωαηɗєƖт яαυѕ.


© Jυттα Vєℓтєη

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Februar

Mancherorts liegt noch Schnee.
Aber ganz leise, bewegt sich die Erdenkruste
und die ersten zarten Blütenspitzen begrüßen
uns auf ihre Weise.

Sie recken und strecken ihre Köpfchen empor
und schauen sich um und stellen sich vor,
wie es bald überall erblüht.

Der zweite Monat im Jahr
flüstert uns ganz zart ins Ohr,
dass es bald Frühling werde.

Milde Winde wehen manchmal schon über Feld und Wald
aber trotzdem ist es noch ziemlich kalt.
Und oft fällt nochmal Schnee –
es ist das letzte Aufbäumen des Winters,
bevor er sich geschlagen gibt.

Komm‘ und lass uns die ersten Schneeglöckchen suchen,
lass uns sehen wie die Erde erwacht.
Komm‘ lass uns feiern und fröhlich sein,
über die neue, zarte Pracht.

Komm‘ und tanze über Feld und Flur,
und lass‘ dich führen durch die lebendige Natur.
Freue dich mit den Blümelein fein und
atme den ersten Frühlingshauch ein.

©Jutta Velten

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Der Mensch

Große, kleine, dicke, dünne, farbige, weiße, alte, junge….

Der Mensch, ist eigentlich ein gutes Tier,

hätte er da nicht eine endlose Gier.

Die Gier die lässt ihn schlimme Dinge tun

und so kann er niemals ruhn‘.

Der Mensch, der so intelligent erscheint,

bringt sich selbst dazu, dass er weint.

Man kann es kaum glauben, aber es ist wahr,

er macht sich sein Leben schwer, sogar.

Der Mensch, der sucht überall sein Glück,

und wird dabei ganz verrückt.

Das Einfachste ist ihm nicht genug,

er mag es kompliziert und meist mit Sebstbetrug.

Der Mensch, ist ein seltsames Wesen

und fraglich ist, ob er wird irgendwann genesen?

©Jutta Velten

Jpeg

Art by Jutta Velten

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Bellis

Bellis ist mein Name

und ich bin keine Dame,

aber ich bin zäh wie Wiesenklee.

Ich stehe auf jeder Wiese,

und nicht mal ein Riese

mit seinem großen Fuß

kann mich quetschen zu Mus.

Ich blühe das ganze Jahr

und ob du es glaubst oder nicht

sogar im Winter bin ich da

und helfe auch noch gegen Gicht.

Kinder machen aus mir Haarkränze

und binden mich an Katzenschwänze.

Ich dufte nicht und bin nicht schön wie die Rose

und ich werde nicht benutzt für Treulose.

Ich bin einfach und schlicht

und trotzdem kann man aus mir machen ein Gedicht.

Bei vielen Krankheiten, helfe ich mit Saponinen,

die mögen auch die Bienen.

Wenn der Sonnenstern sticht

recke ich zu ihm mein Gesicht.

Bei Nacht und bei Regen ruhe ich mich aus

ich schließe dazu zu mein Haus.

Übrigens mache ich auch deine Seele froh

und das ganz ohne Risiko.

Wenn du mich nun auf der Wiese stehen siehst,

denke dran, dass du nicht einfach so vorüberziehst.

Betrachte mich, pflücke mich und nutze mich,

dann zeige ich mich dir erkenntlich.

©Jutta Velten

 

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